Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1832. (23)

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auf  das  Original  zu  vermerken.  Sodann  wird  letzteres  der  Handlung  zurückgegeben,
  um  solches  auf  dem  Komtoir,  wo  der  Prokurant  arbeitet,  aufzubewahren,
und  auf  Verlangen  denjenigen,  welche  dasselbe  vor  Abschliesung  oder  Erfüllung
eines  Geschäfts  einsehen  wollen,  vorzeigen  zu  können.

9.  20.

Von  allen  eingegangenen  und  künftig  eingehenden  Prokuren  soll  ein
alphabetisches  Register  bei  den  Vorstehern  geführt,  jede  vorfallende  Veränderung
  darin,  und  jeder  Nachtrag  dazu,  sofort  und  pünktlich  vermerkt  werden,
und  solches  taglich  im  Sekretariat  der  Vorsieher  zu  Jedermanns  Einsicht  vorliegen.
Der  Sekretair  soll  dies  Register  führen,  und  für  dessen  tägliche  Richtigkeit  und
Vollsiändigkeit  veranrwortlich  seyn.

g.  21.

Uebrigens  muͤssen  die  Prokuren  ohne  Ausnahme  entweder  gerichtlich,  oder
vor  Notar  und  Zeugen  beglaubigt  seyn,  auch  die  Bestimmung  enthalten,  daß
der  Prokurant  unter  der  Unterschrift  der  Firma,  oder  des  Namens  des  Prinzipals,
seinen  eigenen  Namen,  mit  dem  Bemerken,  daß  er  per  procuram  gezeichnet
habe,  hinzuzufuͤgen  schuldig,  also  z.  B.  in  folgender  Form:

P.  P’  N.  N.  &  Comp.
N.  J.
zeichnen  müsse.  Prokuren,  welche  nicht  nach  den  vorflehenden  Vorschriften
eingerichtet  sind,  sollen  zur  Bekanntmachung  auf  der  Börse  nicht  angenommen
  werden.
g.  22.

Die  Festsetzung  der  in  den  G.  10.  11.  u.  13.  angeordneten  Strafen
erfolgt  auf  den  Antrag  der  Vorsleher  der  Kaufmannschaft,  durch  den  Magistrat
zu  Stettin,  dem  auch  die  exekurivische  Einziehung  derselben  zusteht.  Sie  fließen
zur  slädrischen  Armenkasse.  Gegen  diese  Strafen  steht  der  gesetzliche  Rekurs  an
die  vorgesetzten  Behörden  offen.

*it-r

Die  in  den  G.  10.  und  18.  angeordneten  Strafen  werden  von  den  Vorstehern
  der  Kaufmannschaf  festgesetzt,  und  fließen  zur  Armenkasse  der  Letztern.

Wegen  des  Rekurses  gegen  diese  Strafen  an  den  Magistrat,  so  wie
wegen  Einziehung  derselben  durch  die  Gerichte,  verbleibr  es  bei  den  Bestimmungen
  der  W.  105.  und  100.  des  Statuts  vom  15ten  November  1821.

K.  24.