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Mav 3 1939“
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SJ
Dorwort.
Auf Anregung des Hreußischen Unterrichts-Ministeriums faßte die Derlagshandlung den Hlan,
zur Erinnerung an die großen Ereignisse, welche vor fünfundzwanzig Jahren zur Gründung des
Deutschen Reiches führten, ein Hrachtwerk herauszugeben. Der ehrenvolle Antrag, die Geschichte jener
bedeutungsvollen Seit zu schreiben, kam mir unerwartet, doch gern ergriff ich die Gelegenheit, die
Dollendung des nationalen Baues, dessen lange Dorbereitung ich soeben in meiner „Geschichte des
Deutschen Dolkes“ dargestellt hatte, ausführlicher zu erzählen. Ich habe die Aufgabe erfüllt, wie es
mir meine Überzeugung gebot, in freier Selbstverantwortung. Die Form, die ich zu wählen hatte, war
gegeben durch den Sweck des Zuches, das für alle Kreise des Deutschen Dolkes bestimmt ist. Daher
suchte ich neben dem Bericht über die kriegerischen und politischen Ereignisse ein Bild jener Seit zu
geben, ihre großen Männer zu schildern, die Thaten und Leistungen unserer Heere in Kampf und
Feldleben vor Augen zu führen. Das Zuch soll nicht nur die Erinnerungen der WMitkämpfer und
Seitgenossen wachrufen. Diele der Ceser, auf die ich hoffe, sind erst nach jenen gewaltigen Tagen geboren;
möge die Schilderung der Dergangenheit sie ermahnen und anspornen, den Männern gleich zu
werden und gleich zu thun, deren selbstlose hingabe an das Daterland jede Seite dieser Schrift bezeugt.
Es ist natürlich, daß dem Deutschen das herz höher schlägt, wenn er jener stolzen Jahre gedenkt; gleichwohl
hoffe ich, auch dem Feinde, dessen Tapferkeit und Daterlandsliebe überall gerecht geworden zu sein.
Alle, die an diesem Werke beteiligt sind, haben bei der Kürze der verstatteten Seit ungewöhnliche
Mühwaltung übernehmen müssen. Besonderer Dank gebührt den Herren C. Röchling, C. Becker,
F. Birkmever, R. Kntel und E. Simmer, welche mit ihren Seichnungen die Blätter schmückten,
und herrn Major a. D. von der Lochau, der die kartographischen Arbeiten leitete, ebenfalls allen
denjenigen, welche die Erlaubnis zur Vervielfältigung von Bildern für dieses Werk erteilten. Hersönlichen
Dank schulde ich herrn Dr. Helmolt in Leipzig für die freundliche Bereitwilligkeit, mit der er mich bei
der NKorrektur unterstützt hat.
halle, am 6. Juli 1895. Theodor Tindner.