Aufiunier 100
ilr Ziel zu erreichen, geht am besten daraus
hervor, dahß an einem Tage außer den anderen
Truppen vier neue Divisionen auf einmal eingegriffen
haben, und die Größe ihrer Verluste
daraus, daß sie sich zu dem seltenen Schritt
genötigl gesehen haben, zur Beerdigung der Toten
um einen kurzen Wafsenstillstand zu bitten.
1 Die Russen in der Bukowina.
Budapest, 11. Juli. Die Gesamtoerluste
ber Russen bei den Kämpfen in der Bukowina
werden jetzt auf 85000 Mann geschätzt. Die
(Berölkerung leidet furchtbar unter der Rohlieit
der Russen, besonders infolge der Brandlegungen.
Lebensmittelmangel
in Nußland.
Wien, 11. Juli. Die russischen Blätter beschäftigen
sich eingehend mit der Gesahr einer
Hungersnot. Der Arzl und Abg. Godneo forderl,
daß die vegetarische Kost gesetzlich vorge-#chrieben
werde. Ein hier weilender schwedischer
(Journalist erzählte, daß er bei seinem jüngst
rerbrachten Ausenthalt in Petersburg Fleisch
weder gesehen, noch gegessen habe, sondern nur
Gemüse, Suppen und Mcohlspeisen. (J.)
—— "
1—
· Cadorn as „Siegeszug.“
Berlin, 11. Juli. Die „Vossische Zeilung“
laßts ich von ihrem Kriegeberichterilatter Eugen
Leuhoff aus dem l. und k. Kriegspressequarlier
melden: Wie wenig die maßlosen italienipen
Berichte über den gewaltigen „Siegeslauf“
nach der Frontverlürzung zwischen Eisch
und Brenta in Wirklichkeit entsprechen, zeigen
mit aller Deutlichleil die augenklicklichen
Kämpfe. Seit dem ersten Tag, da nach der
Rücknahme der l. und k. Front auf der Hochxbene
von Asiago und Arsiero die Italiener
zum Angriff vorgingen, sioßen sie wieder vergeblich
auf die gleiche Höllenlinie vor. Seit
drei Wochen schon sind diese Anistürme gegen
die Front jüdöstlich der Cimn Dieci im Gang,
ohne daß der Gegner vermoch! hätle, die mit
sfrhr starken Kräften verteidigte Höhenlinie niederzuringen.
Dabei ist zu bemerken, daß diese
Berge teilweise zum inneren Sperrgürtel von
Kliüago gehören. Nicht einmal diesen hat der
Gegner trotz seiner enormen Kraftentfaltung
Lieher wieder zu erobern vermocht. Hier schon
hot sein Vormarsch vorläufig aufgehört. Die
t. und k. Truppen kegegen nahmen seinerzeit
diese gleichen Höhen, obgleich sie sich starken,
in langer Arbeit angelegten Festungen gegenüber
sahen, in einem Anlauf.
## Kän#ei mm Delllties
Der russische Rüdzug in Persien.
LHaag, 11. Juni. Der Petersburger Korrxespondent
des „Daily Telegraph“ meldet, daß
die Russen in der Richtung von Bagdad etwa
130 Kilometer zurückgeagugen sind. Die Türken
haben augenscheinlich gegen die Russen das
ganze Heer, das für einen Einfall in Acgypten
bestimmt war, ins Feld geitellt, serner das
Aurkische Heer, das in Bulgarien stand und
schließlich eine Truppenmacht, die auf 130 000
(Mann geschätzt wird und die seinerzeit vor
Saloniki stand. Die Russen wären nicht so
vlötzlich diesem Drucke gewichen, wenn nicht
die übergroße Hitze, die jetzt in Mesopotamien
berrscht, die Kriegsoperationen unmöglich gemacht
hätte.
Perschieden Nachrichten.
