Der Verbrauch der Kohle soll möglichst nahe der
Erzeugungsstelle erfolgen.
Der Transport der Kohle soll möglichst auf den
Hauptverkehrslinten der Eisenbahnen stattfinden,
da hier die besten Transportmöglichkeiten und
Gelegenhelten vorhanden sind.
Der Transport der Kohle soll mögllchst in klar
bezeichneten Richtungen, wie von Norden nach
Süden, von Norden nach Südost, von Osten nach
Westen usw., ausgeführt werden.
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Ein Bezirk, ber weniger Kohle produzkert, als
für seine Bedürfnisse ausreichend sind, darf keine
Kohle an anbere Bezirke abgeben; dagegen darf
ein Bezirk, der mehr Kohle ergibt, als er benötigt,
seinen Ueberschuß verteilen, aber nur unter die
angrenzenden Bezirke.
Deiese letzte Bestimmung ist indessen solgender Einlchränkung
unterworfen: Wo eine befondere Sorte Kohle
für besondere Zwecke benötigt wird, so für Gaserzeugung,
Bergwerke oder Fabriken, müssen besondere Zertifikate
für dle Lleferung nachgesucht werden; fehlen solche Zertlfikate,
so bürfen Kohlengruben, Agenten und Händler
diese besonberen Kohlenforten nicht an deren Verbraucher
liefern.
Die Durchf#hrung dieses Programms wird baburch
erlelchkert, daß sämtliche britische Kohlenbergwerke berelts
leit längerer Zelt unter staatlicher Verwaltung stehen.
Elsaß-Lothringens wirtschaftliche
Sugehsrigkest zum Deutschen Resch.
Ein neutrales Ketail.
Die schwedische Jestung „Astonbladet“ vom 18. Jull
1917 schrelbt- 1
„Während der 46 Jahre seiner Zugehörigkelt zu
Deutschland ist das wirtschaftliche Leben der Reichslande
vom Deutschen Reiche abhängig geworden, so daß ihr
Uebergang an Frankreich eine völllge Umwälzung der
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Volkswirtschaft bebingen würde. Am wirtschaftliche Katastrophen
zu vermeiden, wäre der französische Staat gezwungen,
starke Lasten auf sich zu nehmen, für die er nach
dem Krlege kaum die nötigen Mittel flüssig haben dürfte.
Für die Texkilindustrie z. B. wäre der Verlust des
deutschen Marktes, der mit Elsaß-Lothringens Lebergang
an Frankreich verbunden wäre, gleichbebeutenb mit ihrem
Untergange. Die in dieser Industrie Tätigen wünschen
aber sicherlich nicht von ihren Daseinsbedingungen „befreit“
zu werden. Der Weinbau ist mit selnen Lebensinteressen
ebenfalls an Deutschland gebunden. Von
Deutschland getrennt, würde Elsaß-Lothringen seinen
Wein selbst gebrauchen müssen, ein Ding der Anmöglichkeit.
Ganz ähnlich steht es mit dem Tabakbau, mit der
Landwirtschaft, mit Handel und Industrie und besonders
mit der Kohlen- und Erzerzeugung usw. Auch den
Kapitalmarkt darf man nicht vergessen. Aus allem ist ersichtlich,
baß Elsaß-Lothringens wirtschaftliches Wohl und
Wehe eng mit Deutschlands Wirtschaftsleben verbunden
ist. Daher ist es ganz natürlich, daß selbst Leute, die starl
mit Frankreich spmpathisieren, nicht geneigt sind, sich dem
französischen Staatskörper einverleiben zu lassen. Kapital,
Industrie unb Handel stehen auf dem Stanbpunkt,
daß die versprochene „Befrelung“ den Ruln, den Untergang
bedeuten würde. Man darf also bezweifeln, daß
Elfaß-Lothringen ernstlich wünschen sollte, Frankreich einverleibt
zu werden — gar nicht davon zu reden, baß nach
den unerbörten Leiben des Krieges der Segen einer solchen
Einverlesbung als recht zweifelhaft betrachtet werden
mücßte.“ "
*Englands Kriegsgrund
In der Londoner „Juftsee“ vom 7. Junf sagt
Sozsalist Connell: „NRur eln Tor kann glauden, daß
land in den Krieg ging, um die Unbill an Bel
rächen, und selbst ein Tor muß durch die Rede Carsons
darüber aufgeklärt worden sein. Wir sind ku blesen Krieg
gegangen, um Deusschlands Handel zu zerschmettern.
Das Ergebnis des Krieges für England wird die Verlängerung
der Lebensbauer des englischen Kapitals um
fünfzig Jahre seln.“ "
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Druck: Linden-Druckerel u. Verlags-Ges. m. v. H., Berlin N. 8.