Metadata : Reichs-Gesetzblatt. 1917. (51)

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492 wenn nicht Igelström auf die unvorsichtigste Weise, gerade am Hauptorte selbst, dem unter der Asche liegenden Feuer Luft gemacht hätte. Er schickte von den Truppen, die er zu Warschau bei sich hatte, einige Partien gegen die Krakauer Confdderirten, die aber von letzteren (10. April) geschlagen wurden. Der Zweck also, warum er die Truppen abgesandt hatte, war gar nicht erreicht; die Macht aber, die er zu Warschau udthig gehabt hätte, war beträchtlich geschwächt; die Proklamationen des Königs und des immerwährenden Raths wurden verlacht, weil man diesen und jenen als russische Anhänger ansah, und da der einmal entstandene Sturm mit jedem Augenblicke sich verstärkte, auch auf die Hülfe der nahe gerückten Preußen nicht sicher gezählt werden zu können schien, so sah sich Igelström mit einem Male in die gefahrvolleste Lage versetzt. „Auf die Preußen und Oest-„reicher,“ schrieb Igelström den 16. April an den russischen Kriegswinister, „kann man sich gar nicht verlassen; Gott „weiß, wo ihre sonst so schreckliche Macht geblieben ist. Die „Preußen sind jetzt gar nicht mehr dieselben, als einst unter „Friedrich II. Allenthalben agiren sie jetzt bloß vertheidigungs-„weise, politisiren, und erschrecken vor Allem. Ja, noch „mehr, ein Bataillon besteht jetzt bei ihnen nur aus 200, „und eine Schwadron nur aus 50 Mann.“ Nichts schien ihm also in dieser Lage mehr übrig, als alle seine Macht in Warschau so schnell als moͤglich noch zusammenzuraffen, und ehe sich die Mißvergnuͤgten zur Ausfuͤhrung eines gewissen Mans entschließen koͤnnten, gleich am 18. April, zu einer Zeit, wo man vermuthen durfte, daß der gröôßte Theil der Einwohner von Warschau in der Kirche sey, die Kirchen schließen zu lassen, die Warschauer Garnison, die sich seiner Meinung nach ungefähr auf 4000 Mann belaufen sollte, zu entwaffnen, und zugleich das Jeughaus sammt den Pulver-