Metadaten : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1849. (33)

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S.  6.

Durch  Vereinigung  mehrer  kleinen  Flurbezirke  können  entsprechende
Jagdpachtbezirke  gebildet  werden,  welchen  Falles  das  erlangte  Pachtgeld  im
Verhältniß  des  Areal-Bestandes,  zur  Vertheilung  an  die  Grundstücksbesitzer
(X.  2),  an  die  Gemeinde=  oder  Flurgenossen-Kassen  abgeliefert  wird.

Die  im  F.  3  benannten  Jaadberechtigten  können  die  ihnen  zustehende
Selbstnutzung  der  Jagd  auf  ihrem  in  oder  an  dem  betreffenden  Jagdbezirke
liegenden  Besitztbume  mit  in  die  Verpachtung  geben  und  nehmen  dann  nach
dem  Flächenverhaltnisse  entsprechenden  Antheil  an  dem  erlangten  gemeinschaftlichen
  Pachtgelde.

Ein  Gleiches  stehbt  den  im  §.  5  bezeichneten  Grundbesitzern  zu.

g.  7.

Jagdpachtverträge  lösen  sich  mit  dem  Tage,  wo  das  gegenwärtige  Gesetz
  in  Kraft  tritt  (.  1),  auf,  ohne  daß  dem  Verpachter  oder  dem  Pachter
Entschädigungsansprüche  deshalb  zustehen.

Erstreckt  sich  der  Pachtvertrag  zugleich  mit  auf  andere  Gegenstände,  so  bleibt
er  in  Beziehung  auf  diese  zwar  in  Kraft,  doch  ist  das  Pachtgeld  mit  Rücksicht
  auf  den  wegfallenden  Jagdpacht  von  obigem  Tage  an  verhältnißmäßig
herabzusetzen.  Macht  jedoch  in  solchem  Falle  das  Jagdrecht  den  Hauptgegenstand
  der  Pachtung  aus,  so  steht  dem  Pachter  frei,  mit  dem  gedachten  Tage
von  dem  ganzen  Pachtvertrage  abzugehen,  unter  der  Bedingung,  daß  er  dem
Verpachter  innerbalb  drei  Wochen  nach  erfolgter  Bekanntmachung  dieses  Gesetzes
  aufkündigt.

d.  8.

Allem  verpflichteten  Forst-Personal  steht  die  Befugniß  zu,  auf  Dienstwegen

  auch  durch  einen  fremden  Jaadbezirk  unverbundene  Gewehre  zu  tragen.

g.  9.

Mit  dem  Tage,  an  welchem  das  gegenwärtige  Gesetz  verbindliche  Kraft
erhalt  (§J.  1),  tritt  das  Wildschadengesetz  vom  19.  Januar  1819  außer  Geltung;
  dagegen  behalt  solche  fürerst  noch  dab  Jagdgesetz  vom  13.  April  1821
mit  Ausnahme  des  Punkt  1  im  §F.  8  und  des  §F.  11,  insoweit  es  nicht  schon
durch  das  Strafgesetzbuch  vom  5.  April  1839  aufgehoben  ist  und  durch  die
entgegenstehenden  Bestimmungen  des  gegenwärtigen  Gesetzes  abgeändert  wird.
Was  die  im  F.  3  des  Jagdgesetzes  vom  13.  April  1821  angeordnete  Hegezeit
  anlangt,  so  soll  dieselbe  auch  künftig  eingehalten  werden;  doch  soll  der

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