Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1917 (4)

Nr.  47.  1917.  315
Muster:  Heranziehung  der  Schuljugend  beiderlei  Gesshleche  zu  landwirtschaftr


 

 

 

 

lichen  Arbeiten.  „Datum.
Ort:  Parchim.
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3.  Diese  Listen  werden  in  den  Städten  von  den  Schulen  und  Jugendkompagnien
bis  zum  24.  März  für  die  kriegswirtschaftliche  Abteilung  der  zuständigen  Kreisbehorde
für  Volkzernährung  erbeten.

Jugendliche,  die  nicht  mehr  die  Schule  besuchen,  aber  noch  nicht  hilfsdienstpflichtig
sind  und  nicht  einer  Jugendkompagnie  angehören,  melden  sich  unmittelbar  bei  der
Vermittelungsstelle  ihres  Wohnsitzes  (Kriegswirtschaftliche  Abteilung  der  zuständigen
Kreisbehörde  für  Volksernährung).

Die  Vermittelungsstellen  stellen  durch  Umfrage  bis  zum  29.  März  fest,  wieviele
jugendliche  Arbeiter  (1.  12—14jährige,  2.  mehr  als  14jährige  Knaben,  Mädchen)  für
wie  lange,  in  welchen  Monaten  im  eigenen  Bezirk  voraussichtlich  gebraucht  werden.
Nach  Abzug  dieser  teilen  sie  den  etwaigen  Überschuß  der  für  auswärts  Verfügbaren  der
Kriegswirtschaftsstelle  des  Großherzoglichen  Ministeriums  des  Innern  mit,  der  sie  auch
etwaigen  Mehrbedarf  angeben.  Wer  seinen  voraussichtlichen  Bedarf  bis  zu  vorstehend
angegebenem  Zeitpunkt  nicht  anmeldet,  wird  auf  Gestellung  von  jugendlichen  Hilfskräften
  nicht  sicher  rechnen  können.

4.  Die  landwirtschaftlichen,  gärtnerischen  usw.  Betriebe  richten  ihre  Anfragen
Hristich  in  eiligen  Fällen  telegraphisch  oder  telephonisch,  an  die  Vermittelungsstelle
es  Arbeitsorts.

5.  Vor  Zuweisung  der  Arbeiter  erklären  die  Arbeitgeber  schriftlich  unter  Verwendung
  des  angeschlossenen  Formulars,  daß  sie  für  gute,  ausreichende  Verpflegung
und  Unterkunft,  die  sittliche  Gefährdung  ausschließt,  sorgen,  die  entstehenden  Reisekosten
vergüten,  auch  für  die  gesetzlichen  Versicherungsbeiträge  und  die  Haftpflichtversicherung
aufkommen  wollen,  endlich,  daß  andere  Arbeitskräfte  nicht  zu  beschaffen  waren.

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