Volltext : Das Reichsgrundbuchrecht und die Preußischen Ausführungs- und Ergänzungsbestimmungen.

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1.  Eigennamen  kommen  nur  einem  Dinge  zu.  Berlin.  Elbe.
2.  Gattungsnamen  kommen  einer  ganzen  Gattung  von  Dingen,  sowie  jedem  einzelnen

  Dinge  derselben  zu.  Zaun.  Nelke.
3.  Stoffnamen  sind  Benennungen  für  Stoffe.  Der  kleinste  Teil  hat  den  Namen

des  Ganzen.  Sie  haben  keine  Mehrzahl.  «

4.  Sammelnamen  bezeichnen  mehrere  gleichartige  Dinge,  von  welchen  jedes
einzelne  einen  besondern  Namen  hat.  Heer.  Menschheit.

Biegung  (Deklination).  Lehrstoff:  Der  Schüler  ist  fleissig.  Des  Schülers  Fleiss
ist  gross.  Dem  Schüler  fehlt  Ausdauer.  Den  Schüler  tadelt  man.

Ein  und  dasselbe  Hauptwort  kommt  in  der  Sprache  verändert  (gebeugt)  vor.  Man
unterscheidet  4  Formen  oder  Fälle.  Der  erste  Fall  (Nominativ)  steht  auf  die  Frage:
Wer  oder  was?  der  zweite  (Genitiv)  auf:  Wessend  der  dritte  (Dativ  auf:  Wem?  und
der  vierte  (Akkusativ)  auf:  Wen  oder  was?  —  Man  beugt  oder  dekliniert  ein  Hauptwort,
  wenn  man  die  4  Fälle  desselben  (in  der  Ein=  und  Mehrzahl)  angiebt.

Beispiele:  Einzahl.  (Singular.)
Fall:  der  Schüler.  1.  Fall:  der  Mensch.  1.  Fall:  die  Frau.  Fall:  das  Auge.
Fall:  des  Schülers.  2.  Fall:  des  Menschen.  2.  Fall:  der  Frau.  Fall:  des  Auges.
Fall:  dem  Schüler.  8.  Fall:  dem  Menschen.  3.  Fall:  der  Frau.  3.  Fall:  dem  Auge.
Fall:  den  Schüler.  4.  Fall:  den  Menschen.  4.  Fall:  die  Frau.  Fall:  das  Auge.

Mehrzahl.  (Plural.)

Fall:  die  Schüler.  1.  Fall:  die  Menschen.  1.  Fall:  die  Frauen.  Fall:  die  Augen.
Fall:  der  Schüler.  2.  Fall:  der  Menschen.  2.  Fall:  der  Frauen.  2.  Fall:  der  Augen.
Fall:  den  Schülern.  3.  Fall:  den  Menschen.  3.  Fall:  den  Fraucn.  3.  Fall:  den  Augen.
Fall:  die  Schüler.  4.  Fall:  die  Menschen.  4.  Fall:  die  Frauen.  4.  Fall:  die  Augen.
(Starke  Deklination.)  (Schwache  Deklination.)  (Weibl.  Hauptwörter  (Gemischte  Deklin.)

in  der  Einzahl  un-1.
  Fall:  Jesus  Christus.  3.  Fall:  Jesu  Christo.  verändert,  in  der
2.  Fall:  Jesu  Christi.  4.  Fall:  Jesum  Christum.  Mehrzahl  meistens

nach  der  schw.  Dekl.)

Aufgaben.  1.  Suche  aus  dem  Lesestücke  Nr.  die  Eigennamen  auf!  2.  Die  Gattungsnamen!  8.  Die
Stoffnamen!  4.  Die  Sammelnamen!  5.  Dekliniere  die  8  ersten  Eigennamen!  6.  Die  8  letzten  Gattungsnamen!

7.  Einen  Stoff=  und  einen  Sammelnamen!

§5  3.  Das  Fürwort.  A.  Lehrstoff:  lch  schreibe.  Du  schreibst.  Er  schreibt.
Sie  schreibt.  Es  schreibt.  Wir  schreiben.  Ihr  schreibt.  Sie  schreiben.

Wenn  man  von  sich  selbst  (sprechende  Person)  etwas  aussagt,  so  setzt  man  statt
seines  Namens  das  Wort  ich.  Redet  man  zu  einer  andern  gegenwärtigen  Person  (angesprochenen
  Person),  so  braucht  man  statt  ihres  Namens  das  Wort  du.  Spricht  man
von  einer  abwesenden  Person  (besprochenen  Person),  so  setzt  man  je  nach  ihrem  Geschlecht
  die  Worte  er,  sie,  es.  Für  die  Mehrzahl  braucht  man:  wir,  ihr,  sie.  Wörter,

welche  für  die  Namen  von  Personen  gebraucht  werden,  heißen  Fürwörter.

Aufgaben.  1.  Suche  aus  dem  Lesestücke  Nr.  die  Fürwörter  auf!  2.  Sebe  in  jolgenden  Sätzen  das
ürwort  in  die  2.—  8.  Person  der  Ein=  und  Mebrzahl:  Ich  lerne.  Ich  sitze.  Ich  bin  klein.  Ich  war  gegangen.
ch  hatte  geschrieben.  Ich  werde  singen.  Ich  werde  gelernt  haben.

B.  Arten  des  Pronomen.  Bicgung.  Man  unterscheidet  6  Arten  von  Fürwörtern.

1.  Persönliche  Fürwörter  stehen  an  Stelle  eines  Personennamens.  Sie  heißen:
Ich,  du,  er  sie,  es.  Wir,  ihr,  sie.

2.  Die  besitzanzeigenden  (zueignenden)  heißen:  Mein,  dein,  sein,  ihr,  sein.
Unser,  euer,  ihr.

3.  Hinweisende:  Der,  die,  das.  Derjenige,  diejenige,  dasjenige.  Der-,
die-,  dasselbe.  Dieser,  ee,  -es.  Jener,  -e.,  es.  Solcher,  -e,  -es.

4.  Zurückweisende:  Der,  die,  das.  Welcher,  -ze,  -es.  Wer,  was.

5.  Fragende:  Welcher?  -ze?  es?  wer?  was?  was  für  ein?

6.  Unbestimmte:  Man,  jemand,  jedermann,  einer,  keiner,  niemand,  etwas,  nichts.

Deklination  des  persönlichen  Fürworts:

—8—
————

*

Einzahl.  Mehrzahl.
1.  Person.  2.  Person.  —  32.  Lerson.  —  1.  Person.  2.  Person.  3.  Person.
1.  Fall:  ich  du  er  e  es  wir  ihr  sie
2.  Fall:  mein(er)  deintler)  sein(er)  ihrler)  seinler)  unser  euer  ihr

8.  Fall:  mir  dir  ihm  ssich)  ihr  (sich)  ihm  (sich)  uns  euch  ihnen  (sich)
4.  Fall:  mich  dich  ihn  (sich)  sie  (sich)  es  (sich  uns  euch  sie  (sich)

Aufgaben.  1.  Suche  aus  dem  Lesestücke  Nr.  die  persönlichen  urwoneer  auf  und  gieb  an,  a.  in  welcher
Ball,  b.  in  welcher  Person,  c.  in  welchem  Falle  sie  stehen!  2.  Dekliniere:  Mein  Buch,  dein  Buch  u.  s.  w.
Dekliniere:  Unser  —  euer  —  ihr  Mitschüler!  4.  Dieser  Knabe  —  diese  Frau  —  dieses  Fenster!  5.  Wie  unterscheidet
  sich  Mann  und  man?