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die Generalcongregation erklaͤre hiermit, man könne ihretwegen,
wenn man Lust habe, auch das Gegentheil behaupten.
Kann es eine Meinung in der Moral geben, die schädlicher
ist, als solch' eine? Ist ein Grandsatz gedenkbar, der
mehr alle Moral umkehrt, als derjenige, von dem die Generalcongregation
selbst erklär#, daß man ihn als opinionem
commugi Jesuitarum studio tuendam ansehen, die sie selbst
auch gar nicht verwirse, sondern nur zum Debattiren frei
giebt. »
Diesen Grundsaͤtzen zufolge mag man also immerhin
ohne weitere Pruͤfung und selbst gegen scin eigenes Gewissen
bloß auf die Autoritär eines andern hin, jeder Meinung beipflichten,
jede That verüben. So spricht fast, wie aus Einem
Munde, eine ganze Schaar jesuitischer Casuisien, Schriftsteller,
die größtentheils unter Aufsicht der Obern und oft selbst
feierlicher Billigung des Generals erschienen sind. Wer verlangt
darnach noch andere Vorwürfe zu wissen, die der Moral
der Jesuiten- gemacht worden? Wer mag Auszüge aus
den Büchern machen, die unter dem' Vorwande einer recht genauen
Entwicklung der verschiedenen moralischen Fälle nur
der wollüstigen Einbildungskraft die gefährlichste Nahrung geben?
Der Vorwurf gilt zwar auch den Casuisten anderer Orden,
aber Escobar und Busenbaum und Sanchez und
andere Schriftsteller der Gesellschaft Jesu, sind dech auch hier
wieder die schuldigsten vor allen übrigen. Welch' ein Schicksal
der Christenbcit! Eine Gesellschaft, die solche Meinungen
recht als Lieblingsmeinungen trieb, hotte im größten Theil
der katholischen-Länder fast zwei Jahrhunderte lang die wichtigsten
Erziehungen besorgt, die wichtigsten Beichtstühle besetzt,
und in allen Theilen der kirchlichen und polirischen Gesellschaft
recht mit unumschränkter Macht gewirkt!
Noch ist aber nach allem diesen der dritte Punkt übrig: