Volltext : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1831. (8)

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a)  ob  und  welche  höhere  Freiheits-Strafen  er  schon  früher  und  wegen  welcher
Verbrechen  er  solche  erstanden  habe;  ·

b)  ob  nach  den  waͤhrend  der  Untersuchung  gemachten  Wahrnehmungen,  die  eintretenden
  Falls  kurz  anzugeben  sind,  auf  den  Verurtheilten  ein  besonderes
Augenmerk  in  der  Straf-Anstalt  zu  halten  sey;

c)  ob  und  aus  welchen  Gründen  seiner  unverweilten  Einlieferung  Hindernisse  entgegenstehen.

g.  5.
Sobald  die  Einlieferung  eines  Verurtheilten  geschehen,  hat  die  Verwaltung  der
Straf-Anstalt  der  exkennenden  Behoͤrde  hievon  Nachricht  zu  ertheilen.

K.  6.

Wäre  zur  Zeit  der  Einlieferung  die  Mittheilung  des  Straf-Erkenntnisses  (.  1)
bei  der  Verwaltung  der  Straf-Anstalt  noch  nicht  eingetroffen,  so  ist  bei  der  Anzeige
  von  der  erfolgten  Einlieferung  (F.  5)  die  erkennende  Behörde  hierauf  aufmerksam
  zu  machen.

K.  7.

Sollte  dagegen  die  Einlieferung  vierzehn  Tage  nach  dem  Eingange  des  Straf-Erkenntnisses
  bei  der  Verwaltung  nicht  erfolgt  seyn,  so  ist  der  Name  des  Auzgebliebenen
  in  die  Ausstands-Liste  einzutragen,  es  wäre  denn,  daß  bei  Mittheilung  des
Straf-Erkenntnisses  auf  ein  der  Vollziehung  im  Wege  stehendes  Hinderniß  CK.  4,
Lit,  c)  hingewiesen  worden  wäre,  welchen  Falls  der  Eintrag  in  die  Liste  erst  dann  geschieht,
  wenn  die  Einlieferung  vierzehn  Tage  nach  Beseitigung  des  Hindernisses  nicht
bewirkt  worden  wäre.

K.  8.

Die  berührte  Ausstands-Liste  wird  nach  dem  angeschlossenen  Formuler,  1%  je
auf  ein  Jahr  und  in  eben  so  vielen  Exemplaren  angelegt,  als  es  der  erkennenden
Behörden  sind,  welche  Verurtheilungen  in  die  betreffende  Straf-  Anstalt  ausgesprochen
haben.  E—

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