Karlsruhe, 11. Juli. Die letzte Viehzählung
in Baden hat ein erfreuliches Ergebnis
gehabt, der Rindviehbestand hat weiter zugenommen
und der Schweinebestand hat sich um
insgesamt 22 000 Stück vermehrt.
Dresden, 11. Juli. Folgende originelle
Warnung hat der Pächter eines Wiesengrundstückes
in Chemnitz angebracht: „Wer in die
Wiese läuft, zertrilt Fleisch und Butter und unterstüggt
den Feind. Er wird gepfändet und bestraft,
entweder sofort mit ungebrannter Holzasche
oder durch Anzeige und Buße von 3 Mk.
fürs Rote Kreuz. Bei Felddiebstahl erfolgt
Strasantrag. Wer Hunde in die Wiese lausen
läßt, wird gleichfalls geahndei. Der Beljitzer.“
Wien, 11. Juli. Nach Blättermeldungen aus
Niener-Neustadt richtete eine Windhose gestern
nachmittags in der Vorstadt Josephsstadt grohe
Verheerungen an. Dächer, Häuser und Fakrikanlagen
wurden durch die Gewalt des Orkans
vollständig weggerissen. Einige leichtere
Gebäude wurden gänzlich weggefegt. Die Fenster
wurden zertrümmert und zahlreiche Personen
in die Luft geschleudert und piele verletzt.
iInsgesamt wurden 31 Personen getötet und
über 100 verletzt. *Qe·
„Budapest, 11. Juli. In Vascar Veszprener
Komitat (Ungarn) wurden infolge Unachtsamkeit
spielender Kinder durch einen Brand in
wenigen Stunden 32 Wohnhäuser samt Neben-
——. —
gebäuden eingeäschert. Die Kirche, die durch lnommen. Weiter wurde ein Gesetzentwurf über
den Brand sehr beschädigt wurde, mußte gesperrt
werden. * . . s
Die Ernteaussichten.
Berlin, 10. Juli. Das Kriegsernährungsamt
hat, wie Berliner Blätter berichten, Nachrichten
über den Stand der Ernte aus verschiedenen
Landesteilen eingezogen. Die Nachrichten
lauten weit überwiegend sehr günftig.
(Die im allgemeinen der Entwidlung der Feldfrüchte
vorteilhafte Wilterung hat die Nachleile,
die aus der Bestellung der Felder mit
unzureichenden Gespannen und Düngemitteln
hervorgehen. fast überrall wetigemacht. Die
Heu= und Klee-Ernte hat in den meisten Bezirken
reiche Erträgnisse ergeben. Sie ist zwar
durch Regengüsse aufgehalten worden, eine erheblicke
Schädigung der Beschaffenheit ist
aber dadurch, von einzelnen kleinen Bezirken
abgesehen, nicht eingelreten. Mit dem Schnitt
der Wintergerite ist schon begonnen worden.
Der Roggen lommt in wärmeren Bezjirken zur
Neise. Macht das Erntewetter leinen Strich
durch die Rechmung, so können wir mit Sicherheit
auf eine reichliche Mittelernte, jedenfalle
auf eine solche Ernte rechnen, die an Rauhsutter,
Brotgetreide und Futtergetreide erheblich
über die vorjährige Mißernte hinausgeht.
Sind erst die allernächsten Wochen, wo die
alten Vorräte nalurgemäß immer mehr zur
Reige gehen. überwunden, so kann auf eine
erhebliche B.serung der gesamten Versorgung
gerechnei werden. Am schwächsten wird auch
im neuen Erntejallre noch die Versorgung mit
Fleisch und Fell bleiben. Es sind aber alle
Vorlelrungen getrofsen worden, um durch
gleichmäßige Verteilung der vorhandenen
Fleischmengen die Verbraucher regelmäßig und
glatt versorgen zu können. Eine Herabsetzung
der Preise ist daneben selbstverstänolich
erwünscht und muß. wo es angeht, herbeigeführt
werden. Da es vor allem auf möglichste
Ausdelbnung der Erzeugung ankommt, muß in
der Preispolitik Vorsicht und besonders Steligleit
walten. Unbedentende Preisermäßiguna#n,
denen nachber notgedrungen wieder eine
Preisethöhung folgt, müssen unbedingt vermieden
werden.
Münchever Neuiakeilen
München. 11. Juli. Aus dem Krankenhaus
I. d. J. kommt die Mitteilung, daß dort die
älteste Frau Münchens, Frau Kordula Burger,
im Alter von 1061 Jahren entichlies. Die
Todesursache ist in der sortschreitenden Altersüchwäche
zu erbliden, die am 15. Juni die
Uebernahme ins Krankenhaus notwendig
machte. Alo Frau Burger am 11. Jannar
1910 öbhren 100. Geburtstag beging, gingen
ihr von allen Seiten, darunter vom Prinzregenten,
dem Justizministerium, eine Fülle von
[Aufmerksamkeilen zu. Papst Pius ließ damals
[Frau Burger ein geweihtes silbernes Kreuz
n#berreichen. Ein Vetter der Verstorbenen ist
Reichstagsabgeordneter Irl (Erding).
nünchen. 11. Juli. In der vergangenen
Nacht verschied der Privatier Johann Schwarz,
der nahezu 40 Jahre dem Münchener Gemeindetollegium.
darunter längere Zeit als dessen erster
Vorfland, angehörte und außerdem eine
Wahlpreriode lang Vertreter des Neichstagswahlkreises
München 1 und Mitglied der Kammer
der Abgeordneten war. Schwarz gehörte
auch bis zu seinem Hinscheiden dem Oberdayer.
Landrat an. Auf charitativem Gebiete hat er
Uesonders für die Ausbreitung der Ferienkolonien
gewirkt.
Kriegstogung des baner. Landiaas
HMünchen. 11. Juli. Die Kammer der Abgeordneten
machte am Dienstag so ziemiich
Schluß mit ihren Arbeiten. Zunächst wurde die
Frage des Sleuerzuschlages erledigt. Bekanntlich
hat die Kammer der Reichsräte zum Etat
der direkten Steuern lecchlossen. in das Finanzgesetz
solgende Bellimmung ausmuehmen: „Die
K. Slaatsregierung i#t ermächtigt, bei den Normalsteuerbeträgen
bis zu 1 Mark und in den
Steuerstusen 2 15 der Einkommensteuer den
die Normalfteuer nack dem Einkommiensteuergesetz
vom 12. August 1910 übersteigenden Betrag
außer Erhebung zu lasen.“ Der Finanzausschuß
der Abgeordnetenlammer hat hiem beschlossen,
dem Beschluß der Kammer der Reichsräte beizutreten,
jedoch der neuen Bestimmung folgende
Vorschrift anzufügen: „Die K. Staatsregierung
ist weiter ermächtigt, in den Steuerstusen
16—24 der Einkommensteuer, den die Normalsteuer
nach dem Einlommensteuergesetz vom 14.
August 1910 überfteigenden Betrag zur Hälfte
außer Eihebung zu lassen.“ Dieser Antrag wurde
heute von Abg. Dr. v. Casselmann begründet.
Anderseits begründete der soz. Abg. Dr.
Frhr. v. Haller seinen Antrag auf völlige Freilassung,
auch der Einkommensteuer, von 2100
lick 3000 Mark von den Zuschlägen. Die
Worte#: „Die Staatlsregierung ist ermächtigt“
sollen gestrichen werden, es solle damit festgesetzt
werden, daß die Regierung verpflichtet, nicht ermächtigt
sei, nach den Beschlüssen des Landtags
zu verfahren. Unter Ablehnung des soz. Antrages
wurde der Antrag des Ausschusses ange-
die Aenderung des Kriegszustandsgesezes in
der Pfalz, der von allen Parteien eingebracht
war, einstimmig angenommen. Ferner wurde
der in der letzten Sitzung zurüchgestellte soz.
Antrag zum Bergwerk Stockheim abgelehnt. Es
solgte noch die Interpellalion Gebhart über
die Verurteilung wegen geringfügigen Verfehlungen
gegen die Beflimmungen der Generalkommandos
usw. und über die dazu beantragte
Begnadigung. Der Jullizminister erwiderte in
seiner Antwort, daß die Staatsgewalt in die
Rechtsrflege nicht eingreisen lönne. Eine allgemeine
Begnadigung, wie sie die Interpellalion
wünsche, sei wohl ausgeschlossen. Bei Bemesfung.
Strafe würden alle Umstände genau erwogen.
Minister von Soden stellte ferner fest,
daß von schikanöser Behandlung keine Rede
sein könne. An die Stelle der Anzeigen sollte
mehr Belehrung treien. Schließlich vertagte
man sich auf Mittwochnachmittag, un dan den
Reil der Arbeiten zu erledigen und die Rüdäußerungen
der Kammer der Reichsräte enlgegenzunehmen.
4
Die Höchsspreise füe Obft
und Genüse.
München. 11. Juli.
Im Veirat für das Ernährungswesen beichäf
tigte man sich am 10. Juli mit den Höchttorei
sen fur Olst und Gemüse. Zunächst wurden
Mitteuungen über die Entwicklung des Kir
schenhandel# seit Erlaß der Höch#preisieslset:
zung hiefür gemach:t. Der Beirat gab der Meinung
Ausdruck, daß an den Bestimmungen
kleinerlei Aenderungen vorgenommen werden sol
len. Ete# wurde eine Sonderregelung für von
außerlaverischen Gebieten eingeführte Kilschen
nich! für zweckmäßig erachtet. Auf Anfrage aus
dem Beirat wurde bekanntgegeben, daß bereils
Erbebungen über den Bedarf der Kommualrerbände
an Obu und Gemüse im Gange find,
und daß die Großhändler veraulaß, werden.
ihre Lieferungsverträge der Baner. Landesstelle
für Loüst und Gemuse bekanntzugeben. Nach
Alschluß dieser Erhebungen lönne die Lindessielle
bei der Verteilung der bayerischen Ernte
an Obn und Gemüse auf die eimeinen Kommu
nalverbände mitwirken. Die Kommunalverb inde
sollen berechigt jein, sich jelbit zu rersorgen;
ihre Maßnahmen sind jedoch an die Zuttimmung
der Landesstelle gebunden. Von der Feistsennug
von Höchsipreisen für Frühzwelshgen
und Edelrflaumen (Mirabellen. Reincelanden)
wurde algeiehen, einmal. da es sich nicht um
ausgielige Mengen handle, sodann weil biese
Arten nicht ale Vollsob# anzusprechen sind.
Die Bestimmung von Höckstpreisen für ip#e
zZwetschgen und für Bauern-Pflaumen soll
rorbehalten bieiben, bis die Erhebungen über
die Ernte und die Einfuhr aus Nackhbargebicte-.
algeschlossen sind, somie bis gellärt #t, ob
Höchstpreise für das Reichsgeliet erlaisen werden.
Das gleiche gilt für zwiebeln. HöchUpresse
fur frische Pilze wurden nicht für angängig erachlet,
weil die Arten zu rerschieden sind, weil
imerhalb derselben Art die Qualität der Ware
zu ungleich ist und die große Masse des Volles
in der Regel Pilze nicht kauft, sondern selbit
sucht. Hinsichtlich der Frülkartoffeln herrschte
Uebereinstimmung, daß die Beteiligung des
Kieinhandels für den Auflauf beibehalien wer
den soll, und einer Verbrauchsregelung für
Karlosfeln erst in einiger Zeit näbergelreten
werden kann. Eine Herabf#etzung der Höôh#preise
für Frühkartoffeln in dringend angezeigl, sie
wird demnächit durch das Kriegsernährungsamt
in Berlin erfolgen. Dara schloß sich die Erörterung
über Maßnalmen fur die Preiwelbeer=:ernte.
Es bestand Uoebereinstimmung über die
Höhe der setmee den Preise, über Pflücktermine,
samie daruber. daß das Kiumen
und Rüffeln nicht zugelassen werden sie. Die
Vorschristen hierüler werden in kurte: Zeit erlassen
werden.
Auch im Magistrat der Sadt München leschäfligte
man sich mit der aleichen Frage. Dort
wurde bekantgegeben: Die Festsetzung der
Höchstpreife für Kirschen auf 30 und 33 Pfg.
#lro Piund Ut für München U#zwixkt. daß die
Süßlirschen vom. Maikt völlig verschwunden
sind. Sachlenner erllären, daß um diesen Preis
bei nur 8 Pfg. Spannung für Groß-- p. Kleinhandel
Kirschen nach München nicht mehr gebracht
werden können. Baden hat Ausfuhrverlot;
in Württemberg in der Gesiehungspreis
4% Pfg. Die bay-r. Kirscheuproduktion (Frankken
und Lindau) sind nicht ergiebig genug für
den Bedarf. Im Frieden war München von
Italien und Tirol verjorgt. Diese Erjahrungen
habe#ndie gemeindlichen Stellen bisher veranlaßt,
von einer Obstpreiefestietzung fir den
Münchener Markt abzusehen. Der Magistrat
ersucht die Staatsregierung, bei Regelung und
Festsetzung der Okstpreise die Stadt München
rom Erlaß örtlicher oder von der Gellung der
Landeshöchstpreise zu entbinden. Die Kontrollorganisation
wird dafür sorgen, daß Auswüchse
des Handels tunlichst hinlangehalten werden.
Ein weiterer Magistratsbeschluß ersucht aus den
gleichen Erwägungen die Staatsregierung, auch
lbeim Gemüse die Stadtgemeinde vom Erlaß
von Höchstpreisen zu entbinden.
v 1
Donnerstag, 13. Juli 1916
Bayerische Nacheschlen.
Dinkelsbühl. 11. Juli. Der Stadtmagistrat
hat den Voranschlag der Kämmerefkasse
mit je 247 447.86 Mark Einnahmen und Ausgaben
ausgesellt. Das Gemeindekollegium hat
in seiner Sigung vom 4. Juli den Voranschlag
nach den Ansätzen des Magistrats geprüft
und genehmigt. Bei einem Umlagen-Steuersol!
von 53 658 Mark wurde zur Dekkung
des Fehlbetrages von 86 000 Mark uner
Annahme von 4400 Mark Nachlässen eine
Gemeindeumlage von 1605 Prozent der Staats-Lteuer
beschlossen.
Bamberg. 11. Juli. Die K. Reglerung von
Oberfranten weist in einem amtlichen Erlaß auf
die großen Schwierigkeiten hin, die die Beschaf
fung von Schlachtvieh fur die Zivilbevollerung
ereiten Die Landwirte wollen trotz der hohen
Vielpreie ihr schlachtreise: Vieh nicht abgeben.
Aebnliches wird auch aud Niedertayern gemel
det.
Grenzlaude.
Uufstein, 11. Juli. Die Kasseekarte ist am
9. Juli in Tirol und Vorarlberg in Kraft ge
treien. Wie schon mietgele'lt. darf von nun ai-Kaffee
an unminelbare Verbraucher nur mehrt
gegen Abgabe der ent'prechenden Zahl von Ab
schnitten algegeben merden. Für die Verkläufer
#ron Kassee gelten die Kafseekartenabichnitte
ale Auswei fü- den nech'iiten Bezug von Kaffe-.
Kinder unter 4 Jahren erhalten teine Kaffeekar
len. Die Kaffeckarte gilt für 3 Wocken und
für den Bemg von einem Viertel Kilo gebrann
ten Kaffee für di: Person.
