Nummer 82
duarflerungen der eingezogẽnen Landwehrmänner
gemeldet. Insgesamt werden bis 15. April
510 000 Landwehrmänner im europäischen Rußland
eingezogen. Die lebungen erstreden sich
auf 14 Toge ois 4 Wochen.
hof- und Personglnachrichken.
München. 6. April. Erzherzog Fran WVe *:
dinano tiifft in Verkretung des Kaisers Franz
Joseph am Dienslag, den 14. Apri, frar Inbr,
mit Sonderzug u vsfizi lem Bejnche am baneri—
schen Hofe ein. Zum Empfang wer den sich der
König, sämtüche: Prinzen, der Siaatominisier
des l91. Hauses und des Arußern Graf Herlling,
der barerische (be: andte in Wien Fteihert
von Tucher. dis Herden des Ehrendienmes, der
Stadtlommandarut. dernegierungevrafi. ent, der
Polizelmräl ident, die beiden Bürgermeister und
die Vorftände des Gemeindelollegiums und eine
Offiuiersderu#tmion) des 2. Schweren Reiter- Reg.
„Erika: 39 (#.au: Ferditand“ am Vahrnbo#t einlinden.
Ein« Ehr lomragnie und eine Geleitstruppe
#rweiten 2ie militärischen Ehren. Die
Fahrt van Babenbod etiolgt durch die Schützen—
siraße, über den Karhsplatz durch Neuhauser-,
Kaufingeriraße. Matienplatz. Dienerstraize zut
Residenz. Hert enrfangen die Königin, die
Prinzessinnen und rar heine Gefolge den hoben
Gast, der in den #en. Trierimmern alsteigt.
Um 1 Uhr sindet milientasel. um S###. Uhr
Abend Souper bei Punz und Prinzes in Leopold
statt. Am Nuttwech, den 15., wird der Erzherzog
um 1 Uhr ti sem ölher#iwischen Gesandten
v. Velies dar Frühfäck einnehmen, nachmittags
einige Sche###swürdiekiten be'schtigen undabends
sindet iu Chren rer Cales Gal alafel im Hofballigale
de. Re'sbenz üatl. Die Abreiie erfolgt
unmiltelbar darauf mit Sondr
München, 6. Aprll. Der Großherzog
und die Großher ogin 5n Baden treffen
in Erwiderung ig des vor wigen Vesuches
des banyerischen Körigspaar es am Frei! aa den
17. April. Lachmittags 3.25 Uhr in München
ein. Der König und die Königin werden mit
samtlichen Prinzen das großberrogliche Paar
am Bahnhof in der üblichen Weise einpfargen.
Zu Ehren des großderioglinzen Paares in am
17., nachmittags 612 Uhr. Familientafel bei
dem Königspaar, adends 5 Uhr ei### Fenvorstellung
(Ariadne auf Naros) in Nei idenztheater.
Am 18. mittags 12 Uhr wird der Groß—
herzog dem Rathaur einen Beiuch abstatten,
um 1 Uhr mit der Großherfogin das Frühstück
bei dem badischen Ge- andten Frhrn. von
Reck einnehmen. Um ½8 Uhr findei zu Ehren
es Gliohberogs und der Großherrocin von
Baden inernuer im Honbalbdaal der vie'idenz
stan. Die Abreife des arczherzoglichen Kaares,
das imn Komgeban der Residenz Woynung
mmmt. erfolglt So#miag vormittags 121.25
Uhr nach Hohend## bei Jötz.
Detersburg, 6. Abril. D
*. russische Zareufamilie
wiro riorgen nach der Krim ab—
reisen, wo jie bis 20. Juͤni bleiben wird. Wie
vcriautet, soll a Tage der Abreise die Verlobung
der E#ssiuenn Olga mit dem Prinien
Korol von Rumanien velannigemacht werden.
Soziale Rundschau.
