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wenn nicht Igelström auf die unvorsichtigste Weise, gerade
am Hauptorte selbst, dem unter der Asche liegenden Feuer
Luft gemacht hätte. Er schickte von den Truppen, die er
zu Warschau bei sich hatte, einige Partien gegen die Krakauer
Confdderirten, die aber von letzteren (10. April) geschlagen
wurden. Der Zweck also, warum er die Truppen
abgesandt hatte, war gar nicht erreicht; die Macht aber, die
er zu Warschau udthig gehabt hätte, war beträchtlich geschwächt;
die Proklamationen des Königs und des immerwährenden
Raths wurden verlacht, weil man diesen und
jenen als russische Anhänger ansah, und da der einmal entstandene
Sturm mit jedem Augenblicke sich verstärkte, auch
auf die Hülfe der nahe gerückten Preußen nicht sicher gezählt
werden zu können schien, so sah sich Igelström mit einem Male in
die gefahrvolleste Lage versetzt. „Auf die Preußen und Oest-„reicher,“
schrieb Igelström den 16. April an den russischen
Kriegswinister, „kann man sich gar nicht verlassen; Gott
„weiß, wo ihre sonst so schreckliche Macht geblieben ist. Die
„Preußen sind jetzt gar nicht mehr dieselben, als einst unter
„Friedrich II. Allenthalben agiren sie jetzt bloß vertheidigungs-„weise,
politisiren, und erschrecken vor Allem. Ja, noch
„mehr, ein Bataillon besteht jetzt bei ihnen nur aus 200,
„und eine Schwadron nur aus 50 Mann.“ Nichts schien
ihm also in dieser Lage mehr übrig, als alle seine Macht in
Warschau so schnell als moͤglich noch zusammenzuraffen, und
ehe sich die Mißvergnuͤgten zur Ausfuͤhrung eines gewissen
Mans entschließen koͤnnten, gleich am 18. April, zu einer
Zeit, wo man vermuthen durfte, daß der gröôßte Theil der
Einwohner von Warschau in der Kirche sey, die Kirchen
schließen zu lassen, die Warschauer Garnison, die sich seiner
Meinung nach ungefähr auf 4000 Mann belaufen sollte, zu
entwaffnen, und zugleich das Jeughaus sammt den Pulver-