Innsbruck. 11. Juli. Genern mitlegs wur
de der Tiroler Literat Anmton Dörrer von der
biesigen Unireriität zum Doktor der Philosophie
promoriert. Dr. Amon Dörrer hat sich schorn
früh einen Namen gemacht durch seine erfolg
reiche Erneuerung der Erler Passionsspiele, dsa
wie durck seine melrfach aufgelegten Bücher
uler die Tiroler Volkoschaufrifle Andr. Hofer
im Drama. Karl Domanig. die lirolische Litera
lur al 1303 usm. Derzeit Fähnrich eines önerr.
Feldjägert alaillons, siehn er seit Zahresfrift an
der ttaliensicken Fron. Eine Sammlung seiner
Feldkrriese gibt soeben der rheinichhe Literarhisto
riler Jolames Mumbauer in Hausers Volklücherei
(Saarleuis, hberaus.
Sayerisches Oberland
SSchtenau, 12. Juli. Im Milltärlazaret:
Munchen 5 nach saft meijahr. Krankheit
der Jufanterin Joselbh Purainer von Söch
tenau. Der Verftorlene is ein Sohn der Tag
löhnersfamilie Purainer, von welcher beranntlichlei
Kriegebegien alle feis Söhne zu den Fah
nen gerufen wurden. wei davon harer schon
den Heldentod furs Malerland erlinen, zwei
weilere Brüder wurden verwundet. Nur der al
teste der leck Beuder. deisen Brust das Ver
dieniukreuz und die gollene Tar #erkeitemedailir
ziert, befindet sicz noch bei seinem Truppenteil.
mit dem er vor zwei Jahren ins Feld gezeogen ist.
Fischbach. 11. Juli. Ju Nr. 27 des „Ober
audorfer Ameigers“ vom 1. Juli laufenden
Jahres fleht ein Artikel, der die Vewohner
Fischbachs zum öffenllichen Einspruch veranlaßt.
Der Ari#kelschreib. offenbar aus Ober
Sudorf, behandelt die Frage der Buttervorjorgung
und findel es lomisch. daß die Bauern
vom großen Verg. Gemeinde Niederaudorf.
Butter nach Rorenkeim und noch weiter schikken,
während, wie er meint, das (Hhute doch so
nahe liege, nämlich in Okberaudorf, wohin die
Lieferung zu erfolgen häme. Demgegenüber
möckhten die Bewolner Fischbache melden, daß
Fisckbach ein Teil der Gemeinde Niederaudorf
iit unid daß die S###werarbeiter des Kalkwer
bhes Fisch bach schon lang't vergeblich um Butler
und Schman belneln. Näher also als das
.Gute“ in Oberraudorf läge in diesem Falie
für die Burterl eferamen in Niederaudorf die
Veriorgung ibrer eigenen Gemenndeglieder, Wir
Tinen also den Oerru Gemeindevater, nach dem
Reckten zu sehen; wir bitten in der Butterver
sorgung um meb#r Gerechtigkeit wie bei der
(Petroleum= und Kleieverteilung, wobei wir
Fischbacher ganz übersellen wurden. Der
Spruch: „Ham eh taum für Bergbauern
H’langt“, paßt diesesmal nock weniger als Entschuldigung
wie damale, und daß wir in solck,
ungunstiger geographücher Lage sind, dafürr
tönnen ja wir nichts. ·
Endorf, 11. Juli. Die Villa des Herrn
Karl Maier dahier giug durch Kauf in den
Besitz des Herrn Viellhändlers Heinrich Vogl
bhier über. Früherer Beiitger war Herr Vorder.
mayer aus Rosenheim.
Prien, 11. Juli. Hier werden an den
Schultagen 100 Kinder mit Suppen unentgelt
lich versorgt; in die Kofslen teilen sich der
Frauenverein Prien vom Roten Kreuz und die
örtliche RKriegsfursorge unter Leitung des HH.
Varrere. Die saoisnshenee für die Suppenanflalt
und andere W. hliah.### -
gen 300 Mark. "lot ! - erne: mun
nur
9
— [