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Uummer 10
Landes kann man zum Friedensschluß gewinnen,
indem man ihn mit den Folgen der
Fortfsetzung des Kriegesschreckt und ihm
die möglichen Vorteile seines Landes im Vertrag
zugesteht. Aber wenn ein Bevollmächtigter
wie Trotzki nichts darnach fragt, wenn wir in
Aussicht stellen, Petereburg zu beschicken, und
anderseits gar keinen Wert darauf legt, ob wir
einzelne eroberte Gebiele scines Nußlands wieder
zurückgeben „dann sehll jede Mögleichleit, ihn
zum Frieden 31 bestimmen und menn das, wie
jetzt erkannt wird, dann bleibt nichis übrig, al
die Besprechung aufzugeben. Die Aitenmap de zu
schließen und abzureisen, wie das unsere Abgesandten
getan havden.
Mchten doch unsere verführten „unabhängigen“
Sozialdematraten ans diesem Trohli'schen
Schulbesspiel enlnehmen, nie es um solche anternationale
Pläne eigenil *! beitellt il. Nicht das
Heil des Volles, nicht das Wohl der Arbeiter
liegt den Führern ilrer Sache am Herzen, sondern
ihr nächstes Ziel ist der allgemeine, mit dem
Elend Aller, auch der Arbeiter, unzertremlich verbundene
Untergang. dam:t nur dem nie zu erreichenden
Wahn-- und Truggebilde il rer eigenen,
sicherlich ucht sanften Weltherrschaft über Verlust
und Greuel, Verbrechen. Not und Tod hinweg
rücksichlslos nachgejagt werden lönne.
So wollen ees die intern #tionulen Sozialdemokraten
alie, nich: nur die Herren Itonl. und Genossen.
Denen aber, die im deutschen Lande sich
unter dem Namen der,, Unabhängigen“ zu solchen
Mbsichten bekennen, die treube serzte Mahnung:
Kehrt um zurr Valerlandel: ede! Sie alle'n urt zn
Glück und Segen, auch für Euch! P. 1
##e gage in Kplund.
Kundgebungen in Petersbutg.
% Basel, 11. 2. Ole Londoner „ Daily Chronicle“
meld #: Die Beendigung des Kiiegezusiandes
habe *r . clerrburg zu Kundgelungen
gesührl. Sie sei von den Bolschew##den Botschaftern
in Pli###lun#z mitgelellt worden. Der
Kongreß der So###t: beries eine Feusitzung ein.
in der Trosii eine dreiflündige Rede hielt.
Genzu bie Mazgimalisten.
** Bern, 11. 2. Wie der „Bund“ meld et, sind
in Jelaterinl# Unt#he ndiunden g; aue rt. worden,
um enntn iurrussisetzen erband
zur Verleir runegendiec se
listen zu (#hr. sien. Dien Verhandlungen sind
nun mit Eisriz ½ Cn: Führt wo orden. Alle
südrussischen Nounhliten nerden gememsam gegen
die Belschewiint vergeh. n.
Neue Unrubenin Odessa.
s Stoch olm. 14. 2. Der r Bez rksvorsteher
von Ode:t s ls der Miewe r Jentralrada m.t,
daß in der diz: Unsahen. Plinderungen
thaiten. Alle Versuche,
er zucchüten, haiten bisund
Raub züde ch eri.
Hab und Gert d.r ürge
her wen:g **
Bluitbad in Lammersfors.
** Stodho l U. 11. 2. Aus Haparanda wird
gemeldet: Öie uier der Indurrieichule in
Tammerefereu ur-— eit durch de it: Garde
ausgesorder:. die Slad!t . e rlä'ien. um einem
Blutbad aur uchen. Dierer Auflorderunz lei-#sreten
undefähr 12; Sdule fzr Jo’ge. Als sie die
Stadt verla#n wWollt. M. wurken soe von der Roten
Garde ur rall und eymorde!. Ihre
Flucht war drch * Telerhni##n verraten worden.
Nur dier Sch. jnd schwer verwundet
dem Vlülbnd .
die nöte der Enlenle.
Hestige Minlklange der Verfailler
Konseren;.
** Berlin. 1 1. 2. Die Sch wWedialeiten der
englischen Regierung menren iich. Cbwobl Llond
George lurglich kun eutschieden d- *r*ç eingetreten
wor, daß über d e Ergeb niije det. Bersailler
Konferenz" n chtstIIchJI nllschkct In..-qe,fokdcmo1c»-.n.z«l»dascxeqcnp
lichteit die volie Wahrhrit erstine *!lr 5 daß das
Parlament krssichteloz über die br treffen—
den Punkte #e#stentlich verhendl
3Z. um Mitiag' 1½ Christioma gemeldet wird,
soll nämlich die Versailler Kanferenz mit hef#
tigen Mi#. aien geschlossen haben.
Nervose Slimmun zin England.
Es ilt, w. ahr o schreiblidie . Zundav Times!
vom 3. dah die Regierung mehr Männer
nötig tar- sorie. dai sie gesunden werden müssen.
Aber rian urrd fie ncht dadurch bekommen, daß
man die Artciler b. l#eidint ede r bewaffnete Aufstände
in Il#and her deout. Des sicherile Mütel,
die benötiyl: u Männer zu Uelommen, ist das, daß
man mit der Dei#lichtuerei ein Ende macht. Im
Lande herrch'en Sorgen wegen des Nakrungsmittelmangels,
das Volk isl durchaus nicht gewilll,
die Versch-rungen der Regierung, daß binsichtlich
doo Sch fisraumrreblems alles in Ordnung
sei. hinzunehmen. und es sähe seine Iweisel,
br#alich der mil tarischen Lage gern sbcseitigt.
Der gauze Wunich des Molkes geht dahin,
dab ihm das Schlimmite, das ihm noch passieren
kann, mitgcteill wird. Es ist bercil, die Fehler
der Vergargenhe't 31 vergeben, sofern ihm nur
alles gesagt werden uird, w es in der Zukunft
noch durchzumachen hat. Die Walrheit muß dem
Voike gesagt werden, und zwar jetzt. Diese Wahr-—
länaahast lein, aber wie um-
Rosenheimer Anzelger
schmachaft sie auch immer sein mag, sie ist immer
die einzige Würz-., die uns helfen wird,
unsor. lnappen Nationen mit Genuß zu verdauen.
Auflösung des britischen
Parlaments
s Basel, 14. 2. Wie der englische Aenitene
dent der „Neuen Zürcher Zeitung“ berichtet,
mehren sich gegemvärtig die Anzeichen für eine
Auflölung des brit. Parlaments.
Während der gestrigen Unterhaussizung griff
Namsay Macdonald die Negierung wegen ihres
Verbälinisses gegenüber Rußland an und wegen
ihres Mangels an politischer Offenlive. Ob#ne
das Ungeschick der englischen Diplomatie, (n
sagte er, würden wir längst die Mitarbeit der
deutschen Sozialdemokratie erreicht und somit
den Grundstein für einen gerechten demokratüchen
Frieden gelegt haben.
Ne Krlegslage.
Abendbericht.
WTB. Berlin, 14. 2., abends. Amtlich.
In der Champagne war die Feuertätigkeit
in den Abschnikten nö#rdlich von Pruney und
südöstlich von Tahure vielsach gesteigert.
der Krieg zur Hee.
Torpedierung des Truppen#-transportdampfers
„Tuscania"
schreibt leiner Kabelmeldung der „Victotre“
vom 8. Febr. zusel##e) die Neuyorker FZeilung
„Sun“: Die Nation in durch die Torpedierung
der „Turcalktat so erschüttert, wie sie es seit der
gen tania“-Katastrorhe nicht meht gewesen ist.
Endlich begreifen wir, was di eser Krieg -edentet.
Wir rüsten uns für den größten Kampf, den die
Welt je gekannt hat. Das amerikani che Volk
nimmt mit Leib und Eesie am Kriege Anteil.
