Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1875. (59)

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VI  Für  die  von  den  Landbriefträgern  auf  ihren  Bestellungsgängen  eingesammelten
  portopflichtigen  Einschreibsendungen,  sowie  für  Packete,  Postanweisungen
  und  Briefe  mit  Werthangabe  (Abs.  In  und  IV)  kommt,  wenn  diese  Gegenstände
  zur  Weitersendung  durch  die  Postanstalt  des  Stationsorts  des
Landbriefträgers  nach  einer  andern  Postanstalt  bestimmt  sind,  außer  dem  Porto
und  den  sonstigen  Gebühren,  eine  Nebengebühr  von  5  Pfennigen,  welche  im
Voraus  entrichtet  werden  muß,  zur  Erhebung.

8.  26.
Zeit  der  Einlieferung.

1  Die  Einlieferung  bei  den  Postanstalten  muß  während  der  Dienststunden
und,  wenn  die  Versendung  des  eingelieferten  Gegenstandes  mit  der  nächsten
dazu  geeigneten  Post  erfolgen  soll,  vor  der  Schlußzeit  dieser  Post  geschehen.

a)  Dienststunden.

I1  Die  Dienststunden  der  Postanstalten  für  den  Verkehr  mit  dem  Publikum

  sind  im  Allgemeinen:
1)  in  dem  Sommer-Halbjahr  (vom  1.  April  bis  letzten  September)  von
7  Uhr  Morgens  bis  1  Uhr  Mittags,
2)  in  dem  Winter-Halbjahr  (vom  1.  Oktober  bis  letzten  März)  von  8  Uhr
Morgens  bis  1  Uhr  Mittags,  und
3)  zu  allen  Jahreszeiten  von  2  Uhr  Nachmittags  bis  8  Uhr  Abends.
Die  Ober-Postdirektionen  sind  jedoch  ermächtigt,  nach  Maßgabe  der  bestehenden
  Postverbindungen  und  der  sonstigen  örtlichen  Verhältnisse  die  Dienststunden
zu  verlegen,  auszudehnen  oder  zu  beschränken.

u  An  Sonntagen  fallen  die  Dienststunden  von  9  Uhr  Morgens  bis  5  Uhr
Nachmittags  aus.  An  solchen  gesetzlichen  Feiertagen,  welche  nicht  auf  einen
Sonntag  treffen,  werden  die  Dienststunden  in  der  Weise  beschränkt,  daß  in
der  Zeit  von  9  Uhr  Morgens  bis  5  Uhr  Nachmittags,  sowohl  des  Vormittags
  als  auch  des  Nachmittags,  zwei  Stunden  ausfallen,  in  der  Zwischenfrist
aber  mindestens  während  zwei  Stunden  der  Dienstverkehr  mit  dem  Publikum
ununterbrochen  stattfindet.  Die  ausfallenden  Stunden  werden  für  jede  Postanstalt
  durch  die  vorgesetzte  Ober-Postdirektion  bestimmt.  Die  Ober-Postdirektionen
  können  in  besonderen  Fällen  die  Beschränkung  der  Dienststunden  an
Sonn=  und  gesetzlichen  Feiertagen  zeitweise  ganz  oder  zum  Theil  aufheben.