Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1859. (50)

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I.  Klasse:  Vollständig  gesicherter  Zuflug  des  erforderlichen  Wassers;
das  Wasser  kommt  aus  dem  Dorfe  oder  von  fruchtbaren  Feldern;  Bodenbeschaffenheit:
  milder  Lehm;  der  Teich  gewährt  auch  eine  Rohr=  oder  eine  Gras=  und

Streunutzung:
Höchstsatzpro  Morgen  30  Rlhlr.

II.  Klasse:  Gesicherter  Wasserzufluß;  nicht  ungünsige  Bodenbeschaffenheit;
  aber  es  fehlt  an  einer  oder  der  anderen  der  bei  der  I.  Klasse  bezeichneten
  übrigen  Voraussetzungen:

Höchstsatz  pro  Morgen  20  Rthlr.

III.  Klasse:  Der  Wasserzufluß  erscheint  inder  zuverlässig;  die  übrigen
Bedingungen  sind  mehr  oder  weniger  vorhanden:

Höchstsatzpro  Morgen  10  Rthlr.

Der  anzunehmende  Satz  gilt  als  Reinertragswerth  in  dem  Sinne,  daß
auf  Betriebskosten  nichts  weiter  in  Abgang  gebracht  werden  darf,  und  sind
daher  diese  Kosten  vor  Bemessung  und  Festsetzung  des  Ertragswerthes  pro
Morgen  zu  beräcksichtigen.

Die  Bonitirung  und  Schätzung  pro  Morgen  ist  in  ein  Register  ei
zutragen.
Wenn  mehrere  Teiche  geschätzt  worden,  ist  dem  Register  auch  eine  Zusammenstellung

  beizufügen,  wie  sie  für  die  übrigen  Kategorieen  nutzbarer  Grundstücke
  vorgeschrieben  worden.

Seen,  Flüsse  und  andere  Gewässer,  die  sich  im  Eigenthume  des  Gutsbesitzers
  befinden,  und  von  denen  eine  Fisch=  oder  Rohrnutzung  nachgewiesen
wüs,  sind  auf  einen  Ertrag  von  höchstens  zwei  Thalern  pro  Morgen  zu
schätzen.

VI.  Forstland.

K.  38.
Ausschließung  der  Forstnutzung.

Nach  näherer  Bestimmung  des  Landschaftsreglements  steht  dem  Besitzer
eines  zu  bepfandbriefenden  Gutes  frei,  zu  verlangen,  daß  der  ganze  Forst  oder
eine  genau  abgegrenzte  Parzelle  desselben  von  der  Verhaftung  für  die  Pandbriefschuld
  freigelassen  werde.

Liegt  ein  solcher  Antrag  vor,  so  unterbleibt  selbstredend  die  Abschätzung
der  Forstnutzung.

Wenn  aber  in  solchem  Falle  auf  dem  abzuschätzenden  Gute  eine  von  dem
Jobrgang  1859.  (Nr.  5042.)  21

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