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gelang es, Neuve Chapelle zu nehmen. Weiter aber kamen die
Engländer nicht. Noch am Abend trafen die ersten deutschen Verstärkungen
ein — zwei Bataillone Sachsen und eine bayerische
Reservebrigade. — Am Ul. gingen die Verteidiger sogar zum
Gegenstoß über und warfen die Angreifer über den Cayesbach
zurück. Dergebens setzte Kaig drei Korps ein. Auch das Eingreifen
von Dorrien Smith, der mit einem ganzen Armeekorps angriff,
vermochte irgendwelchen entscheidenden Einfluß nicht zu gewinnen.
Die Engländer Batten zwar Neuve Chapelle genommen,
irgendwelchen entscheidenden Erfolg aber nicht errungen. Sie hatten
kebherie ihre Niederlage mit einem Derlust von 12000 Mann
ezahlt.
Alle die bisher geschilderten Kämpfe können jedoch nur als
ARebenhandlungen des großen, entscheidend gedachten Stoßes betrachtet
werden, den Joffre schon seit Wochen in der Champagne
vorbereitete, wo er die schwächste Stelle der Deutschen erkannt zu
haben glaubte. Seine Absicht wollte er dem Gegner dadurch verheimlichen,
daß er gleichzeitig im Sundgau, in den Dogesen, an
der Maas, in den Argonnen, an der Aisne und an der Somme örtlich
gebundene Gefechte unterhalten ließ. Unterdessen sammelte er im
Cager von Chalons überwältigende Kräfte, um durch einen Durchstoß
auf Vouziers die Aisne= und Sommefront zum Rückzuge zu
zwingen. Auch hier entwickelte sich die Schlacht aus zahlreichen örtlichen
Gefechten. Dom 20. bis 28. Dezember 1914 war bei Massiges
und zu beiden Seiten von Herthes gefochten worden. Die Franzosen
Ratten einen geringen Vorteil erreicht. Sie zogen das l. Korps
heran, das nordöstlich von Herthes eingesetzt wurde. Dom 8. bis
15. Januar wiederholten sich die Kämpfe. Deutscherseits wurde als
Ablösungstruppe die 1. Garde-Infanteriebrigade an der Höhe 200
nordwestlich Herthes eingesetzt. Sie kämpfte dort besonders vom
I. bis 4. Februar mit hingebender Tapferkeit und wurde dann von
der 30. Reserve-Infanteriebrigade abgelöst. Gleichzeitig kämpften.
die Deutschen bei Massiges um die BHöhe 101 und die angrenzenden
Hõhen, die von den Franzosen als „Hand von Massiges“ bezeichnet
werden. Am 3. Februar brachten deutsche Minensprengungen den
Berg zum Bersten. Er wurde von den sofort stürmenden Deutschen
genommen; ging zwar noch einmal verloren, wurde dann aber
sehr bald wieder erobert und endgültig behauptet. Da alle weiteren
Gegenangriffe vergeblich waren, beschränkten sich schließlich die Angreifer
darauf, ihn mit Artillerie zu bekämpfen. Dieses Feuer aber
schwoll allmäh ich zu nie geahnter Stärke an und erreichte vom 8. bis.
15. Februar früh eine Stärke, die von den Deutschen als Trommelfeuer
bezeichnet wurde. De Langle de Carv hatte sich entschlossen,
die geplante Schlacht zu eröffnen, die deutscherseits erst vom 21. Februar
an den Tamen der Winterschlacht führt, weil am 20. Februar
noch eine gewisse Kampfpause eintrat.