Aualand.
Czerninus aus Brest-=Litowok.
Wien. 13. 2. Graf Czernin wurde gestern
bei seiner Rücklehr von Prest-Litowol auf dem
Nord-Bahnhof ron Bür zermeister Weißlirchner,
dem gesamten Gemeinde- und Stadtrat,
den deutichen parlameniatischen Klub-Obmännern
Waloner und Fink ar ifs herzlichste begrüßt.
Graf Czernin daniie in einer Nede Auf dem
VBallhausplatze erwaitele eine Bertretung der
Wiener Frauen den Minister, der vom Balion
aus für die Ovationen dankte und zum Durchhalten
bis zu einem baldigen. allgemeinenend ehrenvollen
Frieden aufferderte. Dem Grafen Czrrnu#n
wurden von der Vevolkerung jubelude Huldigungen
dargebracht.
Folikische Nunsschau.
Der Wiederzusammentkritt des
Reichstages.
Verlin. 13. 2. Der Reichetag wird am
lommenden Dienstag seine Arbcilen wieder aufnehmen.
Aber schon morgen sollen die 2 edr
chungen zwischen der Regierung und den Frallionoführern
beginnen. durch die, wie übli lich,
die parlamentarische Arb bent einecleite et wird. Der
ct lio erireler des Reichanz kictr= ron Payer wird
diese Besprechungen liiten. Dem Reichstag wer-“
außer dem Reichehauchalt bald nach Wiederaufna
zhnie der Sitzung auch die Vorlage küher
das Arbeitslammer geiez und über die Aushebunz
zw. Aenderung de; § 123 der Gewerbeordnung
zugehen.
Baperischer Landlag.
Etat des Innern. Anträge über
landwirtschaftliche Fragen und die
Volloernährung.
Die Vexatung des Hauchaltes des Ministeriums
des Innern wurde in der heutigen Sitzung
zu Ende gebracht. Im Laufe der Debatte über
die Restkapitel wurde Tie Frage angeschnitten,
ob die gemeindlichen Darl: chenziasien berechtigt
seien, für ihre Lehrer, die Rechner sind, die Miitaliedschaft
beim Verforgungsverband zu erwerlen.
Auch wurde gellagt, daß der Vollzug des
(emeindebeamtengesezes oft dem Geiste s Gcsn
F widersprech-.
Der Minister des Innern Dr. v. Brettreich
crlläre. daß der Beitritt der Lehrer zum Versergungsvetband
ern: Frage des d Dienstaussichtsrechtes
sei. Schwerpunkt liege beim Kultunministerinm.
in der Beilritt allgemein freigegeben,
so wiürden sich doch Bedenken ergeben.
Dann wandte sich das Haus der Erörlerung
eines gunzen Bündels von Anträgen über landwi
frtschaftliche= Fragen und die Vollsernährung
zu. Zu der ersten Gruppe dieser Anträge betr.
Viehzucht und Fleischversorgung beam v-e der
Ausschuß, die Nedierung 3#1 ersuchen, dafür 61
sorgen, daß die Nachhaltigkeit der NRinderzucht
gewährleistet und der Schweinestapel nicht weiter
vermindert merd, als unbedingt nötig ist,
ferner daß im Interesse der Fleischversorgung
der ländlichen Bevölkcrung die Bewilligung von
Laeschlachtungen. enigegenkommend gehandhabt
werde, und daß schliehlich eine unterschledliche Behandlung
der Verlorgrngeberechsgien bei Zumessung
der wöchentlichen Fleischrate unterbleibt.
Minister des Innern Dr. von Brettreich belonte,
daß lich die Verhältnille der Miehbelläude
Zur
die Adfehr
gefahr ausgesent ist. nächstens umgebaut wird.
in der nächsten Jeil nicht so günstig gestalten
würden. Schwierigkeiten würden sich ergeben,
weil die Hceresverwaltung einen überaus großen
Bedarf an Nauhfutter habe. Auberdem sind mwir
mit unseren Lieferungen für das Heer sehr slark
im Rückstand. Beim Nindrieh llein handle cs
sich hier um 122 000 Stück. Vonder Reichel öfleischstelle
erhaiten w#r tänlich Mahnungen, den Li#-serungen
n Gzulemnien. Auch ver einer Ueberschätzung
der Kartoffelbestände muß ich warnen.
