Full text : Central-Blatt für das Deutsche Reich. Sechster Jahrgang. 1878. (6)

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stellung  besonderer  Proben  fortwährend  erkennen  läßt.  Auf  den  Zifferblättern  der  Manometer
muß  die  größte  zulässige  Dampfspannung  durch  eine  in  die  Augen  fallende  Marke  bezeichnet  sein;

5.  mit  einer  vom  Stande  des  Führers  aus  zu  handhabenden  Dampfpfeife.

§.  12.
Läutewerke  der  Lokomotiven.

Sofern  auf  einer  Bahnstrecke  unbewachte  Wegeübergänge  vorkommen,  sind  die  Lokomotiven,  welche

die  Bahnstrecke  befahren,  mit  helltönenden  Läutewerken  auszurüsten.
§5.  13.
Bahnräumer,  Aschkasten,  Funkenfänger.

Jede  Lokomotive  und  jeder  Tender  muß  mit  Bahnräumern,  sowie  erstere  mit  einem  verschließbaren,
an  dem  Feuerkasten  dicht  anliegenden  Aschkasten  versehen  sein.  Wenn  die  Beschaffenheit  des  zu  benutzenden
Brennmaterials  es  erfordert,  sind  die  Lokomotiven  mit  Vorrichtungen  auszurüsten,  durch  welche  der  Auswurf
  glühender  Kohlen  aus  dem  Schornstein  wirksam  verhütet  wird.

8.  14.
Tenderbremsen.

Tenderlokomotiven  und  Tender  müssen  mit  kräftigen,  leicht  zu  handhabenden  Bremsen  ausgerüstet  sein.

8.  15.
Federn,  Zugapparate,  Buffer.

Alle  in  geschlossenen  Zügen,  mit  Ausnahme  der  Arbeitszüge,  gehenden  Wagen  müssen  auf  Federn
ruhen  und  alle  Personenwagen  mit  elastischen  Zugapparaten  und  an  beiden  Enden  mit  elastischen  Buffern
versehen  sein.

8.  16.
Spurkränze.

Sämmtliche  Räder  müssen  mit  Spurkränzen  versehen  sein.

S.  17.
Stärke  der  Radreifen.

Auf  Bahnen  mit  normaler  Spurweite  muß  bei  Lokomotiven  und  Tendern  die  Stärke  schmiedeeiserner
Radreifen  mindestens  19,  diejenige  stählerner  mindestens  15  Millimeter  betragen;  bei  Wagen  dagegen  können
schmiedeeiserne  und  stählerne  Radreifen  bis  auf  16  bezw.  12  Millimeter  abgenutzt  werden.

Auf  schmalspurigen  Bahnen  muß  die  Stärke  der  schmiedeeisernen  und  stählernen  Radreifen  der
Lokomotiven  und  Tender  mindestens  12  Millimeter,  die  der  Wagen  mindestens  10  Millimeter  betragen.

8.  18.
Revision  der  Wagen.
Jeder  Wagen  ist  mindestens  alle  zwei  Jahre  einer  gründlichen  Revision  zu  unterwerfen,  bei  welcher
die  Achsenlager  und  Federn  abgenommen  werden  müssen.
8.  19.
Bezeichnungen  an  den  Wagen.

Jeder  Wagen  muß  Bezeichnungen  haben,  aus  welchen  zu  ersehen  ist:

a)  die  Eisenbahn,  zu  welcher  er  gehört;

b)  die  Ordnun  gsnummer,  unter  welcher  er  in  den  Werkstätten-  und  Revisionsregistern  geführt  wird;
c)  das  eigene  Gewicht,  einschließlich  der  Achsen  und  Räder;

d)  das  größte  zulässige  Ladegewicht;

e)  das  Datum  der  letzten  Revision.