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und Mißmuth der Arbeiter hinderten die Vollendung. Tausend
Jahre konnten bei Weißenburg die. Spuren dieses Werkes nicht
vertilgen. Biel that er auch zur Verherrlichung und Verbesserung
des Gottesdienstes. Er schmückte die Kirchen, bieß die hl. Schrif-,
ten und die der Kirchenväter beim Gottesdienste nu#nlesen, und ordnete
diesen nach römischem Cultus, So Vieles und so Großesvollbrachte
Karl. —
– -- - — Js-Zweiter
Abschnitt.
Unter Karls Nachfolgern geraͤth Bayern durch innere
Unruhen und Einfälle fremder Völker in einen unglücklichen
Zustand. Karl des Großen Nachkommen. 814—3845,
S. 1.
Karl der Große starb höchbetagt 814. Beti seinem Tode lebte
von ihm nur ein Sohn, Ludwig der Fromme, und ein Enkel
Bernhard. Zwei andere Söhne, Pipin, Bernhards Vater und
Karl! starben vor ihm (310 u. 811). Ludwig der Fromme selbst,
der auf Karl folgte, hatte drei Söhne, Lothar, Pipin und Ludwig.
Dem ersten überließ er gleich nach dem Antrikte seiner Reglerung
Bapern, unter dem Titel eines Königreichs. Seinem zweikeh
Sohne Pipin gab er Aqgquitanien; den dritten aber, Ludwig, der
noch unmündig war, bebielt er indessen bei sich, Berthard, Sohn
seines verstorbenen Bruders Dipin, erhielt von ihm Italien, Mit
dieser Theilung schienen alle Prinzen zufrieden, und wahrscheinlich
würden sich alle ganz ruhig verbalten haben, wenn er es dabel
hätte bewenden lassen. Allein unglücklicher Weise nahm er schon
im dritten Jähre nach derselben eine zweite Theilung vor. In
derselben blieb zwar seinem zweiten Sohne Pipin Aguitanien;
aber seinem dritten Sobne Ludwig ertheilte er Bapern nebst Böhmen,
Käruthen und allem Lande, welches an die Wohnsitze dee
Wenden und Avaren gränzte, als ein zur fräukischen Monarchie
gehöriges Königrelch; und seinem ältesten Sohne Lokhar räumte
er alle übrigen Länder ein, ertheilte ihm den Kaisertitel, und übertrug
ihm sogar die Mitregentschaft im Kaiserthume. Eben diese
Erhebung des ältesten erweckte die Eifersucht der jüngern Söhne,
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