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beschäftigt werden, und die Dauer ihrer durch eine Pause nicht unterbrochenen
Arbeitszeit am Vor= und Nachmittage je vier Stunden nicht
übersteigt.
Artikel 13.
Der letzte Absatz des §. 138 a der Gewerbeordnung erhält folgende Fassung :
Die untere Verwaltungsbehörde kann die Beschäftigung von
Arbeiterinnen über sechzehn Jahre , welche kein Hauswesen zu besorgen
haben und eine Fortbildungsschule nicht besuchen, bei den im §. 105 c
Abs. 1 unter Ziffer 3 und 4 bezeichneten Arbeiten an Sonnabenden
und Vorabenden von Festtagen Nachmittags nach fünfeinhalb Uhr,
jedoch nicht über achteinhalb Uhr Abends hinaus gestatten. Die Erlaubniß
ist schriftlich zu ertheilen. Eine Abschrift derselben ist in den
Fabrikräumen, in welchen die Arbeiterinnen beschäftigt werden, an einer
in die Augen fallenden Stelle auszuhängen.
Artikel 14.
I. Hinter §. 139 b der Gewerbeordnung wird eingeschaltet :
VI. Gehülfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen
Verkaufsstellen.
§. 139 c.
In offenen Verkaufsstellen und den dazu gehörenden Schreibstuben
(Komtore) und Lagerräumen ist den Gehülfen, Lehrlingen und Arbeitern
nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit
von mindestens zehn Stunden zu gewähren.
In Gemeinden, welche nach der jeweilig letzten Volkszählung mehr
als zwanzigtausend Einwohner haben, muß die Ruhezeit in offenen Verkaufsstellen,
in denen zwei oder mehr Gehülfen und Lehrlinge beschäftigt
werden, für diese mindestens elf Stunden betragen; für kleinere Ortschaften
kann diese Ruhezeit durch Ortsstatut vorgeschrieben werden.
Innerhalb der Arbeitszeit muß den Gehülfen, Lehrlingen und
Arbeitern eine angemessene Mittagspause gewährt werden. Für Gehülfen,
Lehrlinge und Arbeiter, die ihre Hauptmahlzeit außerhalb des
die Verkaufsstelle enthaltenden Gebäudes einnehmen, muß diese Pause
mindestens ein und eine halbe Stunde betragen.
§. 139 d.
Die Bestimmungen des §. 139 c finden keine Anwendung
1. auf Arbeiten, die zur Verhütung des Verderbens von Waaren
unverzüglich vorgenommen werden müssen,
2. für die Aufnahme der gesetzlich vorgeschriebenen Inventur sowie
bei Neueinrichtungen und Umzügen,
3. außerdem an jährlich höchstens dreißig von der Ortspolizeibehörde
allgemein oder für einzelne Geschäftszweige zu bestimmenden Tagen.