Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1865. (42)

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1)  Die  Grundtaren  und  Lagergebühren  dürfen  nicht  höher  gestellt  werden,  als  bei  den
Badischen  Bahnen  im  Allgemeinen.
Allgemeine  Tarifermäßigungen,  welche  dem  Verkebr  auf  andern  Badischen  Bahnen
gewährt  werden,  sind  auch  vem  Verkehr  auf  der  Meckesheim-Jaxtfelder  Bahn  in
gleicher  Weise  zu  gewähren.
Zwischen  den  Angehörigen  der  drei  vertragschliefenden  Staaten  soll  weder  in  Ansehung
  der  Beförderungsweise  noch  binsschtlich  der  Abfertigung  ein  Unterschied  gemacht
  werden  und  die  aus  dem  Gebiet  des  einen  in  das  Gebiet  des  andern  Staates
übergehenden  Transporte  sollen  in  keiner  Weise  ungünstiger  behandelt  werden,  als
die  in  dem  betreffenden  Staate  verbleibenden.  «

Artikel  16.

Will  die  Königlich  Württembergische  oder  die  Großherzoglich  Hessische  Militärverwaltung
  zur  Beförderung  von  Truppen  nebst  deren  Material  und  Effecten  im  Dienste  von  der
Jaxtfeld-Meckesheimer  Eisenbahn  innerhalb  des  Württembergischen,  beziehungsweise  Heslischen
  Gebiets  Gebrauch  machen,  so  ist  die  Großherzoglich  Bavische  Betriebsverwaltung
verpflichtet,  nöthigenfalls  auch  außerordentliche  Fahrten  einzurichten.

Die  Königlich  Württembergische  und  die  Großberzoglich  Hessische  Milirärverwaltung  vergüten
  für  solche  Transporte  vie  gleichen  ermäßigten  Taxen,  um  welche  Württembergisches  Militär
auf  Württembergischen  —  und  Hessisches  Militär  auf  Hessischen  Bahnen  befördert  wird.

Einzelne  Militärpersonen  dagegen,  auch  wenn  sie  im  Dienste  reisen,  sowie  Militäreffecten
  ohne  Begleitung  von  Truppen  zahlen  die  volle  Taxe.

Andere  Militärtransporte  dürfen  auf  der  im  Königreich  Württemberg  und  Großberzogthum
  Hessen  befindlichen  Eisenbahnstrecke  ohne  Erlaubniß  der  betreffenden  Regierung  nicht
stattfinden.

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Artikel  17.

Jevem  der  contrahirenden  Staaten  bleibt  es  vorbehalten,  innerhalb  seines  Gebietes
Bahnen  mit  der  hier  vereinbarten  Bahn  in  unmittelbare  Verbindung  zu  setzen  over  setzen
zu  lassen.  g

Artikel  18.

Sollte  die  Königlich  Württembergische  oder  die  Großberzoglich  Hefsische  Regierung  die
Anlage  von  Staats=  oder  Vicinalstraßen,  Kanälen  oder  Eisenbahnen  anordnen  oder  genehmigen,
  welche  die  projectirte  Eisenbahn  krenzen,  so  kann  vie  Großherzoglich  Badische  Regie-