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an, gleich einem ausgespannten eccentrischen. Netze verziert. Vorn,.oben
vor dem Bogen des Prosceninms, dessen ‚untere Bogenseite mit Cassaturen
gemallt ist, in welchen die Bilder der Musen sich befinden, ist in der Mitte
desselben, nach italiänischer Sitte, eine Uhr. Auf beiden Seiten sind,
als Victorien, die einander Siegeskränze entgegen halten, die Tragödie und
Comödie nebst der Musik und Dichtkunst, wie über einem. Triumphbogen.
schwebend, angebracht. Alles’Gemahlte.des. ganzen Auditoriums ist 'mit einer
Art Enkaustik oder Wachsfimifs überzogen, wodurch solches einen angenehmen,
nicht grellen Glanz erhalten hat. _
Bei Bällen und Redouten, zu welchen der Boden des Auditoriums '
der Bühne gleich hoch gemacht wird, so dafs das Auditorium mit der Bühne
einen Tanzsaal bildet, wird die Bühne: mit drei Seitenwänden;, die mit.
korinthischen Säulen, gleich der Seite des Prosceniums, geziert: sind, umgeben,
und oben mit einem geschlofsenen Plafoud vetsehen....
Die Bühnenvorstellungen für die Repräsentationen hat-der hiesige
verdienstvolle Künstler, Hr. Hof-Theatermahler,Gafsner, theils’nach sei-.
nen, mehrentheilsaber nach meinen Entwürfen, äußerst schön ausgeführt. ' Die
Harmonie in Licht und Farbe ist durchgängig da:wohl beobachtet, dals manche
Decorationen mehr Natur, als ein künstlich zusammengesetztes Bild, zu
seyu scheinen.
Im Ganzen bestehen solche vorzüglich aus folgenden:
ı. Ein Stadtprospect, welcher.den neu projectirten hiesigen Marktplatz mit
seinen Umgebungen, nebst. der. Ansicht der verlängerten Schlofsstrafse
"vorstellt.
Da diese Vorstellung vorzliglich fürden!Prolog bei Eröffnung des Tbeaters
gebraucht ward, und'als.ieine Localrorstelking. nicht. bei jeder Gelegenheit
gebraucht werden kann; so ist diesen Prospect;so.eingerichtet ‚dafs derselbe.
durch einige Versetzstücke, und durch ‚eine zweite Stadtgardine, wie. auch:
durch die Ansicht des Innerw eines Stadttkors, karcht verändert werden kann.;
2. Ein großser gothischer gewölbter Rittersaal, welcher hinten achteckicht
zuläuft, und von grünlichem Marmor ausgelegt zu seyn scheiut, und
daneben mit bronzenen Statuen von: Ritter jenes Zeitalters ausgeziert ist.