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darauf hin.!) Die Legation Campeggis war sogar, wie
es scheint, bestimmt, nebenher für dieses Ziel der päpstlichen
Politik Anhänger zu gewinnen. Man kann sich
diesem Eindrucke schwerlich entziehen, wenn man in
dem Creditiv des Legaten für den Reichstag ausgesprochen
findet, dass der sehnlich gewünschte Türkenkrieg
ohne den Frieden in Europa gar keine Aussicht auf Erfolg
biete, und wenn man in dem Schluss der zweiten
Rede Campeggis die Aufforderuug an die Stände liest,
selbst auf Erreichung des Friedens zu denken. ?) Der
Legat fand jedenfalls den günstigsten Boden für solche
Aufforderungen. — Am 24. März war es in Nürnberg
bekannt, dass der Cardinal von Capua seine Reise angetreten
habe, um im Auftrage des Papstes den Frieden
zu vermitteln. °) Dazu kam noch, dass man von inneren
Zwistigkeiten im türkischen Reiche hörte, und dass ebenfalls
noch im März ein Bote von dem Perserschah in
Nürnberg eintraf, der dem Kaiser ein Bündniss gegen
die Türken antragen sollte. *) So verringerte sich die
!) Baumgarten II, 1, p. 285. 286. Ehses, die Politik Clemens
VII. bis zur Schlacht bei Pavia. Münchener histor.
Jahrb. VI. (1885) p. 571.
2?) Credenz Campeggis. Rom, 1. Februar 1524 (Fr. RTA. 39.
fol. 313-324): der Türkengefahr sei nicht abzuhelfen bei der
Zwietracht der christlichen Fürsten, quibus ita exacerbatis
odio ita cruento inter se bello digladiantibus, ut adhuc non
modo pacis vestigium nullum appareat, sed ne nomen quidem
equis auribus admittant ... non ignoramus spem unicam salutis
firmamentum christianitatis in vobis etnobili ista invicta
natione positum esse. — Ueber die zweite Rede des Legaten
s. ob. p. 97. Siehe auch die neue Instruction an Campeggi,
14, April 1524 p. 101 Anm. 3.
3) Förstemann p. 171. Der Erzbischof war zwischen dem
10. und 15. März von Rom abgereist, war Ende März in Blois,
ging nach Spanien, wo er mit dem Kaiser conferierte, war am
ll. Mai wieder in Blois, am 23. Mai in London. Ehses |. c.
p. 571. 576.
ı) Förstemann p. 160. 118.