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stellungsart dieses Theologen in der That nur ein etwas angenehmerer
Weg zu dem cchauervollen Ziele war, welches Caltin
zum Merkzeichen seiner Partie gemacht hatte, so näherte
scch doch sein besonderer Sprachgebrauch in diesem Artikel den
Lutherischen Ausdrücken dem ersien Anschein nach so sehr,
daß einige der iederländischen Theologen zur Widerlegung
aufstanden. Ampraut gab zu, daß Gott beschlossen habe,
alle Menschen zu beseligen, daß er seinen Sohn für alle Menschen
dahingegeben habe, aber er liet den ewig gütigen eine
Bedingung beifügen, wodurch alle gegihene Hoffnung wieder
zeryichtet wurde. Nur denjenigen, welche glauben, sollte
diese große Besiimmung ewiger Wohlthaten zu statten kommen,
glauben aber könne niemand, als wem es Gott schenke,
und diese geschenkte unwiderstehliche Glaubensgnade sollte nicht
allgemein seyn.
Wenn nicht der ältere Spanheim und Andr. Rivet
gegen diesen ersten Berichtligungsversuch der Caloinischen Hypothesfe
so schnell aufgestanden wären, wenn nicht Ampraut
sogleich ein paar Sypnoden gegen sich gehabt härte, so würde
diese täuschende, Milderung der harten Prädesiinationslehre
vielleicht nur der ersie Schritt zur reinern Wahrheit gewesen
leyn. Aber ein Universaliste (so nannte man die Freunde der
Amyraldischen Meinung) schien ein verkappter Arminianer
oder Lutheraner zu seyn, und noch über zwanzig Jahre nach
dem ersten Erscheinen der Hauptschrift des Ampraut war die
Aufmerksamkeit der sirengern Calvinisten so eifersüchtig, daß
auch ein unvermerkter Versuch des gelehrten Jo. Daille und
Dav. Blondell nicht nur einen Sam. Maresius weckte, der
es für die gotteslästerlichste Lehre hielt, von einer allgemeiner
Gnade Gottes zu sprechen.