Volltext : Die slawischen Siedelungen im Königreich Sachsen mit Erklärung ihrer Namen.

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1519  Kotwiz,  sonst  Kottewitz,  Kadtwitz,  Kattenitz  —=  Choténovici,
  Sippe  des  Chotén  lal.  —  Cotewitz,  alter  Name  der
„Ketzerei“  b.  Leuben  (Lommatzsch),  gegen  1190  de  Chotanewiz
(CS.  I,  2,  381),  1224  Cotenewiz,  1368  Kotenewicz  ebenso  oder
=  Chot  anovici;  vergl.  2  Chotènov,  3  Choténice  Böhm.  —
Göttwitz  b.  Mutzschen,  1377  Gatewitz,  1421  Gotenwicz  ebenso.
—  Köttwitz  oder  Köttewitz  b.  Dohna,  1288  Kothenuitz?  (ennitz
CS.  II,  4,  12)  ebenso  oder  =  Choténici.  —  Kettewitz  b.  Taubenheim
  —  Chotsnovie  oder  =  Chotésovici,  Sippe  des  Chotéj  sal;
vergl.  Kuttowitz,  tsch.  Chotéjovice  Böhm.  —  Köthensdorf  b.
Chemnitz  vielleicht  Dorf  des  Chotön  lil.  —  Köttern  b.  Rochlitz
wie  Chotekin  oder  Koterin  Böhm.  -—  Gut  des  Chotera  lels;  ebenso
Gödern  in  Altenb.,  urk.  Chuderim,  Guderin  =  Chudekin  Böhm.
von  einem  Chudera.  —  Kötzschwitz  b.  Leipzig,  1286  Chotatscuitz
=  Chotasovici,  Sippe  des  Chotas  sal;  vergl.  Chotösovice  tsch.
Urk.,  Chocieszewice  Pos.  —  Kaditzsch  b.  Grimma,  1384  1515
Gatschicz,  1385  Katschicz,  1421  Caschicz,  1530  Katzschitz,
1590  Katitzsch  vermutlich  =  Chotésici,  Familie  Chotés  sal,  wie
Chotésice  Böhm.;  das  o  des  vorliegenden  Stammes  erscheint  öfters
als  a.  Vergl.  Kötschau  nw.  Jena,  1172  de  Cotsowe,  villa
Cotisovve  in  pago  Thuringie,  Chociszew  Pol.,  Chotiszewo  Pol.,
Pos.,  auch  Chotésov  Böhm.,  vom  PN.  Chotês.  —  Gottscheina
b.  Taucha,  1437  Göczschen,  1438  Goczschin,  en,  Götzschen,
wird  deutlich  durch  Chotésiny  Böhm.,  wonach  als  ältere  Form
Chotszin  angenommen  werden  darf,  =  Plur.  Chotösiny,  Familie
Chotésin  scl;  vergl.  Sobsin  Böhm.  =  PMN.  Sobesin.  —  Taucha
b.  Leipzig,  Thietm.  Chron.  III  und  VII  Cotug  und  Cotuh  (mit
Schkeuditz,  Wurzen,  Püchen  u.  s.  w.  genannt),  1174  1354  u.  s.  w.
Tuch,  1453  zeu  Tuche,  1470  Tuche,  =  Chotuch  oder,  da  statt  o
in  diesem  Stamme  auch  stummes  ü  erscheint,  Chtuch,  woraus
Tuch,  —  Besitz  des  Chotuch  lel;  ebendaher  Chotouchov  bei
Säslav;!  in  Böhm.,  und  ähnlich  Köttichau  nördl.  Zeitz,  1411  Kotgow
vom  PN.  Chotich.  Wegen  des  Wegfalls  des  ursprünglichen  Anlauts
  s.  unten  Temritz.  —  Kottewitz  b.  Meißen,  früher  Kottebus
  —  Chotébudjü,  Chotöbuz,  Gut  des  Chotöbud  (fl,  gleich
Kottbus  NL.,  wend.  Khocebuz,  Chösobuz  oder  Chosobuz,  ferner
Chcebuz  Böhm.,  urk.  tsch.  Chocebuz,  Chcebuzin,  jetzt  Sebuzin
Böhm.,  Gadebusch  (Chotebuz)  u.  a.  MOP.  69,  K.  III,  21,  46.
—  Temritz  b.  Bautzen,  ow.  Cemjericy,  ##cy,  urk.  Temmeritz,
von  Bronisch  LM.  1869,  S.  208  richtig  als  Kürzung  bezeichnet
aus  Chocemjericy,  d.  i.  Sippe  des  Chocemjer,  Chotémir,  ow.  Cem-