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II.
Die Vergütung, die der Verpflichtete nach § 5 Abs. 2 der Verordnung des Bundesrats über
Öle und Fette vom 8. November 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 735) für die Aufbewahrung und pflegliche
Behandlung vom Zeitpunkt des Gefahrüberganges zu erhalten hat, wird auf 0,10 M für jede angefungene
Woche und für je 100 Rohgewicht feftgesett. Die pflegliche Behandlung schließt die notwendige
Verböttcherung ein. -
III.
Die nach § 5 Abs. 2 der Verordnung des Bundesrats über Öle und Fette vom 8. November 1915
(Reichs-Gesetzbl. S. 735) zu treffenden Feststellungen über den Zustand der Öle und Fette im
Zeitpunkt des Gefahrüberganges haben zu enthalten:
1. die Feststellung des Zustandes der Verpackung,
2. die Feststellung der Beschaffenheit der Ware durch Entnahme von Proben. Dabei ist in
den Fällen, in denen der Kriegsausschuß nach Artikel I die Feststellung der Beschaffenheit
der Ware durch Entnahme von Proben bereits früher verlangt hatte, besonders festzustellen,
ob die zuerst festgestellte Beschaffenheit der Ware eine Änderung erfahren hat,
und eine etwaige Änderung dem Kriegsausschuß unverzüglich anzuzeigen.
IV.
Die Entnahme von Proben hat in Mengen von je ein Viertel kg zu erfolgen, daß sie dem Durchschnittsinhalt
des Fasses entsprechen. Kommen für einen Posten mehrere Fässer in Betracht, so kann
von jedem Fasse eine Probe in der gleichen Weise verlangt werden.
Die Proben sind unter Bezeichnung der Ware und des Postens mit der dem Kriegsausschuß
mitgeteilten näheren Bezeichnung zu versehen, zu versiegeln und aufzubewahren. Die Proben sind
dem Kriegsausschuß auf Verlangen einzusenden.
Berlin, den 11. Januar 1916.
Der Reichskanzler.
Im Auftrage: Freiherr von Stein.
4. Post= und Telegraphenwesen.
Bekanntmachung,
betreffend Änderung der Postordnung vom 20. März 1900. Vom 9. Januar 1916.
Auf Grund des § 50 des Gesetzes über das Postwesen vom 28. Oktober 1871 (Reichs-Gesetzbl.
S. 347) und des § 3 Abs. 2 des Gesetzes, betreffend die Erleichterung des Wechselprotest,
vom 30. Mai 1908 (Reichs-Gesetzbl. S. 321) sowie auf Grund der Bekanntmachung des Bundesrats
vom 6. Januar 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 2), betreffend die Fristen des Wechsel= und Scheckrechts für
Elsaß-Lothringen, wird die Postordnung vom 20. März 1900 wie folgt geändert.
1. Im § 18a „Postprotest“ erhält der Abs. V unter B und C folgende Fassung:
Postprotestaufträge mit Wechseln, die in Ostpreußen in den Regierungsbezirken
Allenstein und Gumbinnen sowie in den Kreisen Gerdauen und Memel zahlbar sind, oder
mit solchen in anderen Teilen Ostpreußens oder im Stadtkreis Danzig zahlbaren gezogenen
Wechseln, die als Wohnort des Bezogenen einen Ort angeben, der in einem der bezeich-