Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1857. (48)

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K.  8.

Die  von  den  Aktionairen  geleisteten  Theilzahlungen  werden  bis  zum
1.  Jannar  1858.  mit  fünf  Prozenkt  per  annum  verzinst.

g.  9.

Gehen  Aktien  oder  Interimsquittungen  oder  Talons  verloren,  oder  werden
  dieselben  vernichtet,  so  tritt  auf  Kosten  der  Betheiligten  das  den  gesetzlichen
Worschriften  entsprechende  Mortifikationsverfahren  ein,  welches  die  Direkrion
bei  der  kompetenten  Behörde  veranlaßt.

Nach  legal  ausgesprochener  Mortifikation  werden  neue  Aktien,  Interims-Quittungen
  oder  Talons  ausgefertigt.

In  Betreff  der  Dividendenscheine  findet  ein  Mortifiükationsverfahren  nicht
statt  und  wird  demjenigen,  welcher  den  Verlust  von  Oividendenscheinen  vor
Ablauf  der  Verjährungsfrist  bei  der  Gesellschaft  anmeldet  und  den  stattgehabten
  Besitz  durch  Vorzeigung  der  Aktien  oder  sonst  glaubhaft  darthut,  nach  Ablauf
  der  Verjährungsfrist  der  Betrag  der  angemelderen  und  bis  dahin  nicht
vorgekommenen  Diovidendenscheine  gegen  Quittung  ausgezahlt.

S.  10.

Alle  Aktionaire  haben,  sofern  es  sich  um  die  Erfüllung  ihrer  Verpflichtungen
  gegen  die  Gesellschaft  und  die  Erfüllung  der  Gesellschaftsverpflichtungen
gegen  sie  handelt,  ihr  Domizil  in  Mülheim  an  der  Ruhr.

Alle  Insinuationen  erfolgen  gültig  an  die  in  diesem  Domizilorte  vorhandene,
  von  dem  Aktionair  zu  bestimmende  Person  oder  in  dem  daselbst  gelegenen,
  von  dem  Aktionair  zu  bezeichnenden  Hause,  nach  Maaßgabe  der
§#.  20.  und  21.  Th.  I.  Titel  7.  der  Allgemeinen  Gerichts-Ordnung  und,  in
Ermangelung  der  Bestimmung  einer  Person  oder  eines  Hauses,  auf  dem  Sekretariate
  der  Königlichen  Kreisgerichts-Kommission  zu  Broich.

K.  11.

Ueber  den  Nominalwerth  der  Aktien  hinaus  ist  der  Aktionair  zu  Jahlungen
  nicht  verpflichtet,  den  einzigen  Fall  der  im  F.  6.  vorgesehenen  Konventionalstrafe
  ausgenommen.

F.  12.

Zu  Gesellschaftsblättern  werden  bestimmt:  der  Preußische  Staats-Anzeiger,
  die  Berliner  Börsenzeitung,  die  Nationalzeitung  und  die  Vossische  Zeitung
zu  Berlin,  das  Bremer  Handelsblatt,  die  Kölnische  Zeitung  und  die  Rheinund
  Ruhr-Zeitung.  Geht  eines  dieser  Blätter  ein,  so  genügt  die  WVeröffentlichung
  in  den  übrig  bleibenden  so  lange,  bis  die  nächste  Generalversammlung
ein  anderes  bestimmt  hat.

Die  Königliche  Regierung  ist  befugt,  die  Wahl  anderer  Gesellschaftsblätter
  zu  fordern  und  vorzuschreiben.  Jede  Wahl  eines  neuen  Gesellschaftsblattes
  muß  durch  das  Amtsblatt  derjenigen  Regierung,  in  deren  Bezirk  dasselbe
erscheint,  sowie  durch  das  Amtsblatt  der  Königlichen  Regierung  zu  Düsseldorf,
veröffentlicht  werden.  Titel

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