Uuser 30o0
En Ausdruc. eine Wiederholung solch skanda-—
V sicherheitsgefährlicher Vorgänge zu
im. Es wurde beschlossen, ole militärische
Sthem. E. rur namentlich in der bevorstehenden
Sylvesternacht bedeutend zu dereoe
und nachdrucklichst unter Strafandrohung vor
Uebertretungen zu warnen. Die Hausbesiher u.
———“— — werden aufgefordert, oie
leibehörden in der Bekämpfung oes Unsuges
zu unterstützen und die nächtlichen Ruhestörer
im Betretungsfalle zur Anziige zu bringen.
Volksrat Geistaller erklärt namens des
Sozgialdemokratischen Vereins und der Gewerl.
n, daß diese Organisationen derartige Auseitungen
mit aller Entschiecenheit verurteilen.
Bebauerlich sei, daß solche Vorkommnisse zu p.
Zwecken ausgenützt werden. Der V.
und S.-Nat müsse hier energisch Wandel schaffen.
Im Zusammenhang mit dieser Debatte wurde
von den Mitgliedern des Volksrates sowohl als
den Soldatenräten in khrer Gesamtheit lebhaft
Aage geführt über die Person und das Gebaren
d#es Eoldatenratsvorsitzenden Kopp, der von
v#eshierenen Rednern als Anhänger ver
Spartakusgruppe bezeichnet wird. Kopp
sei nicht Mitglieo der Sozialdemokralie, ja, er
gehöre nicht einmal der Organisalion der Unabhängigen
an, verfüge jedoch üb· grobe Gelomittel,
deren Herkumt sehr dunkel sei. Wegen
s sportmäßigen Automobilfahrens und
####t Vorgänge sei er wiederholt vom V.= u.
SKat zur Ordnung verwiesen morden. Neuerdings
habe er das Automobil des V.= und S.=Rates
zu Lustfahrten nach München und zur
—m zu nächtlichen Tanzvergnügungen in der
nierung benutzt. Nach der einmütigen Andes
V.= und S.-Rates müssen die Ausitungen
dieses Herrn und sein großspuriges
ftreten die Sache der Revolution schwer schädigen,
da sie zu Unrecht dem V.= und S.-Rat
in. die Schuhe geschoben werden, der sie auf das
chärfste verurteile. Ein bürgerliches Mitglied
s Volksrates führte in der Debatte aus, daß
er es abiehnen müsse, mit dem Soldatenrat
weiter zusammen zu arbeiten, wenn dieser seinen
Vorsitzenden nicht in den richtigen Schranlen
u palden vermüöge. Verschiedene Soldatenräte
bellagen sich sehr, daß es nicht möglich, sei, die
PTerson des Herrn Kopp loszubelommen, dessen
enehmen auch sie auf das entschiedenste verurteilen.
Kopp habe es verslanden, sich bei der
3. Kompanie des Garnisonsbataillons einen
großen Anhang zu verschaffen, so daß es nicht
ausgeschlossen ill, daß es bei einem entschiedenen
Vorgehen gegen ihn zu sehr unliebsamen
Srltlv kommt. Diese Anhänger
opps haben sich bei einer Zecherei in einem
hlesigen Kaffee als Leibgarde Kopps aufgepielt.
Auf keinen Fall könne lich Kopp
weiterhin als NMorgitzender des Soldatenrates
betrachte
In * —3 kanen folgende Beschlũsße
notwendigen Maßnahnten zu treffen, um unnötige
und aupeerdienstliche Automobilfahrten
Der Volksrat stellt dem Solzu
verhindern.
datenrat anheim, einen anderen Vorsibenden
für den Solta tenrat zu
wählen oder zu bestimmen.“
In der Debatte, die einen äußerst interessanten
Veclauf nahm, ersuhr man weiter, daß die
Spartakusleute auch in Nosenheim
einen Anhang zu gewinnen suchen und
Daß dieser Tage hier ein Matrofe mit großen
Geldmitteln eine rege „Werbetätigk#t“ entfaltete.
Weiter teilte der Vorsitzende Göpfert mit,
Tab bei der St##tzung der deutschen A., und S.“
Rãte in Berlin milgeteilt wurde, daß die Gelder,,
die aus Ruhlano für die deutsche Spartakusb#wegung
zur Verfügung gesiellt wurden, in
Werllichleit von deutschen lapitalistichen
Kreisen stammen. In Berlin liegen
950 obo Mark derartige Gelder, die die Spaztakusleute
sch nicht abzuheben getrauten, nachdem
man ibren oeren Heriunft Wielen habe.
