50 Zweiter Zeitraum.
Klugheit einen festen Willen und trat mit äußerster Behutsamkeit, aber —
wo es sein mußte — auch mit der größten Verwegenheit auf. „Er glich
einem Künstler, dem seine Aufgabe sich entwickelt, indem er sie löst“; mit
welchem Geiste er sie aber erfaßte, zeigen seine eigenen Worte: „Ich will
in meinem fürstlichen Regimente stets eingedenk bleiben, daß es
nicht meine, sondern des Volkes Sache ist, die ich führe."
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Um den Kaiser nicht argwöhnisch zu machen, entließ der Kurfürst den
Grafen Schwarzenberg zunächst nicht, fragte ihn aber selten um Rat. Zum
Glück erlöste ihn der Tod bald von diesem lästigen Ratgeber. Friedrich
Wilhelm wollte vor allem Herr im eigenen Lande sein; deshalb befahl er,
die Truppen, die ihm bislang nur mittels Handschlags verpflichtet waren, zu
vereidigen. Nur der Kommandant von Küstrin, Konrad von Burgsdorf,
folgte dem Befehle; die übrigen weigerten sich, da sie dem Kaiser vereidigt