Full text : Das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.

430

Die  einstmaligen  Hochstifter  und  Reichsstädte.

Stuhl  zu  Mainz  wird  auf  die  Kathedrale  an  Regensburg  übertragen.
Die  Würden  eines  Kurfürsten,  Reichserzkanzlers,  Metropoliten-Erzbischofs
  und  Primas  von  Deutschland  sollen  auf  ewige  Zeiten  damit
vereinigt  bleiben.  Der  Erzkanzler  Karl  Theodor  von  Dalberg  erhält
die  Stadt  Regensburg,  die  Abteien  St.  Emmeram,  Obermünster  und
Niedermünster,  dazu  das  Fürstenthum  Aschaffenburg  und  die  Stadt
Wetzlar.  Einkommen  650,000  Gulden.

30.  Dezember  1803.  Der  Kurfürst  Erzbischof  von  Dalberg  zieht  in
Regensburg  ein.

1803—1810.  Fürstenthum  Regensburg.

1806.

1809.
1810.

1812.

1814.

Der  Kurfürst  Erzkanzler  Karl  Theodor  von  Dalberg  tritt  dem  Rheinbund
  bei,  erhält  den  Titel:  Eminenteste  Hoheit,  bekommt  zu  seinem
Gebiete  noch  die  Stadt  Frankfurt  und  Souverainetätsrechte  über
mehrere  Güter;  Residenz  des  Fürsten-Primas  zu  Frankfurt.

23.  April  großer  Brand  in  Regensburg.

17.  Juni.  Der  Fürst-Primas  nimmt  von  den  Gütern  des  auf#gehobenen
  deutschen  Ordens  Besitz.

16.  Februar.  Der  Fürst-Primas  wird  Großherzog  von  Frankfurt  mit
dem  Titel  „Königliche  Hoheit“  und  tritt  Regensburg  an  Napoleon  ab.
28.  Februar.  Regensburg  kommt  an  Bayern.  Besitznahme
durch  Freiherrn  von  Weichs  und  von  Mieg  am  9.  und  22.  Mai.
23.  September:  Regensburg  Hauptstadt  des  Regenkreises.

Der  Fürst  von  Thurn  und  Taxis  kauft  die  Gebäude  des  Stifts
St.  Emmeram  und  erhält  von  dem  König  Max  I1  von  Bayern  die
Herrschaft  Donaustauf  zu  Lehen.

Januar.  Karl  Theodor  von  Dalberg  geht  nach  Auflösung  des  Rheinbundes
  und  Verlust  des  Großherzogthums  Frankfurt  als  Privatmann
nach  Regensburg,  erhält  eine  jährliche  Sustentation  von  100,000
Gulden  und  stirbt  am  10.  Februar  1817  (geb.  1744  zu  Hernsheim
bei  Worms).

II.  In  der  Uheinpfalz.
4)  Hochslift  Speier.

Vorrömisch  oder  gallisch  Noviomagus;  römisch  Nemetes;  seit  Anfang
des  7.  Jahrhunderts  Spira,  dann  Spir,  seit  dem  16.  Jahrhundert  Speir,

Speier.

200—300  n.  Chr.  Alemannen  und  Franken  zerstören  Speier.  K.  Kon-348.



614.

665.
800.

1030.

1061.

1289.
1294.

stantius  Chlorus  Wiederhersteller  Speiers.

Jesse,  angeblich  Bischof  in  Speier.

Gründung  des  Bisthums  Speier  unter  König  Chlotar  II;  Athanasius,
Principius  die  ersten  Bischöfe.

König  Childerich  II  von  Austrasien  verleiht  der  Kirche  von  Speier
volle  Immunität.

Civitas  Spira  mit  einer  königlichen  Pfalz.

König  Konrad  II  legt  den  Grund  zum  Dombau.

Einweihung  des  Doms.

Eine  große  Feuersbrunst  beschädigt  den  Dom,  ebenso  1450.
Vollkommene  Reichsfreiheit  der  Stadt.

1530—14693.  Das  Reichskammergericht  zu  Speier.

1689.

31.  Mai  bis  2.  Juni.  Die  Stadt  Speier  wird  von  Montclas  genommen
  und  eingeäschert,  der  Dom  zerstört.