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wie die alle zehn Jahre gehalten werden sollten, aufs Neue
geschärft.
Nie war noch ein so seierlicher Schluß der ganzen Deutschen
Kirche gefaßt worden. Die kaiserlichen Gesandten erklärten
ihren feierlichsien Beitritt im Namen des Kaisers und
des Reiches; der Erz-Bischof von Mainz, der selbst gegenwärtig
war, erklärte sich im Namen seines Sprengels; so
der von Cöln und der von Trier; so die Gesandten der Erz=Bischöfe
von Salzburg und von Magdeburg; so traf eine
Erklärung des Erz-Bischofs von Bremen ein; die ganze
Deutsche Kirche in allen ihren Häuptern war einstimmig.
Man blieb sechs Jahre lang diesem einmal gefaßten Schlusse
treu, der Anhang des Pabsts konnte nicht gedeihen, die Freunde
des Conciliums konnten nicht siegen, kein Pallium wurde gelöst,
keine Annaten bezahlt, keine Dispensation gesucht, die
Wahl-Freiheit der Stister blieb ungekränkt, es war ein fünfjähriger
Versuch, dem der Pabst nicht bloß Finanz halber
länger nicht zusehen konnte, das ganze Geheimniß mochte
verralhen werden, wie leicht sich ohne einen Pabst leben lasse.
Pabst Eugen, der treu genug unterrichtet war, wober
den Deutschen ihr Muth komme, der erst abwarten wollte,
welchen Ausgang die einheimischen Händel der Erz-Bischöfe
von Cöln und von Trier haben würden, ob ibn nicht eine
blurige Fehde von diesem oder jenem befreie, ob diesem und
jenem der Muth nicht sinke, Pabst Eugen, der, durch die
Nachrichten des kaiserlichen Secretärs Aencas Piccolomini verleitet,
gar zu sanguinisch zu hoffen anfieng, wagte einen entscheidenden
Pabstschlag, er entsetzte die Erz= Bischöfe von Cöln
und von Trier, er vergab ihre Stifter an zwei Vettern des
Herzogs von Burgund, er zeigte mit einemmal eine ernstvolle
Emschlossenheit, die immer noch mehr fürchten und jeden der