J#fan Himuel 935 ene,
Naman vot Plo ruhdm
Par der Gesell, den er am Osen beschäftigt
fand, beias noch Fassung. Apollonius eilte mit
Laternen nach dem Dachgebäll, um sie da aufzuhängen.
Die Leitertreppe rm ulcht o
unter seinen Füßen; er war zu eilig, das zu
Wn Innen am Dachgebaͤll Vurve Apollonius
keine Spur von einem beginnenden
Brande gewahr. Weder der Schwefelgeruch, der
einen elschian bezeichnet, noch gewöhnlccher
Rauch war zu bemerken. Apollonius, hörte seine
Begleiter auf ver Treppe. Er rief ihnen 18, *5
sei hier. In dem Augenblicke zuckte es
zu allen Turmluken herein und — varauf
rüttelte ein prosselnder Donner an dem
Turm. Apollonius stand erst wie betäubt.
Hätte Kürlich nach einem Balken!
nach der
*—# e.
—. ——“
kaut“ zann der von der Oefsfentlichleit
dem V.= und S.-Rat übermittelten Klagen d
über dus Verhaiten des Soldatenratsvorsitzenden
ersucht der Volfsr#a# den Soldatenrat die
pesenpeter 28. Dez.
Herr Studienrat Jakob, der verdiente
Reltor der Realschule gasobem ist von
hier meggezogen, um die Jahre seines Ruhestandes
dub zerhalb unserer Innstadt zu genießen.
Mehr als 40 Jahre lebte der verdiente Schulmann
in unserer Stadt. Ueber das Wirken des
Herrn Rektor Jalob wire zu gegebener Zeit
noch zu reden sein. Für heute sagen wir ihm
ein herzliches Lebewohl!
Silberhochzeit. Die Wagenwärtergehilfens-Ehegatten
Peter und Amalie Brückner
feiern heute das Fest der Silbernen Hochzeit.
Zwei Söhne, Anton und Peter Brückner, waren
seit Kriegsbeginn im Felde.
Mit dem preußischen Verdiensttreuz
für Kriegehilse wurden ausgezeichnet:
Frl. Käthi Zimmermann, Arobrantin,
Franz Metzger, Buchhalter, Josef Maier,
meister, Josef Liebl, Meister im Eranatfüstwerk,
sämtliche in der Pulverfabril Stefanskirchen.
Der Verein für Säuglingsfürsorge
erhielt durch Volksrat Heimich Geistaller 300
ark überwiesen als Reinertrag des Glückshafens
aunläßlich der Weihnachtssfeier des Soldatenrates
Rosenheim, bei der belanntlich eine
große Anzahl Nosenheimer Kriegerswitwen und
(waisen beschenkt wurden.
Weitere Beschlagnahmungen sind gestern
durch die Polizeiabteilung des V.= und S.=Vote
erfolgt. Es wurden 36 neue Mäntel und
4 Paar Schnürschuhe vorgefunden. Ein Mann
1 eine Frau wurden verhaftet.
Einbruchsdiebstähle. Unter Bezugnahme
auf die gestern unler dieser Stichmarie
gebrachte Mitteilung von der Aufdeckung um
fangreicher Diebstähle und Einbrüche in der Sa
nierung und der Aufsindung der entwendeter
Gegenstände im .„Fürstätter Hof“ ersucht un:
der Wirtschaftspächter des genannten Gasthofes
um die Feststellung, daß das entwendete
Gut nicht in seiner Wohnung ausgefunden wurde
Soldalen hätten in seinen Wirtschaftsräumer
wohl Pakete h. ntersiellt; von deren Herkunft u
Inhalt habe er jeroch keine Kenntnis gehabt.
Weiter ersucht uns ein Anwohner des genannten
Gasthofes, Michael Süß, Zimmerei u. Bauschreinerei
um die Mitieilung, daß in seiner
Wohnung nichts vorgefunden wurde. Lediglich
in einer Wohnung dcb Fürstätter Hofes seien
Gegenstände beschlagnahmt worden. Der Großtell
der Waren wurde auf oben geschilderte Art
in der Wirtschaft hinterstellt.
Die Kopelle Berr veranstaltet im Hotel
Eillitzer am Sylvesterabend eine Syloesterfeier
mit anschließendem Tanz“
Die Künstlerkonzerte des bekannten
Trios des Konzertmeisters Mayer finoen seit
einiger Jeit wieder im Kaffee Ralhaus statt.
!Sie erfreuen sich eines regen Zuspruchs und
sinden lebhaften Beifall. Wegen des Wegzuges
des Herrn Konzertmeisters Mayer können nur
noch wenige Konzerte stattfinden. Es empfiehlt
sich daher ein reger Besuch der verschiedenen Ab--
Samstag, abend.