Die Brrthetreidevorrate sind evenfalls nicht
so, daß wir absolut damit rechnen können. daß
leine Ermätigung der Nationen eintritt. Bezüglich
der Sch weinerreise habe man die Konsequenz
vermissen müssen. Im übrigen versficherte
der Minister, daß die Regierung das Möglichste
te, um die Viehbestände wieder in die
Höhe zu hringen. Es lann keine Rede davon sein,
daß dias Durchhallen nicht möglich ist. Ich glaube
auch, daß wir sogar um #eine Ermähihun der
Fleischration herumkommen.
Darauf sanden die Anträge des Ausschusses
Annahme.
Ueberlassung von Werebo en an
(Gemeinden.
Zu Beginn der te des Kriegswirtschaftsausschusses
des Landtags, die sich mit dem
Wohnungswesen besckäftigt, teille Intendanturrat
Dr. Kreb mit, daß die [Heeresverwaltung bei
der Demobilmachung die freiwerdenden militärischen
Leichtbauten und Vaurchstofsen den Gemeinden
zu gemeinnützigen Kleinwohnungebauten
überlassen wird. Die Alg.
Gersteneker und Kroher (.3.), Abg. Löweneck
(Lib.), verlangt slärlere Heranziehung der Industriellen
zur Beschaffung billiger Arbeiteranartierc.
Oberregierungeret Sneider teilt mit, daß
in Landshut der Stadtieil, welcher Hochwassersodaß
Kleinu. eohnun- nabauten in Landehut errichtet
merden lönnen. Angenommen wird ein Anrag
der ialkertekraten. aus Einbringung eines
Wohnunsgesetzes in diesem oder dem nächsten
landtag, betre V die Errichtun g von Kriegerheimt
ärten und Schaffun; eines billigen Verlehre-
ac u Stadtinnern zu den Boritadtsiedelun-Gen.
Dabei erllart sich Abg. Kroher Cegen jeden
W schen Zmang gegenüber den Gemeinden
zur Bereitstellun von Beugelände. Der Regierungsverircer
erilärt, ein gwarag sei seiiens her
K. Staa atsregi erung nicht a#lant. Nächste
Siung 2 De#neretag 7 Ublr.
sürchliche nachrichten.
Landeskirchensammlun?.. Zum Zwed
der Aufl= fringung der Mitlel zim Bauoe einer
kathalischen Kirche in Plös ber3. B. A. Tirschenreuth
nurde eine Lunderticch= m#ammlung ge
nehmigt. Vor sechs Jahren iwurde nämlich' sin
Plõß; berg durch einen Vertrag zurischen Katholilen
und Proteilanten das Simultancum, d. i.
die Benühung ein und derselben Kirchrwon seiten
beider Konfessionen, ge els l. Darnach sollten die
Katholilen bis zum 1. Dez'imber 1917 ühre neue
Kirch: beziehen und die alte den Protestanten
allein überlassen. So siel der Vau der Kirche
in die schwerste und unzünftig'te Zeit, die sich
denken läßt. Ohwohl alles nur in einfachen Formen
gehalten, ließ sich eine bedeutend: Ueberichreitunz
des Kolicnanschlages nich! verme eiden,
weil Materialien und Löhn: um da 2 Doppelle.
ja Drei- und Viersach: T iegen sind. Die Katho
lilen taten alles, was in ihren Kräften stand, sie
leisteten troz der schweren Kriegsztit sämiliche
Spann- und viele Handdienste unentacltich, nur
finanziell lönnen si: wenig helsen, da sie selbst
nur gering bemittelt F##0. Die neue Kirche stehi
vor ihrer Vollendung. Möchten sich bei der
kommenden Sammlung recht viele mildtätige
Herzen finden, welche die urch den Krieg entstandenen
auhberordentlichen Geldschwierigkeiten
mit überwinden helfen. i
Hai-nadyeriouaMrtchte-.