München, 6. April. Das „Zentralhlatt“
veröffenllichi in Nr. 7 den Bericht des banerüchen
Sekretarials der enrnverba de der
einichen („Pener! chafte
Jahr 1913 Troi der ichwieri
der sich der 1% :
lessfcncnsal
sisrctssts
H"k ? .
met ths ers-n sikssi
lichen Gewerk'chaflen
verzeichnen. Am use der Jahrer waren un
Bezirle 651 I rurpen mit 57 30 Mitgliedern
vorhan de Irtslartelle bestanden
Lohnbewegung. urd en
13 allein r##n den hrin li
Mit Ausnahme der öril
Grund der N rif: inod tie
werlschaften im Veiirle an 112.
beteiligt.
Derschiedene Nachrichten.
Berlin, 6. April. Die Gläubigerverlammilung
der in Koninrs geratenen Warenhausfirma
Wolf Wertheim findet am 6. Mai
statt. Mit diesem Konturs schließt das Passagelanfhaus,
die letzte der Unternehmungen, die
den Namen Wolf Wertheim trugen. Bei der
Durchführung des Konkurses dürflen nur etwa
5 Prozent herauskommen. 1200 Angestellte#o ves
Poffagelaushanfes werden siellungslos. Die
Zahl der Eläubiger soll 4000 betragen und oie
gesamten Passiven belaufen sich auf 25 Millienen
Mark, denen 3 Millionen Aktiven gegenüberstehen.
Breslau, 6. April. Der Bureauvorsteher
des Nechtsanmaltes Czapa erschoß heute eine
Maschinenschreiberin und floh nach Unterschlagung
einiger tausend Mark. Die Tat ger' schah
vermutlich deshalb, weil das Mädchen auf die
Liebesamräge Müllers nicht einging und den
Lorsoiag. mit ihm zu fliehen, ablehnte. Die
Flucht schein! seit langem. geplant gewesen zu
sein. Vor fünf.Tagen hat der Bureauvorsteher
5000 Mk., die er wegschicken sollte, nicht abgeliefert.
ußerdem stahl er seinem Vater ein
Sparkassenbuch, das ihm. dieser wieder abnahm.
Bremen, 6. April. Gestern abend fuhr
ein pon Furha#en kammender Persanenzug hej
10 gerührt daron
en Gewer! baiten.
Verträgt
I iselichen Ge-Tarifsverträgen
auf
Kosen#erAnze#es
der Ausfahrt aus dem Bahnbof Lehe infolge
umtichtiger Weichenstellung in ein falsches
Gleis und überrannte den am Ende stehenden
Prellbock. Die Lokomotive stürzte mit mehreren
Wagen die Dammböschung hinab. Der
Lolomotwführer und der Heizer wurden gekötet.
Prag, 56. April. In Birlenberg bei Pribram
erschlug der Bergarbeiter Scherner in
einem Anfall von Wahnsinn seinen elfjährigen
Sohn und seine Frau und verübte oann Selbstmerd.
Ein zweiter Sohn verlor vor Schreck die
Sprache.
Budanpest. 6. Abril. Der Urheber des
Vombenattentats im Debrecziner Bischofspalast,
Cataru, murde in der Umgebung von Ueslüb
setgenommen. Das öflerreichisch ungarüsche
Keniniat verständigte di: Gesandtschaft in Bel-VLad,
um die zur Wuslieserung notwendigen
Schritte einzuleilen. Die Spur Catarus wurde
durch einen Brief gesunden, in dem er leinen Eliern
mitteilte, er wolle sich zunächst in Uesküb
aufhalten und sich späler nach der Schweiz begeben.
London, 6. April. In der St. Martinskirche
enistand gestern abend eine Erxplosion,
durch eis ein Teil oer Betstühle losgerissen und
zwei bunte Elaefenster zertrümmertwurden. Man
nimmt an, daß Frauenrechtlerinnen Bomben in
die Kuch: peworfen haben.
Newynorl, 6. April. In Oclahama in
Jentalamerika hat siich gebern ein blutiges
Drama abgespielt. Jwei junge Indianer vom
Stamme der Sem molen haben eine vierlöpfige
Familie ermordet. Sie erschienen vor dem
Hauje eines reihhen Farmers namens David
Volees. Als der Farmer auf das Klopsen der
Indianer öffnete, schossen diese mit Revolvern
auf ihn, worauf Bolees tot zusammenbrach.
