Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1891. (25)

VII
Artikel  3.  

Von  den  im  §.  33  aufgeführten  Meßrahmen  für  Brennholz  werden  diejenigen
  von  ¼  Quadratmeter  Rahmenfläche  zur  Aichung  nur  noch  bis  zum
31.  Dezember  1892  zugelassen.

Artikel  4.

Zur  Ausmessung  von  nicht  mehr  als  ½  Meter  langem,  dicht  gepackten
Spaltholz  werden  hölzerne  oder  eiserne  Meßrahmen  zugelassen,  deren  lichte  Rahmenfläche
  ⅟50,  ⅟20,  ⅟10  und  ⅕  Quadratmeter  beträgt.  Dieselben  sollen,  wie  folgt,

beschaffen
1.

sein:

Die  Rahmen  sind  nur  zur  Messung  der  von  den  Stirnflächen  des  zu
messenden  Holzes  eingenommenen  Fläche  bestimmt.  Die  Rahmenflächen
sollen  Rechtecke  sein,  deren  längere  Seite  die  Grundlinie  bildet.  Die
Fläche  von  ⅟50  Quadratmeter  soll  durch  ein  Rechteck  von  10 ×  20  Centimeter,
  diejenige  von  ⅟20  Quadratmeter  durch  ein  solches  von  20  ×  25
Centimeter,  diejenige  von  ⅟10  Quadratmeter  durch  ein  solches  von
25  ×  40  Centimeter,  diejenige  von  ⅕  Quadratmeter  durch  ein  solches  von
40  ×  50  Centimeter  dargestellt  werden,  gemessen  im  Lichten  der  Rahmen.

2. Die  Rahmenflächen  sollen  lediglich  durch  fest  mit  einander  verbundene

hölzerne  oder  eiserne  Pfosten,  oder  durch  ebensolche  Bretter  begrenzt
sein,  und  zwar  nur  durch  den  unteren  und  die  beiden  Seitenrahmen
unter  Wegfall  des  vierten  oberen  Rahmenstückes.

3. Eine  Verbindung  mehrerer  Rahmenflächen  zu  einem  zusammenhängenden

Gestell  ist  nur  zulässig,  wenn  die  Rahmen  nebeneinander,  nicht  übereinander
  verbunden  sind.

4. Die  Rahmen  müssen  fest  aufstellbar  sein  und  dem  Holz  eine  Auflagerungsfläche
  von  mindestens  20  Centimeter  Breite  bieten.

5. Die  Bezeichnung  geschieht  durch  Angabe  des  Flächeninhalts  in  Quadratmeter

  auf  dem  unteren  waagerechten  Rahmenstücke,  und  zwar  mit
„Quadratmeter“  oder  mit  qm.

6. Die  im  Mehr  oder  Minder  zuzulassenden  Fehler  der  Rahmenseiten  von

mehr  als  10  Centimeter  Länge  dürfen  höchstens  ⅟100  der  Solllänge,  bei
10  Centimeter  Länge  höchstens  2  Millimeter  betragen.

7. Die  Stempelung  erfolgt  neben  der  Bezeichnung  und  an  den  oberen

Enden  der  Seitenrahmen.

Für  die  Ausführung  der  Stempelung  und  der  Bezeichnung  gelten
die  im  §.  34  der  Aichordnung  gegebenen  Vorschriften.  
8. Für  die  Prüfung  und  Stempelung  der  vorgedachten  Meßrahmen  von
⅟50  bis  ⅕  Quadratmeter  Rahmenfläche  werden  folgende  Gebühren  festgesetzt:


1.  Für  die  Aichung        15  Pf.
2.  Für  Prüfung  ohne  Stempelig  5 ₰
3.  Für  Aufbringung  der  Bezeichung  10 ₰

Artikel  5.

An  die  Stelle  der  Festsetzungen  unter  1  der  Aichgebühren-Taxe  tritt  vom
1.  Januar  1892  ab  Nachfolgendes: