Contents : Reichs-Gesetzblatt. 1892. (26)

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C.  Zur  Anlage  B  (Zölle  bei  der  Einfuhr  in  die  Schweiz).

1.  Zu  Nr.  18.

Farblose,  gereinigte  (nicht  chemisch  reine)  Holzessigsäure  mit  brenzlichem
Geruch  ist  nach  Nr.  18b  zu  1  Franken  pro  100  Kilogramm  zu  verzollen.

2.  Zu  Nr.  22.

Stärke  in  Packeten  über  4  Kilogramm  Gewicht,  auch  mit  Angabe  der
Firma  und  Warenbezeichnung,  jedoch  ohne  Gebrauchsanweisung,  soll  zum
Zollsatze  von  1/25  Franken  zugelassen  werden.

3.  Zu  Nr.  63  und  64.

Als  Fournire  sind  zu  behandeln  und  daher  nach  Nr.  69  beziehungsweise  70
zu  verzollen:  dünngeschnittene  Bretter,  von  denen  wenigstens  vier,  wenn  aufeinandergelegt,
  der  Dicke  eines  Zentimeters  gleichkommen.

4.  Zu  Nr.  230  a  und  b.
Die  Einfuhr  von  Speiseessig  und  Essigsäure  wird  auf  die  schweizerischen
Hauptzollämter  Buchs,  Romanshorn,  Schaffhausen  Bahnhof,  Basel-Badischer
Bahnhof  und  Zentralbahnbof  beschränkt.

5.  Zu  Nr.  258.

Hopfen  in  hermetisch  verschlossenen  Metallzylindern  darf  ohne  zollamtliche
Revision  zum  Zollsatze  von  4  Franken  für  100  Kilogramm  eingeführt  werden,
unter  folgenden  Bedingungen:

1.  die  Sendungen  müssen  von  einem  zoll-  oder  steueramtlichen  Atteste
begleitet  sein,  welches  bescheinigt,  daß  der  Inhalt  der  Zylinder  wirklich
aus  Hopfen  besteht;

2.  die  betreffende  Amtsstelle  hat  die  Zylinder  unter  Verblleiung  zu  legen
oder  bei  Versendung  in  ganzen  Eisenbahnwagenladungen  letztere  mit
Zollverschluß  zu  versehen.

Sind  diese  Bedingungen  nicht  erfüllt,  so  kann  schweizerischerseits  von  jeder
unter  dieser  Bezeichnung  eingehenden  Sendung  behufs  zollamtlicher  Konstatirung
des  Inhalts  eine  Büchse  nach  freier  Wahl  geöffnet  werden.  Wird  die  Revision
nicht  gestattet,  so  hat  die  Verzollung  zum  höchsten  Zollsatze  zu  geschehen.

Bei  der  Einfuhr  von  Hopfen  in  Büchsen,  welche  mit  einer  Seitenöffnung
von  circa  6  bis  7  Zentimeter  Durchmesser  versehen  sind,  ist  behufs  der  Revision
die  Büchse  nicht  oben  zu  öffnen,  beziehungsweise  nicht  der  ganze  Deckel  wegzunehmen,
  sondern  es  hat  die  Revision  mittelst  der  seitlichen  Oeffnung  zu  geschehen,
die  mit  einer  messingenen  Kapsel  leicht  wieder  geschlossen  werden  kann.