Vorsicht! Von einigen Orten des Bezirks
wird gemeldet. oaf sich in die Feststellungslisten
für die Wahlen auch jugendliche Personen eingelragen
haben, die das wahlfähige Alter noch
nicht erreicht haben. Eine genaue Nachprüsung
der Hauslisten wird daher unumgänglich notwendig
sein.
Ju dem Artikel „Ausnützung der
Wasserträste“ wird uns geschrieben: Der
weltbelannte Wasserfachmann Ingenieur Joham
Hallinger hat ein Buch herausgegeden,
welches bei allen Buchhandlungen oder beim
Verlag Joseph Huber in Diessen vor München
für den Betrag von 3. Mk. zu erhalten ist. Die.
ses Buch enthält hochinteressante Schilterungen
über unjere lelummernden ungeheuren bayerishen
Wasserlräfte und Natmnschätze, die uns
Bayern wirtschaftlich eminenten Nutzen bringen
würden. Es ist nur zu bedauern, daß diese nicht
worden, aber vor Schrecken a auf den bersten
Treppenstusen stehen geblieben. „Herauf!“ rief
ihnen Apollom Fl. Schnell das Wasser!
ie Spritze! In oiese Seite muß es geschlagen
bobern, von da lam Luftdruk und Schwefelgeruch.
Schnell mit Masser und Spritze an die Ausfahrtür.“
Der JZmmermeister rief, schon auf
der Leitertreppe, hustend: „aber der Dampf!“"
,Nur schnell!“ entgegnete Apollonius. „Die
Aussahrkür wird meht Luft geben, als uns lieb
ist." Der Maurer und der Schornsteinfeger folgten
dem Zimmermanm, der die trug.
so schnell als möglich, mit der Spritze bie- Leilertreppe
hinauf. Die anderen brachten Eimer
lalten, der Gesell elnen Topf heißen Wassers,
um durch Zugießen das Gefrieren zu verhindern.
In solchen Augenblicken hat, wer Ruhe zeigt,
os Vertruen, und dem ch ten Tätigen un-D
bwere sich dle andern ohne Frage. Der Bretach
der Aussahrtür war Soael durch
5 rhae Anordnung Apollonius fand
rennoch allas im Augenblick seinen Matz, J
“n lonius Türe stand der Zim-Wermam,
dann die Spritze, dann der Maurer.
schon längst ausgebaut wurden.
schiedsveranstaltungen der um unser Musilleben ralungsgegenstände zu zahlreichem Besuch einverdienten
Vereinigung. Nächstes Konzert heute,
ein hält morgen, Sonntag, abends 8 Uhr, im
Rosenhelnier Anzelger
Wer aber die
tieferen Gründe kennt, wixd sich nicht wundern
daß dies bisher nicht geschah und auch so nach
nicht geschehen wird.
Die Polizeistunde am Sylvesterabend
wird voraussichtlich, wie im Voriahre,
auf 1 Uhr festgesetzt werden. Das Ministerium
des Innern hat diese Regelung in einem an den
Demobilmachungskommissar erstatteten Gutachten
befürwortet.
Die Gastwirt chaften u. der Schleichhandel.
inisterium des Innern hat
die elln l angewiesen, die Wirte
und ihre Berufsvereinigungen unter neuerlicher
Warnung vor dem Schleichhandel von oer Begründung
eines am 5. Dezember ergangenen Urteils
des Obersten Landesgerichts zu verständigen,
in dem es u. a. heißt: Jeder, der gewerbsmäßig
bei dem Vorhandensein der sonstigen
Voraussetzungen des § 1 der Schleichhandelsverordnung
Achenurritig erwirbt und veräuhbert,
wird von der Strafbestimmung getroffen. Ob
die Lebensmitlel in dem erworbenen oder in
einem von dem Weiterveräuherer be- oder ver.
arbeiteten Zustand entgeltlich weiter abgegeben
wercen, ist gleichgültig, weil die
Lebensmittel durch die verschiedene Be= und Verarbeitung
die Eigenschaft, dem menschlichen Körper
zugeführt zu werden, nicht verlieren. Darum
fallen alle Wirte, die Fleisch gewerbs-4
erwerben und nach vorheriger Jubereitung
an ihre Speisegäste in gewinnbringender
Absicht verkausen, unter die Verordnung.
