Full text : Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes. 1867. (1)

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Seine  Hoheit  der  Herzog  von  Sachsen-Meiningen,
Seine  Hoheit  der  Herzog  von  Sachsen-Altenburg,
Seine  Hoheit  der  Herzog  von  Sachsen-Coburg-Gotha,
Seine  Durchlaucht  der  Fürst  von  Schwarzburg-Rudolstadt,
Seine  Durchlaucht  der  Fürst  von  Schwarzburg-Sondershausen,
Seine  Durchlaucht  der  Fürst  von  Reuß  älterer  Linie,
Seine  Durchlaucht  der  Fürst  von  Reuß  jüngerer  Linie:
den  Königlich  Preußischen  Geheimen  Ober-Finanzrath  Friedrich
Wilhelm  Alexander  Scheele  und

den  Königlich  Preußischen  Geheimen  Ober-Regierungsrath  Heinrich
Albert  Eduard  Moser,

Seine  Hoheit  der  Herzog  von  Braunschweig-Lüneburg:
Höchstihren  Ministerresidenten  am  Königlich  Preußischen  Hofe  und
Geheimen  Rath  Dr.  Friedrich  August  v.  Liebe,  und

Seine  Königliche  Hoheit  der  Großherzog  von  Oldenburg:
den  Herzoglich  Braunschweigischen  Ministerresidenten  am  Königlich
Preußischen  Hofe  und  Geheimen  Rath  Dr.  Friedrich  August
v.  Liebe,

von  welchen  Bevollmächtigten,  unter  dem  Vorbehalte  der  Ratifikation,  folgende
Uebereinkunft  abgeschlossen  worden  ist.

Artikel  1.
Der  Artikel  10.  des  Vertrages  vom  16.  Mai  1865.,  die  Fortdauer  des
Zoll-  und  Handelsvereins  betreffend,  wird  aufgehoben  und  im  ganzen  Umfang
des  Zollvereins  freier  Verkehr  mit  Salz  hergestellt.

Artikel  2.

Das  im  Zollvereinsgebiet  gewonnene,  sowie  das  aus  dem  Auslande  eingeführte
  Salz  unterliegt  einer  Abgabe  von  zwei  Thalern  (drei  Gulden  dreißig
Kreuzern)  für  den  Zollzentner  Nettogewicht.

Neben  dieser  Abgabe  darf  in  keinem  Falle  eine  weitere  Abgabe  von  dem
Salz,  weder  für  Rechnung  des  Staates,  noch  für  Rechnung  von  Kommunen  oder
Korporationen  erhoben  werden.

Unter  Salz  (Kochsalz)  sind  außer  dem  Siede-,  Stein-  und  Seesalz  alle
Stoffe  begriffen,  aus  welchen  Salz  ausgeschieden  zu  werden  pflegt.

Artikel  3.

Der  Ertrag  der  Abgabe  ist  gemeinschaftlich.  Derselbe  wird  nach  Abzug
derjenigen  Kosten  der  Erhebung  und  Kontrolirung  der  Abgabe,  welche  zur  Besoldung
  der  damit  auf  den  Salzwerken  (Salinen,  Salzbergwerken,  Raffinerien)
beauftragten  Beamten  aufgewendet  werden,  sowie  nach  Abzug  der  Rückerstattungen

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