München, 14. Februar.
Kronprinzessin Celilic, die heute
nachmitlagz hier eingetroffen war, folgte einer
Einladunz zum Tee beim Königspaare und weilte
den Abend über bei der Herzogin Karl. Um 0
Uhr 15 setzte die Kronprinzessin die Reise nach
Berlin fort.
Mnchener A##nigkeiten.
* München, 14. Febr.
Verurteille Schleichhändler. Wegen
umfangreichen Schleichhandels namenth in Butter,
Zucker, Eiern usw. wurde der Kondiloreiund
Kaficehauebesiter Karl Glonner von hier
zu 17000 Mk. Geldstrafe, die Mitangeliagten,
Kassierin Rofsa Müller zu 9000 Mk., die Butterhändlerin
Schlemmer: zu 16000 Mk. der Kaufmann
Anton Reither zu 4500 Mk. lmd der Kaufmann
Hermam Kröner zu 600 Mk. Geldstrafe
verurtellt.
Bneriche lechrichtn.
Eisonbahnunfälle. Am 12. ds. vormittags
wurde bei Schnellzug D lossro
Nürnberg zwischen den Stationen Laufach un
: tipe erheblich
Heinenench infolge plötzlichen Bremsens der
Zuglokomotive der am S. h laufende Perso-Samstag,
16. Februar 7918
sonen verletzt. Am Mittwoch wurde gegen 6½
Uhr vormittags Zwischen dem Vor- und Einsahrtesignal
der Station Kitzingen von Richtung
Würzburg der M.litärbrems. usuppee. stationrert.
in Nürnber) Hl .., tot enent v)
Ertrunsen. Der Filcher S
Forchheim, der sich auf Urlaub efand, stieh
mit seinem Kahn an einen Pfeiler der Regnilbrücke.
Dabei stürzte Schneider ins Wasser und
wurde von den Wellen feitgerissen. Die Lechhe
ist noch nicht gefunden. Sein Sohn, der schaleich
falls in den Kahn befand und ebenfalls ins
Wasser fiel, konnte sich noch auf eine unterhalb
der Brücke gelegene Insel retlen.
Verb rannt. Das sechsjährige Töchterchen
der Tagnereleute Klauer in Altrip a. Rh. machte
sich in Abwesenheit der Mutter am Kochherd
zu schafsen, mobei die Kleider des Kindes en
Hingen. Das Kind erlitt sossch r—nise Brandwunde
aß es aß es auf! dem Weg ins ranlenhaus E b-Vsiierlitlies
Oberland.
Prien, 14. 2.. Vom Chiemsee· Am
Chiemsec-Ontuser zwischen Grabenstätt und Chieming
brachte ein Südsturm eine Eiepressung
zustande, deren höchste Höhe elwa 5 Meler bet
trägt und die ein Areal von mehreren hundert
Tagwerk bedeate. Das Bild der wirr übereinander
getürmten Eioblöcke im Mltlagssonnenglang
war von einzigartiger Wirkung durch die millionenfachen
priematischen Strahlenreflexe in den
tief grünblau schimmernden Blöcen. Las seltene
Naturschauspiel war bei geftorenem See (heute
ist das Betreten lebenegesahrlich !) vom Landungesteg
Chieming aus in 30 Minuten zu erreichen
und bis Chiemenz deutlich wahrnebmbar.
Traunstein, 13. 2. Eisenbahnunfall.
Kurz vor der großen Eisenbahnbrücke frürzte von
einem Güterzug ein entgleister, m. Gefriersleisch
beladener Wagen die sleile Böschung, etwa 20
Mcter tief, hinab und wurde vollflendig zertrümmert.
Vierzehn Personen erlitten Verletzungen.
Die Strecke war lurze Zeit gesperrt.
Hictling, 143. 2. Brand. Vorige Woche
brannte das Anwesen des Gerrg Schuster, Lenz
in Berg, fast vollständig nieder. Viele Wäsch:
und Kleider fiel dem Feuer zum Opfer. Wassermangel
erschwerte die Rettungsarbeitlen.
ühlborf, 14. 2. Störungeiner Leichenfeier.
Gelegentiich der am 11. Jehruar
statigehobten feierlichen Bestattung des Herrn
Nudolf Meingassner, eines verdienten Feldzugteilnehmer
5 von 1366 und 1870, ereignete sich
im Leichenzuge von Ampsfing nach Salmannelirchen
ein ärgerniverregend. zr Zwischenfall. Der
auf dem Wagen ruhende Sarg wurde vor dem
Eingang des Dorfes Salmanns tirchr n plötlich
von einem Knecht vom Wagen gerissen und wäre
beinahe zur Erde, gesallen, wenn nicht schnell
einige Männer beigesprungen wären, die dann
den Sarg das lange Stück Weges noch auf den
Schultern bis in den Kirchhof in Salmannskirchen
trugen.
Canzing, 14. 2. Frecher Diebstahl.
Letzte Woche rersuchten drei Männer bei hellem
Tage einen frechen Diebstahl im Florlan Salzeder'schen
Wohnhaus in Lanzin?. Ein Individuum
schlich sich, während de'sen zvei Stomrl. zen
bei der Frau des Mällers im Wot mzimmer Mehl
zu kanfen wünschten, ins Slastemim r. öffnete
dort die Kästen und versuchte' u sehlen was
brauchbar ersch en. Als Frau Salzeder Verdacht
schöpfte und die beiden Unbekannien #lüdlich aus
dem Zimmer hatte, holle sie Hilfe und fand das
Schlafzimmer von innen versperrt. Als der Sohn
und ein Müllexbursche dort Nachschan bielten.
entdeckten sie einen Einbrecher in einem Betie
versteckt und nahmen ihn sofert sest. #I er sich
gewaltsam befreien wollte und schlieblich rin auf
dem Tisch liegendes Messer ergreifen wollte, am
es zum Geräufe, in dessen Verlauf ihm cine
Trech: Prügel vcralreicht wurde. Schlieb ich w. #
de er der inzwischen verständigten Gendmere:.
übergeben.
Bas Reichenhall, 11. 2. Den Finaer
verloren. Beim Arbeiten geriet der bei Wieninger
keschäfiigte Zimmermann Verzhammer
in die Bandsä . wodurch ihm der linke Mittelfinger
nahez# abgetrennt wurde.
Lolalnachrichten.
Rosenheim, 15. Februar.
Auszeichnung im Felde. Das eilerue
Kreuz 2. Klasse wurde dem Infanteristen Joh.
Huber für Auszeichnung vor dem Feinde in der
Schlacht in Flandern verliehen. Er steht seit 23
Monaten unter den Waffen und ist der Sohn
des pens. Salinarbeiters Ambros Huber. Vor seiner
Einberufung war Huber Küfer imscheinhaus
Fortner in Nosenheim.
Befördert zum Unteroffizier wurde der
Gefreite Venedilt Mayer, welcher seit Krieqsbeginn
ununterbrochen an der Front steht. Mi
ihm stehen noch vier Brüder im SKriege. 4
Todesfall. Von den weniasten der heutigen
Generat'on gekannt und beachtel wurde zcter
Tge ein Mann' zu Grabe getragen. dessen Ve
dienste um das Rosenheimer Gemeinwesen es e.
radezu zur Pslicht machen, seiner mit einigen
Worten zu gedenken. Herr Privatier Stadler,
eehemaliger Kausmann und beiter
starb im Alter von 86 Jahren. Jahrelang veneider
von
nenwagen vurch die aufdrückende Schiebclokomoöchädigt.
Hiebei wurden à Per-:
hoͤrte er den n n als 2
Mitglied an. desn genkc der dama.