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in geeigneten Desinfektionsapparaten mit Wasserdampf behandelt
werden.
Auch läßt sich der Auswurf in brennbarem Material auffangen
und mit diesem verbrennen.
b) Erbrochenes, Stuhlgang und Harn sind in Nachtgeschirren, Steckbecken
oder dergleichen aufzufangen und alsdann sofort mit der
gleichen Menge von Kalkmilch, verdünntem Kresolwasser oder
Karbolsäurelösung zu übergießen. Die Gemische dürfen erst nach
mindestens zweistundigem Stehen in den Abort geschüttet werden.
c) Blut, blutige, eitrige und wässerige Wund- und Geschwürausscheidungen,
Nasenschleim sowie die bei Sterbenden aus Mund
und Nase hervorquellende schaumige Flüssigkeit sind in Wattebäuschen,
Leinen- oder Mulläppchen oder dergleichen aufzufangen.
Diese sind sofort zu verbrennen oder, wenn dies nicht angängig
ist, in Gefäße zu legen, welche mit verdünntem Kresolwasser,
Karbolsäurelösung oder Sublimatlösung gefüllt sind; sie müssen
von der Flüssigkeit vollständig bedeckt sein und dürfen erst nach
zwei Stunden beseitigt werden.
d) Hautabgänge (Schorfe, Schuppen und dergleichen) sind zu verbrennen
oder, wenn dies nicht angängig ist, in der unter c bezeichneten
Weise zu desinfizieren.
2. Verbandgegenstände, Vorlagen von Wöchnerinnen und dergleichen sind
nach der unter Ziffer 1c gegebenen Vorschrift zu behandeln.
3. Schmutzwässer sind mit Chlorkalkmilch oder Kalkmilch zu desinfizieren;
von der Chlorkalkmilch ist so viel hinzuzusetzen, daß das Gemisch stark
nach Chlor riecht, von der Kalkmilch so viel, daß das Gemisch kräftig
rotgefärbtes Lackmuspapier deutlich und dauernd blau färbt; in allen
Fällen darf die Flüssigkeit erst zwei Stunden nach Zusatz des Desinfektionsmittels
beseitigt werden.
4. Badewässer von Kranken sind wie Schmutzwässer zu behandeln. Mit
Rücksicht auf Ventile und Ableitungsrohre empfiehlt es sich, hier eine
durch Absetzen oder Abseihen geklärte Chlorkalkmilch zu verwenden.
5. Waschbecken, Spuckgefäße, Nachtgeschirre, Steckbecken, Badewannen
und dergleichen sind nach Desinfektion des Inhalts (Ziffer 1, 3 und 4)
gründlich mit verdünntem Kresolwasser, Karbolsäurelösung oder
Sublimatlösung auszuscheuern und dann mit Wasser auszuspülen.
Bei nicht emaillierten Metallgefäßen ist die Verwendung von Sublimat
zu vermeiden.
6. Eß- und Trinkgeschirre, Tee- und Eßlöffel und dergleichen sind fünfzehn
Minuten lang in Wasser, dem Soda — etwa 2 Prozent — zugesetzt
werden kann, auszukochen und dann gründlich zu spülen. Messer,
Gabeln und sonstige Geräte, welche das Auskochen nicht vertragen,
sind eine Stunde lang in 1 prozentige Formaldehydlösung zu legen und
dann gründlich trocken zu reiben.