Contents : Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation. Band 36. Sechste Abtheilung: Die kleinen deutschen Höfe. Zweiter Theil. (36_6_2)

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nen,  auf  der  Straße  begegnet  sind,  sofort  ganz  unwillkürlich
  an  den  unternehmenden  Fürsten  erinnert  wurden!
  Auch  Graf  Christian  Bothmer  ward  an
ihn  erinnert:  ein  Miniatmrportrait,  das  einzige,  was
die  schhne  Anna  Mohr  von  dem  faseinirenden  Verführer
  hatte,  diente  ihm  als  Führer,  um  dem  Verhüllten
  auf  die  Fährte  sich  zu  setzen.  Er  drang  von  Hamburg
  aus,  wo  der  katholische  Priester  trotz  vielen  Sperrens
  durch  den  zu  Hülfe  genommenen  Syndicus  Carl
Sieveking  genöthigt  wurde,  ein  amtliches  Zeugniß
über  den  rollzogenen  Tranungsact  auzszustellen,  über
Berlin,  wo  er  das  Miniaturportrait  den  in  der  Stadt
Nom  rersammelten  Offizieren  zur  Necognition  vorlegte,
bis  in  die  Lichnowski'schen  Schlösser  in  Oberschlesien
  vor,  um  hier  Vergleiche  mit  den  Familienportraits
anzustellen.  Er  ließ  vas  Miniaturportrait  ropiren  und
übersandte  die  Lithographien  an  sämmtliche  Pelizeibehürden
  Deutschlands.  Die  Untersuchung  führte  aber
zu  keinem  Resultate.

Der  reiche  Graf  Christian  Vothmer  starb
kurz  nach  dem  Ausbruch  des  Sturms  von  1848,  am
12.  April,  ohne  directe  Erben  und  die  reiche  Fideicommiß
  -Erbschaft  siel  nun  an  Seitenverwandte  und
zwar  ward  der  mecklenburgische  und  hannoverische  Güterbesig
  getrennt.  Nach  dem  Reckue  der  Erstgeburt  fiel
der  Besitz  des  mecklenburgischen  Gütercompleres  dem
Grafen  Felir  Borhmer)  zu,  geboren  1801  zu

1)  Graf  Felir  ist  ein  Sehn  des  1815  zu  Weimar
gestordenen  Grafen  Carl,  im  golhaischen  Grasenkalenser