Auf diese Schüsse eille Volees Frau herbei,
welche von den beiden Indianern vergewaltigt
und dann Oleichsalls erschof sen wurde. Dann
drangen die Verbrecher in? Haus hinein. In
dem Zimmer sanden sie einen 128jährigen Knaben,
der sich aus Anas versleckt hatte, zogen ihn
aus seinem Versteck hervor und schlugen ihm
mit einem Eisenstück den Schädel ein. Schließlich
sanden sie auch dar zweijährige Töchterlein,
das sie gleichfalls durch Schüsse köleten. Beide
Indianer, die zwei Brüder Holatta, wurden von
der MPoi izoi verhafiet tund ins Gefängnis geworsen.
Kaum halte sich jedoch die Nachricht von
dem Verbrechen verbreilet, als eine Anzahl von
Stammesgeno'sen der Seminolen vor dem Gefängm's
erschienen und versuchten, ihre Stamme:
cgenoffen herauembe#mmen, um sie zu lynchen.
Die Seminolen sind über das Verbrechen
aufs höchste erregt da sie befürchten, daß die
Weihen an ihnen dafür Nache nehmen merden.
Die Vefängnis zwache mußsßte durch ein Militäraufgebot
verstärlt werden, um die sich immer
wiederhelenden Anarifse der Seminolen abzuwehren.
Newyork, 6. Apri. Der Dampfer „Southern
Croß“. der bei der Rettung des verungläckten
Dampfers „Neufundland“ beschäftigt
war, gilt mit seinen 175 Mann Besatzung als
verleren. Man nimmt an, daß er von Eisschollen
zerdrückt worden ist und daß seine Beatzaing
auf dieselbe schredliche Weise ums Leben
lam, wie die vom Blizzard überraschten Fischer
der „Reufundland“. Erfahrenc Seclkeute glauhen,
daß das Schiff versucht habe, sich mit
seiner fostbaren Ladung von Robbenfellen
dmazulämpfen, um als erstes Schiff winzulan.
gen und dadurch' hohe Preise zu erzielen. Die
„Vellarentura“ ist mit 50 Urberlebenden der
„Neufundland“ in St. John angekommen. Es
gelang dem Schiffe, die Eiobarriere, in die c5
Cir geschlossen war, zu durchbrechen.
Ilurmeswülen.
München, 6. Aprik.
Der orlanartige Sturm, der heute mittag
ilbli,8n h, einjente und über die Stadt hinfegte,
Let :: melrjachen Schaden angerichtet. namen::=ch
in Laidhausen und in den östlichen Stadt-64
iten. In dem Hause 11 an der Elsässerstraße
murde der größle Teil des Dachstuhles weg:
Eriir sen und die Kupferbedachung mit dem Holzgeralt
in den Hofraum des Hauses geschleudert.
Verletzt wurde dabei glücllicherweise niemand.
Der Schaden ist sehr beträchtlich. Auch die
Feuerwehr war am Platze erschienen. Miltags
121½ Uhr stürzte vom Dache eines Hauses un
der Neüüdensstraße insolge eines heftigen Sturmes
ein vier Meter breites und über drei Zentner
schweres Lattengerüst herab, wobei ein Po-3onPr
der Nesidenzwache nicht unerheblich verwu
*Wi aus der Propinz werden Sturmschäden
gemeldet. In Passau wurde der etwa 25
Meter hohe Aussichtsturm auf der Ries niedergewarfen
und damit ein Wahrzeichen Passaus
bc rrihtet. Der Turm wurde gänzlich zertrümmer
Aus Traunstein wird gemeldet, daß der Blitz
beute mittag in das Anwesen des Oekonomen
Staller in der Hutzenau schlug und sofort zündete
Das Haus brannte vollständig ab. Das
Nachbaranwesen des belannten bayerischen LanZ
lagenbgeorbneten Eisenberger blieb vom Feuer
verschont
Bei Wertingen (Schwaben) ist am Montag
mittag der von Augsburg herlommende (6ül
terzug ca. 200 Meter vor der Einfahrt in
Bah p# einem initbacen
Den Bahuhns Wertingen
Wirbelsturm überrascht worden, der über Nördlingen
nach Osten hinzog. Dieser Wirbelsturm
kam in einen Wagen, delsen Türen offen standen
und riß diesen Wagen und mit ihm noch
sieben andere über den Bahndamm hinunter.
Zwei Wagen wurden quer über den Bahnkörper
geschoben, so daß auch das sreie Gleis geiperrt
und der ganze Verlehr unterbrochen wurde.
Die Mittags= und Nachmittagszüge e muß!en
umparliert werden. Ein Verlust an Menschenleben
ist nicht zu beklagen. In einem der umgeworsenen
Wagen befand sich ein Vremser, der
aber leinen Schaden erlitten hat.
Der Sturm scheint auch in Norddeutichland
Kemlich heftig gewütet zu haben, da heute nachmittag
fast sämtliche Telephon= und Telegraphenleilungen
vom deutschen Süden nach dem
Norden gestört waren.
Münchener Neuigkeilen.
München. 6. April. Gestern wurde in Satzbur
vor Einbrecher verhaftet, der vor einigen
Tagen den Laden des Goldarbeiters Stark in
Müen an der Müllerstrabe ausgeraubt batte.
In oem Besitze des Diebes, eines 20jährigen
*p von München, wurde nur ein lleiner
Teil er Beute vorgefunden. den er in Salzburg
veräupern wellte. Die anderen gesiohlenen Sachen
halte er in seiner Wohnung an der Weinstraße
in München versleckt.
Bayerische Nachrichlen.
Oberammergau, 6. April. In der gestri.
gen, starl beiuchlen Gemeindeverkammlung in
Oberammergau wurde die Frage der Auffüh.
rung der Kreuzspiele 1915 einstimmig abgelehnt,
wegen der schlechten Erfahrungen, die man
in den srüheren Jahren, zuletzt 1905, gemacht
hat, und hauptsächlich dehalb, weil in den
Jahren nach dem Spieliahr der Fremdenverkehr
sehr zurükgegangen ist. In der gleichen Ver-
sammlung wurde cem Schnitzschuldireltor Lang
das Chrenbürgerrecht verhicben-St.
Gttilien i. Obb., 6. April. Durch dir
Cihelung zu Abteien des Benediktiner- Priolato
Schw-. ero und des Benediktinerklosters,
Münner chwarzach, die beide zur Benediktiner-Kongregation
von St Ottilien gehören, ist
das biräge Missionskloster Ertabtei und der bisherige
Abt P. Norbertus Weber Erzabt geworden.
Vamberg, 6. April. Der einzige sozialdemolratscche
Magistratstat oahier, Privatier
Karl Zimmer, oer für die Periode 1912 mit
1917 in das Kollegium gewählt wurde, meidet
schon seit Jahr und Tag die Magistratssitzungen,
weil einet ober der andere der älteren Kollegen
in Geheimer Sihung eine Zigarre raucht.
Auf die Verstellungen des Amtevorstandes, daß
cuentuell Zwangsmaßregeln angewendet werden
oder auch der Aus schluß, erfolgen lönnte,
ertlirte Magistratsrat Zimmer erst dann wieder
den Sitzungen anwohnen zu wollen, wenn er
die Gewißheit vabe: daß in denjelben nicht mehr
geraucht weroe. Dieren Gesallen hat man ihm
nicht getan und so wurde der Streilende nun
schon zweimal mit Gelostrajen geahndet. Da
auch biese nicht den gewünschten Erfolg hatten,
will nan nun oen Ausschlus des „Genossen“
in Erwägung ziehen. Der Ausschluß ist, wie
auch die Kau Kreisregietung besläligt hat, zwar
affi , bon ist die Zustimmung des Gemeindesolldgen
ums erforderich.
Bayherisches Oberland.
