Metadata : Gesetzes- und Verordnungs-Blatt für das Großherzogtum Baden. Jahrgang 1906. (38)

226  XXV.

4.  Gebühr  für  ein  Weinlagerpatent:
jährlich  50  M.
Bei  Berechnung  der  Weinaccise  und  des  Ohmgeldes  wird  jede  Flasche  von  geringerem
Inhalt  als  ein  Liter  wie  eine  Literflasche  behandelt.
Bei  Rückvergütung  von  Weinaccise  und  Ohmgeld  sind  die  zurzeit  der  Gewährung
der  Rückvergütung  bestehenden  Erhebungssätze  maßgebend.

III.

Die  Biersteuer  beträgt  von  dem  im  Großherzogtum  bereiteten  Bier:
für  je  100  kg  ungebrochenen  Malzes,  die  bei  einem  Brauereigeschäfte  in  einem
Kalenderjahr  steuerbar  werden:

1.  für  die  ersten  250  Doppelzentner  8  4.
2.  „  „  folgenden  1250  »  10  „
3.  »  1500  »  .11»
4.»»  »  2000  »  .12»
5.»»  »  Doppelzentner  .  .13»

Für  diejenigen,  die  obergäriges  Bier  nur  zum  eigenen  Bedarf  im  Haushalt  bereiten
und  hierzu  in  einem  Kalenderjahr  nicht  mehr  als  5  Doppelzentner  Malz  verwenden,  beträgt
die  Steuer  für  je  100  kg  2  4

IV.

Die  Fleischsteuer  beträgt:
1.  bei  Schlachtungen  innerhalb  des  Großherzogtums
für  jedes  Stück  Rindvieh  (mit  Ausnahme  der  Milchkälber)

bei  einem  Schlachtgewicht  von  weniger  als  200  kr  .
von  200  bis  ausschließlich  250  rg  6  „

von  250  kg  und  mehr:
für  Kühe  und  Farren  6  „
sont  11  „

2.  für  eingeführtes  Fleisch
vom  Kilogramm  .  8
V.

Au  Grundstücks-Verkehrssteuer  sind  zu  entrichten  2½  Prozent  des  gemeinen
Werts  (Verkaufswert)  des  Gegenstandes  des  Erwerbs.

VI.

An  Erbschafts=  und  Schenkungssteuer  sind  bis  zum  1.  Juli  1906,  dem  Zeitpunkt  des
Inkrafttretens  des  Reichserbschaftssteuergesetzes  vom  3  Juni  1906,  zu  entrichten: