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Die Kämpfe der Armee Falkenhaoyn vom 23. Oktober bis
30. November 1916
Oer Gedanke, der dleser Schlacht das Leben gab, ging nicht nur auff
eine Entscheidung in begrenztem Raume aus, sondern umfaßte den ganzen
Kriegsschauplatg. Die Rumänen und die Nussen handellen auf allen Fronten.
Sie schritten in den Karpathen und in der Moldau zum Angriff auf die
k. und k. 1. Armee, hielten im Randgebirge der kleinen Walachei am Bodzapaß
und am Tömöserpaß nach Kräften stand und nahmen die Campolunger
Gruppe unter Morgens wachsendem Druck fechtend in der Richtung auf
Targoviste gegen die Nordwestfront des Zentralraumes Bukarest zurück.
Sie leisteten mit der von Cortea de Arges und Rimnicu-alcea auf Ditesci
und vom All auf die Linie Costesci—Nosi de Beda zurückgeworfenen 1. Armee
dem Andrängen Kühnes heftigen Widerstand, fielen Kosch mit geballter
Macht in Front und Flanke an und gingen sogar in der Norddobrudscha
mit frischen Kräften zum Angriff Üüber. Selbst die Bataillone, die durch
den Einbruch Kübnes in die große Walachei bei Orsova von Craiova
abgeschnitten worden waren, verzweifelten nicht am Erfolg, sondern versuchten
sich, von allen Seiten bedrängt, an der Donau nach Osten durchzusthlagen
und der am Arges vorbrechenden Angriffsarmee die Hand
zu reichen.
Der Rumäne suchte sich über sein Schicksal zu erheben, geriet aber nur
noch tiefer in den Bann der Entente. Er lämpfte fortan in erster Cinie für sic
und mußte ihre Methoden zu den seinen machen. Der Kriegsrat, in dem
franhösische, englische und russische Stimmen den Ausschlag gegeben hHarten,
ergriff die rücksichtslosessen Maßnahmen zur Räumung der Walachei und
Bukarest und zur Vernichtung aller unbeweglichen Werte und Bodenschäge.
Kornspeicher, Olbehälter und Kohlenvorräte gingen in Flommen auf, Brücken
und Bahnen wurdengesprengt und die waffenfähige Bevölkerung in die Moldau
verpflanzt. Im Erdölgebiet wurden Quellen und Bohrlöcher verschülrtret,
Krane und Masbinen zerstört, auf der Donau alle Leichter versenlt und im
Sumpfgebiet die Dämme durchstochen. Unterdessen eilten russische Divisionen
in Gewaltmärschen herbei, um am Arges in die Entscheidungsschlacht ein.
zugreifen, die sich rasch zur Katastrophe der Donauarmee zu gestalten drohte,
denn die 9. Armee war noch nicht zur Stelle, die Vereinigung der getremn
marschierenden Armeen Falkenhayns und Mackensens angesiches des eng
versammelten, planvoll shlagenden Gegners noch nicht vollzogen, als der
Geino zum Angriff schritt. Das Schicksal des Feldzuges stand auf dem
piele.
Fallenhavns Angriffsflügel war nach der Einnahme Craiovas drei
Tage am All aufgehalten worden. Die Reiter Kühnes, die am 27. November
den Reitern Koschs am Wedeaabschnitt die Hand gereicht hatten, waren