Vad Aiblinga, 6. April. Am Samstag den
25. April (Georgimarlt), vormittags 10 Uhr,
findel in der Viehhalle zu Bad Aibling Zucht-Nrierprämüerung
und Zuchlviehmarkt statt. Anmeldn#gen
oder Aufragen sino an die Gescheftssielle
der Viehzuchlacnossenschaft in Bad
Aibling zu richten. Am Ostermontag, nachmittags
2 Uhr, sindet im Schuhbräusaale die
ordentliche Milgliederversammlung des Landw.
Bezirlvcreins Aibling statt. Im Anschluß an
diete Verjammiung, in welcher K. Bezirkötierarzt
Kürschner über Viehzucht und Zuchtviehvermitllung
sprechen wird, findet eine Verlosung von
sechs weiblichen Zuchtschweinen siatt.
Au bei Nibling. 6. April. Der Kuchenrestanrierungsverein
hielt am Sonntag seine Generatversammlung
im Stigloherschen Gasthaus ab.
Der finanzielle Stand des Vereins ist sehr günstig.
Obwohl die Nenovierung einen größeren
Umfang. angenommen hat, wie ursprünglich vermutet
wurde, ist doch die Hälfte aller Kosslen
schon gedeckt. Der Gesamtbetrag stellt sich auf
12 000 Mk. Die Mittel flossen aus den Vereinobeiträgen
wie auch aus Spenden. Dieser
schöne Erfolg ist namentlich am’ die Bemühun-Hen
des H. H. Pfarrers Niedmeier zurückzuühren.
Eusorf, 6. April. In den letzten Tagen
* der Verschönerungsverein Endorf. u. U.
eine 8. ocdentliche Generalversammlung in Endorf
ab. Inhajstlich des vom Vorstande erstatteten
Nechenschaft-berichtes zählt der Verein 90
Mitglieder. Die Haupttätigkeit des Vereines
war im abyeelausen en Jahre auf Unterhaltung
der bestehenten Wege und Anlagen gerichtet.
Besonderes Juleresse cetregte die Mitteilung, daß
trotz oer ungewöhnlich ungünstigen Witterung
des Jahres 1913 in dem vom Verein erbauten
mt —
mittwoch, s. Aprik 1914
- schließt ab mit 572.78 Mk. Einnahmen,
3,30 Mk. Ausgaben und 29,48 Mk. Aktio-Hichn
kommt doch der Wertanschlag erheblicher,
Unenkgeltlicher Raturalleistungen an Fuhrwerl
uno Malerialien. Das schon seit Jahren
angestrebte Zugeständnis der k. Verkehrsverwaltung
für Anhalien des Mittags. Schnellzuges
München-Salzburg auch im Sommer und
der Benützung des zur Nachtzeit verkehrenden
Ferngüteruges 2251 für den Personenverkehr
ltonnte ouch heuer nicht erlangt werden.
rien, 6. April. Die K. priv. Feuerschützengesellschaft
hielt am Sonntag abend ibre
E eneralrersammlung. im „Bayerischen Hof“ ab.
Im letzten Jahre sind drei Mitglicder durch
Tod abgegangen. Der Kaslebericht ging in
Ordnung. Der bisherige Schützenmeist er Herr
Taver Bogenberger lehnte eine Wiederwahl ab.
An seiner Stelle wurde Her Oslar Niedermayer
einstimmig gewählt.
verschönerungsverein Rosenheim.
Schluß.)
Weganlagen auf der Fürstätter
zu
e.
8
Nach oiesen Beschlüssen rerbleibt nach dem
Voransd,log für 1914 noch eine Reserve von
684,70 Mark. Der Ausschuh hat in seiner letzten
Sitzung be schlossen, diesen Betrag heuer nicht
zu verwenden, ihn vielmehr einstweilen zu admassieren
und im nächsten Jahre zu größeren
Wegankagen auf der Fürstiätterhöhe zu verwenden.
Man denkt dabei namentlich an die
Erschließund des Lor'sgen Waldgebietes. In diesem
Zusammenbange ußerte ein Mitglied aus
Fürstätt den Wunsch nach einer Verbindung
zwischen der schönen Aussicht und der äußeren
Münchner Straße. Es konnte in Auosicht gesiellt
werden, daß die W ünsche inbezug auf das
Fürställer Waldgebiet im nächsten Jahre in
Erfuilung gehen würoen. Schiießlich wurde der
Admassierung der Reserve für nächstes Jahr
zugestimmt.