Solche Wirte können auch nicht als Verbraucher
von Lebensmitteln erachtet werden; denn Verbraucher
von Lebenemitleln sind nur diejenigen
Personen, die die Lebensmittel zur Befriedigung
hrer leiblichen Bedürfnisse verzehren oder geniesen.
ie Fremdenverkehrssperre. Laut
e n ist damit zu rechnen, daß die
liche
Fremdenverkehrssperre für die bekannten Gevirgsorte
bis zum 31. März 1919 verlängert
wird.
Zunahme der Ehescheidungen. Nach
eer Statistischen Korrespondenz hat die Jahl,
er Sescheidungen in Preußen 1917 wieder um
ein Sechstel gegen das Vorjahr zugenommen.
Als Scheidungsgrund wird in erster Linie eheliche
Untreue genannt, wobei die Jahl der Fälle,
in denen die Frau als schuldiger Teil erklärt
wird, gegen die Frieoenszeit. stor gestiegen ist.
Aus bem Partelleben.
Als Kandidat der Deutschen Volkspartei
für die Wahllreise Berchtesgaden, Reicheshalle
Laufen, Tittmoning, Altötting, Mühl.
dorf, Trostberg, Traunstein, Prien und Rosen
heim wurde Herr Bezirkstierarzt Eugen Groll!#
von Traunstein aufgestellt.
Vereine und Versammlungen.
Kathol. Kasino. Am kommenden Snntag,
nachmittags 4 Uhr, findet eine Vereinsversammlung
mit wichtigem Vortrag statt. Die
Mitlglieder find infolge der Dringlichkeit der Be-
geladen
Der katholische Dienstmädchenver=Flötzingersaale
seine Weihnachtsfeier mit Theater
und GElückshafen ab, wozu die verehrlichen
Herrschaften und alle Dienstmäpchen der Stadt
freundlich eingeladen werden. (Siehe Inserat!)
Der kath. Handelsgehilfinnen= u.
Beamtinnen-Verein schreibt uns: Wiihnachten
vor dem Frieden! Was das bedeutet,
sprach H. H. Präss Stadlkaplan Schönlinner
in der gestrigen ereinsversammlung aus in
einem wichtigen Vortrag über die politische u.
wirtschaftliche Lage. Es war hierin besonders
bervorgehoben die Not der Zeit und das Gebzt
der Stunde an o##e Frauen. Sodann wurde belanmtgegeben,
daß der Verein der Baherischen
Volkspartei als lorporatives Mitglied ange-Hlosten
ist. Vom H. H. Bezirkspräses Götzel-München
angeregt, wurde der Name „Maria-Stella“
in allen süddeutschen Vereinen, auch
beim Rosenheimer, miedergelegt. Er nennt sich
Die Spritze war so gewendet, daß die beiden
Männer die Drucstangen vor sich hatten. Jwei
starke Männer konnten das Druckwerk bedienen.
Hinter dem Maurer stand der Schieferdeckergeselle,
um über dessen Schulter, so oft es nötig,
von dem heißen Wasser zzugießen. Andere betrieben
des Gesellen vorheriges Geschäft; sie
schmolzen Schnee und Eis, und behielten das gewonnene
Wasser in der geheizten Türmerstube,
damit es nicht wieder zu Eise fror. Andere waren
bereit, als Zuträger zwischen und
Türmerstube zu dienen, und bildeten eine Art
Spalier.
Während Apollonius mit raschen Worten u.
Winken den Plan dieser Geschäftsordnung dem
Zimmermann und Muurer mitteilte, die m
dann in Ausführung brachten, hatte er
Dachleiter schon in der Rechten und griff mit *
Linten nach dem Riegel der Aussahrtür. Die !
Leute hatten die bes Fhoffeang, aber als durch
die geöffnetoa Türe der Sturm Hiceinpfiff, dem
½ die enr Ko " h
n
warf und heulen —
Sonntag, 20. Dezember 1018
nunmehr „Kath. Handelegehilsimmen- und Beamtinnen.
Verein Rosenheim“. Der unterhalt=Teil
der Vereinsversammlung bestand in
einer einsachen, aber dor geschmackvollen Thrist
baumfeier. Während der Weihnochtsbaum im
vollen Glanz erstrahlte, entbot der Vereinschor
zwei hübsche Christlieder. Die Feier gipfelte in
r Darbietung von Krippengentäden berühmter
Meister in Lichtbildern. H. H. Ka-#lan Bergmaier
verstand es trefflich, uns hiern mit dem
erläuternden Tert den Weroegang der Malerei
der verschiedenen Schulen in diesen Krippendarseilungen
ersichtlich zu machen, angefangen von
kindlich frommen Schaffen oer ersten christichen
Zeit bis herauf zur Kunst des Mittelalters
und der Nenzeit. Die Schönheit dieser
Vilder und ihr Biloungswert ist von unseren
Mitgliedern freudig erkannt worden.
