Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1859. (50)

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aufgezogen  wird,  muß  Jeder,  welcher  mit  dem  Betriebe  irgend  einer  Fischerei
beschörrcht  ist,  sogleich  die  Segel  streichen,  oder  mit  dem  Rudern  einhalten;  auch
darf  er  nicht  früher  von  der  Stelle  weichen,  als  bis  er  dazu  Erlaubniß  erbalten
  hat.

Das  Letztere  gilt  gleichermaaßen,  wenn  er  bei  der  Eisfischerei  betroffen
und  von  Fischerer  obrfsichtsbemmeen  angerufen  wird.

G.  39.

Beim  Vordersteven  am  außeren  Backbord  und  beim  Hintersteoen  am
dußeren  Steuerbord  eines  jeden  Tucker-,  Zeesener-,  Zollner=  und  Quatzner=Kahns,
  üngleichen  jeder  sogenannten  Polte,  muß  der  Vor=  und  Zuname  und
der  Wohnort  des  Besitzers  mit  vertieften,  mit  weißer  Oelfarbe  eingestrichenen
Buchstaben  von  zwei  Zoll  Höhe  und  einem  viertel  Zoll  Stärke  eingeschnitten
  sein.

F.  40.

Die  Fischer  müssen  bei  Strafe  von  Einem  bis  zu  zehn  Thalern  und  bei
Vermeidung  der  Pfändung  die  von  ihnen  zum  Fischfange  ausgesetzten  Fischerzeuge,
  sofern  sie  sich  von  denselben  entfernen,  sowie  auch  die  unter  dem  Eise
ausßgesetzten  Netze  und  Angeln  mit  derjenigen  Nummer  versehen,  welche  der
Oberfischmeister  ihrem  Legitimationsscheine  beigefügt  hat  (F.  41.).

Trift=  oder  Treibnetze  müssen  außerdem  an  jedem  Ende  mit  einer  Boye,
und  Angelschnüre  mit  einer  Bake  versehen  sein.

K.  41.

Wer  Fischerei  betreibt,  muß  einen  Legitimationsschein  (Willzettel,  Fischzettel)
  bei  sich  führen  und  dem  Fischerei-Aufsichtsbeamten  auf  Verlangen
vorzeigen.

Der  Legitimationsschein  des  nicht  aus  eigenem  Rechte  Fischenden  muß
von  demjenigen,  der  die  Befugniß  dazu  ertheilt  hat,  ausgestellt,  und  von  dem
Oberfischmeister  mit  dem  Vermerke  der  erhaltenen  Kenntniß  und  mit  einer
Nummer  versehen  sein.

Demjenigen,  der  die  Fischerei  aus  eigenem  Rechte  betreibt,  wird  auf
bloße  Anmeldung  vom  Oberfischmeister  der  Legitimationsschein  ertheilt,  der
aber  auf  die  Beurtheilung  der  Berechtigung  im  Falle  eines  Streites  ohne
Einfluß  ist.

Diese  Legitimationsscheine,  deren  Ausstellung  kostenfrei  erfolgt,  und  die
Niemand  an  einen  Anderen  überlassen  darf,  sind  nur  für  die  Personen  und
deren  Leute,  die  Zeiträume,  die  Reviere,  die  Arten  und  Zahl  der  Fischergezeuge,
die  Zahl  der  Kähne  und  Böte  gültig,  auf  welche  sie  lauten.

Legitimationsscheine  zum  Betriebe  der  Fischerei  mit  dem  Aalspeere  haben
  nur  für  diejenigen  Personen  Gültigkeit,  auf  deren  Namen  dieselben  ausgestellt
  sind.

G.  42

Hinsichtlich  der  Befugnisse  der  Fischerei-Aufsichtsbeamten,  die  Ermitte-(Nr.
  5125.)  lung