Meganlage in Schloßberg
Damit helangte man zu dem letzten Punkte
der Jegerordnung: Wünsche und Anträge Ein
Wunsch betraf die Schaffung eines Weges vom
Salinschlöchen in Schloßberg zur Bahnunterführung
oder vom Sternbräuleller nach Höhensteig.
Cs wurde varauf erwidert, daß das
Ausgaben seien, welche in das Arbeitsgebiet des
Veischönernagsvereims Schloßberg fallen.
Die Fassadenecneuerungen.
Weiter beschäftigte man sich mit den Fassadeneinencrungen
im Stadtinnern, namentlich an
den Häufe "rn. welche der Stadt das alttypische
Gepräge geben. Wie ein Mitglied ausführte,
hat der Verein nichl nur vie Aufgabe, die Stadt
inbezug anf die Nalucr zu verschönern, sondern
es liegt ihm auch die Erhaltung des künftlerisch
schönen Bildes der Stadt ob. Er muß
auch dasür forgen, daß schöne Sladtbilder erhalten
bleien un. Straßen in ihrem ursprünglichen
Charalkter nicht beeinträchtigt werden. Dabei
wucde es als eine Geschmacklosigkeit bezeichnet,
wenn ein Arkadenhaus so heruntergepunt
weroe, wie es in der Heilig geisistraße geschehen
sei. Solche Verirrungen, mahhe ein ganzes Straheubso
verunstialten lönnten, müßten unterbunden
werden. Deshalb sollte eine Slelle geschaffen
werden, bei der sich die Hausbesitzer inbezug auf
die Fatbenwahl für die Falssadenerneuerung erkundigen
lönnten. Auch an einem Hause in der
Münchner Stzahe sei in dieser Hinsicht sehr
gesündigt worden. Es müsse dafür Sorge getragen
werden, daß lche Vorlommnisse in Zulunft
unterblieben. Der Vorsißende erblickt in
olesem Wunsche eine danlenswerte Anregung,
welche im Schoße oder Stadtvertretung berei:s
ausgegriffen worden sei. Der Bauausschuß werde
lich in seiner nächsten Sitzung damit beschäftigen.
Ortspolizeiliche Vorschriften, welche Mihesie alungen
verhindern sollten, seien bereito in Instruktion.
Mit Interesse nahm die Versammlung
von diesen Milteilungen Kenntnis.
Der Dankfür oie Mitarbeit.
Damit waren die Beratungen zu Ende gediehen.
Der Vorsitzende dankte allen für die rege
Beteiligung an den Beratungen, ferner dem Kassier
uno den Ausschubmilgiiedern für ihre Mühewaltung,
dem Salinamt, der Bauinspektion und
dem Forsiamt für die Föroerung der Vereinsinteresten,
der Stadtgärtnerei und deren Verwaltungsrat,
ferner Hm. Stadtbaurat Schlögl,
dem Schöpser der Wege des Vereins, der Stadt
verlretung fur den. breszuschuh usw. Er verlnüpfte
damit den Wunsch: Möge der Verschonerunasverein
Rosenheim auch weiter blühen
und gedeihen zu seimen Zweck immerdar
im Auge behalten: Die Verschönerung des Bildes
der Stadt Rosenheim und ihrer Umgebung!
Reicher Beisall beoleilete diese Worte.
Zum Schluß widmete Herr Heliel der eifrigen
Tätigkeit des Vorsitzenden Herrn K. Hofraies
Bürgermeisters Wüst. ehrende Wortie der Anerlemung
für lein eifriges erspriehliches Schaf.
sen. Der erschöpsende Jahresberscht gebe ein
anschauliches Bild dieser regen Tätigkeit, die
immer von Erfolg begleltet sel, weil er slets die
Schödeit der Stadt im Auge behalte. Ihren
Damk für diese Tätigkeit brachte die Versammlung
durch Erheben von den Sitzen zum us