1 Aosenheimer Lich piele.
Sdtuenematograyk usnen Dreimäderlhaus,-,
Schuberts berühmter Liebesoman,
wird nun auch in Rosenheim vom Samsbis
Dienstag zu sehen sein. Wir gewinnen
P einen fesselnden Einblid in das Leben dieses
dn Tondichters, der wie so viele andere
Km tler sein Leben in bitlerster Armut verbrachte,
während ihm die „Nachwelt Deulmäler
setzte. Der lteizende Film fesselt durch
spannende Handlung uno gediegenes Spiel vom
Anf##ng bis zum Ende. Dem Hauptstäck schlieht
sich ein hübsches Lustspiel „Die schöne Spanierin“
an. Nach dem Programmwechsel rl*is
langt ein hübsches Schauspiel „Der Dorflump“
mit sehenswerten Nebenstlicken zur Vorführung.
Letie Dariche
Die Berliner Krise.
s Berlin, 28. 12. (Drahtb.) Der Zentralrat
hat heute vormittags zunächst für sich allein
beraten. Die gemeinsame Sitzung mit den
Volksbeauftragten zur Lösung der Krise findet
heute nachmittags slatt.
Eine Folge der Verliner Vorgänge.
# Basel, 28. 12. (Drahlb.) Die Nachrichten
aus Deutschland sind so ernst, daß die englische
Negierung der französischen Aufsassung beipflichtet,
mit der machtlosen deutschen Regierung
irgend welche Verhandlungen über
den Friedennichtunufzunehmen. Jedenfalls
ist der Friede in sehr weite Ferne geruckt.
Gerüchte von einer Ermordung des
Kaisers
* Zürich 26. 12. (Drahw., Einer Havasmeldung
zufolge verzeichnen Pariser Blätler das
Gerücht von der angeblichen Ermordung
aiser Withelms.
« Funkentelegrafische Verbindungmir
nrussischen Bolschewisten.
s #Ge 26. 12. (Drahtb.) Hier
liegen Nachrichten vor, wonach die Spartakusgruppe
in Deutschl and mit russischen Volschewiki
in ständiger funkentelegrafischer
Verbindung steehen.
Die Lage in Posen.
s Berlin, 28. 12. (Drahtb.) Bei den deutschpolnischen
Straßenkämpfen in Posen wurden
zum Teil Maschinengewehre und Handgranaten
benutzt. Die Zabl der Toten und Verwundeten
ist groß, konnte aber no#h nicht genau
feslgestellt werden.
Aus dem provisorischen baverischen
Nationalrat.
München, 28. 12. (Draht#.) Bei der
heutigen Tagung des provfsorischen Naiionalrats,
zu der die Abgeoroneten aus der Pfalz wegen
der Sperre der Brückenköpfe über den Rhein
durch die Franzosen nicht erscheinen konnten, forderte
eine Interpellation der demokratischen
Fraktion den Schutz der Wahlfreiheit und des
Wahlergebnisses.
Wetterbericht für Somtag, den 29. Dezember:
Trfrischende Winde aus Süd bist West. weitere
Temperatursteigerung, Schnee in Reg über-«
gehend.
auf- und abpolterte und Blitz auf Blitz bleudend
durch die dunfle Oesfnung brach, da
wollte der X.I ie Hand von dem vergeblichen
Werke abziehen. #boilonide mußte sich
mit dem Rücken gegen die Türe kehren, um atmen
zu können. Dann, beide Handflächen gegen
die Verschalung oberhalb der Türe gestemmt,
bog er den Kopsf zurück, um an der äuheren
„Dachfläche hinaussusehen. #ech ist zu
retten“, rief er angestrengt, damlt die Leute
vor dem Sturm und dem ununterbrochenen Rollen
des Donners un vorstehen konnten. Er, etgriff
das Rohr des kürzesten Schlauches, dessen
unteres Erne der Zimmermann eirschraubend
an der Spitze brfestigte, g wand sich
den oberen Teil um den Leib. „Wo# ich zweimol
hintereinander den Schsauch — drückt
Meller, wir reiten r- Kichhe, vielleicht die
los.
“m rechte Hand die Verschal
nd gegen die Verschalung gestemmt,
bog er 1 aus der Ausfahrtür; in der
linen hielt er die leichte Dachleiter frei hinaus,
um sie an dem nächsten Dachhaken über de. Türe
an#m#hängen. Foril. solgt)