Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1917 (4)

L  Nr.  53.  1917.

(Krm.  Kriegsamt.  Kr.  Ers.  u.  Arb.  Dep.  v.  22.  2.  17  Nr.  1072/2.  17.  AgBS.  16.)
Die  Entscheidung,  auf  welche  Weise  die  Schonung  der  letzten  Söhne  usw.  im  Einzelfalle
  zu  bewerkstelligen  ist,  bleibt  den  stellvertretenden  Generalkommandos  (im  Einvernehmen
  mit  den  mobilen  Kommandostellen)  überlassen.  Ein  Anspruch  auf
Rückversetzung  in  die  Heimat  besteht  nicht;  den  Schutzbestimmungen  des
Erlasses  wird  auch  durch  Verwendung  im  Felde  hinter  der  Front  an  weniger  gefahrdrohender
  Stelle  genügt.  Ausschlaggebend  sind  in  jedem  Falle  diemilitärischen
  Interessen.

(Krm.  Kriegsamt.  Kr.  Ers.  u.  Arb.  Dep.  v.  23.  2.  17  Nr.  1116/2.  17.  AB—.  16.)

Die  Schonung  der  „letzten  Söhne“  gemäß  Erlaß  vom  3.  Oktober  1916  —  Nr.-—
2240/9.  16.  Clb.  —  durch  Zurückziehung  aus  der  vordersten  Linie  in  eine  weniger  gefährdete
  Stelle  erfolgt  aus  dem  Motiv  der  tunlichsten  Erhaltung  jedes  Familienstammes,
die  als  Pflicht  der  Selbsterhaltung  der  Völker  ebensosehr  im  allgemeinen  Staatsinteresse
  wie  Familieninteresse  liegt.

Da  nach  dem  Bericht  des  Polizeikommissars  Kiel,  Revier  7,  Alfred  B.  der  einzige
noch  lebende  Sohn  des  Antragstellers  ist,  hat  der  Erlaß  grundsätzlich  auch  im  vorliegenden
  Falle  Anwendung  zu  finden.

Das  stellv.  Generalkommando  hat  in  dem  Falle  B.  die  Verwendung  hinter  der
Front  befürwortet.

Von  Seiten  des  stellv.  Generalkommandos.
Der  Chef  des  Stabes.

v.  Voß,  Oderstleutnant.

(2)  Bekanntmachung  vom  17.  März  1917,  betreffend  Verlängerung  der  Schußzeit
  für  Wildenten.

Die  nachstehende  Verordnung  des  Königlichen  stellvertretenden  Generalkommandos
  des  IX.  Armeekorps  zu  Altona  vom  15.  d.  Mts.,  betreffend  Verlängerung
  der  Schußzeit  für  Wildenten,  wird  hierdurch  zur  öffentlichen  Kenntnis
  gebracht.

Schwerin,  den  17.  März  1917.
Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministertum  des  Innern.
L.  v.  Meerheimb.

V.  Nr.  34  385/801.  Nr.  505.  Altona,  den  15.  März  1917.

verlängerung  der  Schußzeit  für  Wildenten.

Auf  Grund  des  §9  9  des  Gesetzes  über  den  Belagerungszustand  ordne  ich  hiermit
die  Verlängerung  der  Schußzeit  auf  Wildenten  mit  Ausnahme  der  Stock-,  Löffel-