— 147 —
die „Sieger“ die ganze dänische Flotte davon. Das
geschah einem neutralen Staate. Alle andern Staaten
sahen hier ihr Schicksal.“ An dieser Harstellung ist
alles richtig bis auf den letzten Satz. Tatsächlich
ahen sie ihr Schicksal nicht, oder wenn sich ihnen
le Sachlage je einmal in tagheller Beleuchtung
arstellte, vergaßen sie doch bald wieder, wie die
inge liegen. Spanien, Portugal, Holland, Frankeich
hatten je und je die englische Seeräuberhand
zu fühlen bekommen und hatten das ganze Unrecht
65 englischen Seerechts zu fühlen bekommen. Sie
batten es gefühlt, daß der britische Löwe das Ganze
begehrt und keinen Gleichberechtigten neben sich
uldet. Aber immer wieder haben sich die andern
Völker von Englands cant betören und als Werkzeuge
ihres Todfeindes brauchen lassen. Der erstaunlichste
Fall: England hat Frankreich von seiner Höhe
eruntergestoßen und hat seinen letzten großen Glanzstern
(Napoleon) ausgelöscht. Und heute kämpft
und blutet dies arme vergeßliche Frankreich für seinen
odfeind England bis zum Berbluten. Haß einst
zwei große und kluge Männer, Napoleon und Alexander
(Tilsit 1807), sich die Hand gereicht, um den gemeinsamen
Feind, das Inselreich, zu bekämpfen, ist
ast restlos vergessen. Frankreich und Rußland kämpfen
miteinander, vergießen Ströme von Blut, um Engand
groß zu machen oder doch, um es zu retten,
aß es nicht von der Strafe der Geschichte erreicht
werde.
England hat — es ist tausendmal gesagt worden
and es muß immer wiederholt werden, bis es die
blinden, immer wieder düpierten Bölker endlich
Fauben, sehen und mit Händen greifen — es hat