— 143 —
dieser Leinwand weben können, und wenn sie fleißig sind, von der
gröberen Sorte noch mehr.
, ausgedehntem Maße werden auch noch Warpröcke gesponnen,
die aus Flachs mit Wolleinlage hergestellt werden und fast die auschriehiche
Bekleidung der Instfrauen und ihrer Töchter bilden. Sie sind
nicht nur von unver leichlicher Sltbarkeit, talenddern. auch sehr schön in F
Farbe und im Muster. Die zu diesen R nötige Wolle kostet da
Pfund 1.80 M. Wenn man nun W“ v0o man einem WN
Rock nur 2 Pfund Vore, und 34 Pfund Flachs gebraucht, und daß man
diesen Rock Jahre ragen kann, so begreift man, wie wertvoll *7#
Eelbsigerstellung solleng —m 7 ist. (Landindustrie II, Nr. 19.)
Literatur: Kuhnert, Der Flachs, seine Kultur und Verarbeitung
nebst Vorschlägen zur Hebung. des Flachsbaues. Werlag don Paul Parey,
Berlin. — Kuhnert, Anleitung zum Flochsba u- Oewusgegeben don
der Deutschen bandwirtschafts-Gesellschaft. bein, Anleitung
um Anbau des Leins, Stuttgart, J. B. F*3 ½- Verlag. — Wil-4
und Johann Kopp, Handbuch für hebn und Flachs-Preitung.
Verlag von Eug. Ulmer, Stuttgart. — Pun , Flachsbau
und Flachsbereitung. Verlag von A. Hölder, Wien. — Haasescher
Gudwirtschaftlicher und Flachsbau---Kalender.
rag. Verlag der K. K. Hofbuchdruckerei A. Haase.
Obstbau.
Die Zahlen des statistischen Jahrbuches für das Deutsche
Reich 1907 geben wieder einen beredten Beweis für die gewaltigen
Summen, welche für frisches und getrocknetes Obst in das Ausland
gehen. Es beträgt der Wert
der Einfuhr der Ausfuhr
an (F frisch. im - 1900 17 908 000 M. 697 000 M.
Birn —Dez. 1906 5 414000 840 000
Berven2 bst. · · ss96000.1085000-.
Hafelnüssen, Kernen, 6 165 000 „ 17000
. Wal--, Paranüssen, » 3 130 000 „ 77000
Aepfeln, getrocknet, „ « 4762 000 „ 127000 „
« · 0252000· —
zusammen 47 336 000 M. 2 793.000 M.
Für Obstwein und Marmeladen sind leider keine entsprechenden
Angaben vorhanden. Zweisfellos lassen sich, das zeigen diefe
Zahlen, durch den Obstbau dem Lande noch sehr bedeutsame Einnahmequellen
zuführen. Für alle Gegenden, die nicht an Ort und
Stelle absetzen können, wird freilich eine unerläßliche Bedingung
eine günstigere Tarisierung des Obstes wie bisher sein. Die
hohen Frachtsätze machen für große Bezirke den Obstbau unrentabel.
Unser Obstbau leidet beseders auch unter der Menge
von Sorten, die angeboten werden. Es ist deshalb schwer, eine
gleichmäßige Ware in großen Mengen zu bekommen, wie sie für
einen Massenabsatz und für die Fabrikation notwendig sind. Wenn
auch die in Deutschland so außerordentlich verschiedenen Klima-Zwetschen.