Volltext : Das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.

40  Reichs=  und  Staatsangehörigkeitsgesetz.

2.  ehemalige  Deutsche,  die  ihre  St  A.  verloren  und
keine  fremde  St  A.  erworben  oder  auch  diese  verloren
  haben,

3.  ehemalige  Angehörige  deutscher  Bundesstaaten
oder  in  solche  einverleibter  Staaten,  die  vor  dem
1.  1.  1871  ihre  St  A.  verloren  und  keine  fremde
St  A.  erworben  oder  auch  diese  wieder  verloren
haben,

4.  ehemalige  Angehörige  fremder  Staaten,  die  keine
St  A.  mehr  besitzen,

5.  Angehörige  einer  Rechtsgemeinschaft,  die  nicht
als  Staat  anerkannt  ist,  wozu  auch  die  Eingeborenen
  unserer  Schutzgebiete  zu  rechnen  sind.

Unter  Staatlosen  versteht  man  gewöhnlich  nur  die
zu  1  bis  4  Genannten.  Ihre  Zahl  steht  für  Deutschland
nicht  fest;  sie  ist  aber  sicher  größer,  als  man  gemeinhin
denkt.

Es  kommen  vor  allem  drei  Fälle  der  Staatlosigkeit  in
Betracht:

1.  die  Staatlosen  in  Nordschleswig  —  s.  Erl.  9
zu  8  13  —

2.  die  oben  zu  3  bezeichneten  ehemaligen  Deutschen,
besonders  ehemalige  Hannoveraner,  die  vor
dem  1.  1.  1871  ihre  St  A.  durch  Aufenthalt  außerhalb
  Hannovers  verloren  haben  —  s.  Erl.  8  zu
8  31  *P„

3.  die  ehemaligen  Deutschen,  die  auf  Grund  des
§  21  des  alten  RöSt.  ihre  RA.  durch  Aufenthalt
  im  Ausland  verloren  haben  —  (.  Erl.  1
bis  7  zu  §  31  —.