86 Nahrungsmittel.
Nach Bunge ist der Eisen= und Kalkgehalt unserer Nahrungsmittel
ein sehr verschiedener. So enthalten 100 gr Trockensubstanz Milligramm:
Kall Eisen Kall Eisen
Honig 6,7 1,2 Pflaumen 166 —
Rindfleisch 29 17 Eidotter 380 10—24
Trauben 60 5,6 Feigen 400 4,0
Grahambrot 77 5,6 Erdbeere 483 8—9
Kartoffel 100 6,4 Kuhmilch 1510 2,3
Datteln 108 2,1
Der physiologische Chemiker Hensel war der erste, welcher die Bedentung
der Mineralien für den tierischen Organismus erkannte; Dr. Lahmann baute
weiter. Sie unterscheiden sich unter anderem auch dadurch, daß Hensel Salze,
dem Mineralreich entnommen, zum Genuß empfiehlt, während Dr. Lahmann
nur organische Verbindungen der Salze für verwendbar hält. Deswegen gibt
Hensel seinen Patienten ein mineralisches weißes Pulver als „physiologischen
Speisezusatz“", während Lahmann seinen „Nährsalzextrakt“, an organische
Stoffe gebunden, als branne zähe Masse, verschlossen verabreicht.
Eine nähere Begründung und Ausführung ihrer Grundsätze wäre von
größtem Interesse, allein sie würde uns hier zu weit führen.
Unseren denkenden Leserinnen empfehlen wir dringend, gerade
das Kapitel über Nährsalze ernsthaft zu studieren, weil es grundlegend
ist und sein Verständnis die Hausfranen befähigt, besser
für richtige Ernährung ihrer Familie zu sorgen. Würden sie
wissen, warum sie dies oder jenes tun oder unterlassen sollen,
welche Bedentung und Rückwirkung auf Geist und Körper eine
falsch zusammengesetzte Nahrung hat, dann erschiene ihnen keine
Mühe zu groß, Lücken in ihren Kenntnissen auszufällen oder
erkannte Vorurteile zu beseitigen. Wer sich gründlicher belehren
will, dem seien die Schriften von Heinrich Bauernfeind, Kommissionsverlag
Karl Kertze in Leipzig, empfohlen. Alle in unserem Kapitel
über Ernährung in Frage kommenden Punkte sind von diesem Schriftsteller
eingehend und geschickt besprochen.
Höchst wertvoll durch ihren Phosphorsäuregehalt sind die Walnuß
und die Kakaobohnez: jene besitzt in ihrem Nährsalzgemenge beinahe 44%
dieses Stoffes, der Kakao 39%. Auch der Blumenkohl ist zu erwähnen, und
es ist gewiß nicht uninteressant, zu erinnein, daß die Walnuß und der
Blumenkohl sich ähneln in ihren Gebilden, aber auch der Gehirnmasse und
deren Umhüllung. Das Großhirn hat dieselben darmartigen Windungen,
die auch die genannte Nuß besitzt.
Gewöhnlich streift man von dem Walnußkern die Haut ab, weil sie bitter
schmeckt, doch enthält diese die meisten Nährsalze. Ebenso macht man es mit den