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Vefebl, den er künftighin nach Gutdünken weiter besiimmen,
nach Gutdünken wieder abändern konnte. Wenn auch der
Pabst den General-Ingulsitor besiätigte, so war seine Bestätigung
bloße Formalitär. Wenn auch die erste Instruktion,
die das neue Collegium erhielt, nach Rom mitgetheilt wurde,
so war es eine Communication, die nicht erst der Sache Kraft
gab, eine Communication, die den König weiterhin nicht verpflichtete,
zur beständigen Beibehaltung derselben 2).
Man hat langehin geglaubt, die Hauptpersonen bei der
spanischen Inquisition, und besonders der Großinquisitor habe
aus dem Dominikaner-Orden genommen werden mässen, und
das Beispiel der zwei ersten Großinquisitoren schien diese Meinung
zu bekräftigen 72). Aber schon Kimencz war nicht Dominicaner,
und von 1523 bis 1619, also fast ein volles Jahrbundert,
war keiner dieses Ordens zu dieser Stelle gelangt,
als ob man recht gefürchtet hätte, dieser Orden möchte hier
zu gewissen natürlichen Erwartungen kommen. Der Koͤnig
konnte setzen und wählen, wen er wollte. Jesuiten 7s#) und.
5#s findet sich einmal eine ordentliche päbstliche Ratification,
der ersten auf dem grohen Convente zu Sevilla 29. Sept. 1484
verfaßten Instruktion, in der die Fundamental-Einrichtung des
neuen Gerichtes enthalten war. Ueberall wird zwar in der
Acte so gesprochen, als ob alles erst die päbstliche Sanction erwarten
müsse, allein wie wenig hieraus geschlossen werden dürfe,
zeigt schon dieses, der Prior von Segovia nennt sich schon
überall in dieser Acte General-Inquisitor von Castillen, und
der Pabst hatte ihn noch gar nicht dafür erkannt.
odr) Der erste war Thomas von Turrekremata oder Torquemada,
ein Dominicaner, Prior des Klosters zum heil. Kreuz
in Segovig. Der zweite Diego Deza, Bischof von Jaen
und nachher von Palenza, war auch dieses Ordens.
*“#) Das Beispiel des deutschen Jesuiten, des Pater Neidhard,
ist bekannt.