Full text : Wegweiser für Ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege.

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Krankenpflegemitteln  („Margaretenspende“,  „Charlottenpflege“)
aufnuimmt.

3.  Ein  Krankenhaus  im  kleinen,,  d.  h.  ein  oder  zwei
Zimmer  für  Kranke,  die  sonst  keine  häusliche  Pflege  finden,  auch
für  solche,  die  wegen  Ansteckungsgefahr  isoliert  werden  müssen.

Ein  Zimmer  für  ganz  kleine  Kinder,  die  der
Fürstice  des  Hauses  überwiesen  werden  (Waisen,  verlassene,  uneheliche
  Kinder).

5.  Ein  Altersheim  für  sieche  und  alte  Leute,
für  die  weiter  keine  Unterkunft  in  Familie  oder  Anstalt  ist.  Das
oft  verrufene  Armenhaus  wird  hier  in  besserer  Art  ersetzt.

6.  Räume  für  Dienstboten  sind  einzurichten,  falls  die
Arbeit  der  Schwester  eine  so  umfangreiche  ist,  daß  sie  eine  besondere
Helferin  für  die  grobe  Arbeit  stets  zur  Verfügung  haben  muß.

7.  Ein  Kinderheim.  Die  kleinen,  noch  nicht  schulpflichtigen
  Kinder  des  Dorfes,  deren  Mütter  zur  Arbeit  gehen,  zu
sammeln,  ist  eine  Hauptaufgabe  des  Gemeindehauses,  cine  um
so  wichtigere,  als  bekanntlich  ein  großer  Teil  der  ländlichen  Brände
durch  das  mit  dem  Feuerzeug  spielende  kleine  Volk  entsteht.  Es
ist  ein  großer  Saal  für  die  Spiele  der  Kleinen,  möglichst  auch  eine
bedeckte  offene  Halle,  für  die  schöne  Jahreszeit  ein  Rasenplatz  in
Garten  oder  Hof  bereit  zu  stellen.  Neben  dem  Saale  befinde  sich
ein.  illßsdseir  für  die  nachmittägige  Ruhe  der  Kleinsten.

8.  Ein  Raum  für  die  Volksbibliothek.  Er  kann
zugleich  als  öffentliches  Lesezimmer,  auch  als  Schreibzimmer
dienen  und  ist  auszustatten  mit  Zeitungen,  Nachschlagewerken,
Karten,  und  mit  Bildern  zu  schmücken.

9.  Ein  Unterrichtssaal  für  die  Konfirmanden,  auch
von  der  Fortbildungsschule  zu  benutzen.  Dieser  Raum  kann  ferner
dienen  den  Jugendvereinen,  dem  Kirchenchor,  Gesangverein,  oder
anderen  dörflichen  Vereinen,  die  einen  edlen  Zweck  verfolgen.

10.  Ein  größerer  Saal  für  die  Familienabende
darf  nicht  fehlen,  eine  Bühne  mit  Nebenräumen  und  Garderobe
schließt  sich  an,  ein  Harmonium  ist  das  vornehmste  Ausstattungsstück.
  Der  Saal  kann  zugleich  der  Spielraum  des  Kinderheims.
sein,  ist  dann  durch  eine  Klapp=  oder  Schiebwand  in  zwei  Teile  zu
tien.  deren  kleinerer  zugleich  den  Schlafraum  der  Kinder  ausmacht.


11.  Ein  Turnsaal  mit  Geräten,  solche  auch  im  Freien.
b,roentnell  ist  der  große  Saal  dazu  einzurichten.
2.  Eine  große  Küche  mit  Nebenräumer  für  den
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  Kellerräume.  die  u.  a.  die  Waschküche  aufnehmen.
P6.  Eine  kleine  Badeanstalt  mit  Wannen-  und
Brausebad.
15.  Ein  Garten,  groß  genug,  um  die  ganze  Gemeinde  zu
einem  Feste  im  Freien  aufnehmen  zu  können.