206 Reichsgerichtliche Entscheidungen.
Vertrags und die Nebenfolgen erhoben worden.
Hleran kann auch die schon in der Klage erfolgte
Hinweisung nichts ändern, daß die Beklagte durch
den dolus ihres Vertreters um die von dem Kläger
gezahlten Beträge bereichert und zur Herausgabe
dieser Bereicherung verpflichtet sei; denn Kläger hat
nicht aus einer unerlaubten, einen selbstständigen
Klaggrund bildenden Handlung des F. Klage erhoben,
auch nicht sich auf Zurückforderung der Bereicherung
beschränkt, vielmehr sein volles vertragsmähiges
Interesse gegen die Beklagte verfolgt. Der
Gerichtsstand aus §F. 32 der CPO. ist hienach nicht
begründet. — III. S. 138/86; Urth. v. 2. Nov. 1886.
Kann die Hauptintervention lediglich
gegen die eine der Parteien des Hauptprozesses
in der Berufungsinstanz fortgesetzt
und verhandelt werden? Diese Frage ist
vom R. bedingt bejaht. „Wenn auch die Zulässigkelt
der Einleitung einer Hauptintervention
durch die Zustellung der Klage an beide Partelen
des Hauptprozesses bedingt ist, so sind doch diese
Parteien dem Intervenienten gegenüber (s. Motive
zu 88. 61 u. 62 der CPO.) als Streitgenossen zu
betrachten. Ob sie als Streitgenossen i. S. des
§. 58 oder des §. 59 gelten müssen, hängt von der
materiellen Sachlage ab. Soferne nicht bezüglich
des Rechtsverhältnisses der beiden Parteien zu der
intervenirenden Partei die in §. 59 enthaltenen
Voraussetzungen der nothwendigen Streitgenossenschaft
gegeben sind, wird nur angenommen werden
können, daß dieselben nach Maßgabe des F. 58 als
Einzelne der Intervenientin gegenüberstehen, so daß
im Fortlaufe des Rechtsstreites die Sache jeder einzelnen
Partei mit der Intervenientin erörtert und
zum Gegenstande der Eutscheidung gemacht werden
kann. Es kann nämlich die lediglich prozessualische