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fächerartig ausbreitendes, zum Teil noch völlig unerforschtes Schutzgebiet
von 495000 aqkm, fast so groß wie das Mutterland. Es dehnt sich
bis zum Scharifluß und dem Tsadsee aus, vermeidet aber jede Berührung
mit dem westlich von Yola beginnenden schiffbaren Teil des
Benuk oder Nigerstroms. Die vorliegende
Insel Fernando Po blieb in
spanischem Besitz.
Die Bevölkerung, die sich aus
einer großen Zahl verschiedener Volksstämme
zusammensetzt, wird auf 3⅛ Millionen
geschätzt. Kamerun ist also sehr
viel weniger dicht bevölkert als Togo.
Der Name Kamerun ist portugiesisch
und bedeutet Krabben, von welchen
Geschöpfen der hier mündende Rio dos
Camardos (engl. Cameroons)y in gewissen
Jahreszeiten wimmelt. Auch der angrenzende,
steil ins Meer abstürzende
Dr. Gustav Nachtigal. vulkanische Gebirgsstock trägt diesen
Kamen. Seine höchste Erhebung ist
die Albertspitze, deren Höhe, 4100 m, fast die des Montblanc, 4810 m,
erreicht. Die Eingeborenen nennen ihn Mongo ma Loba oder Götterberg,
der Schiffer einfach Kamerun Pik. Er weicht an Höhe nur dem
ebenfalls Deutschland eingeräumten Kilimandscharo, dem Mondgebirge der
Alten in Deutsch-Ostafrika, ist aber bei weitem ausgedehnter. Er deckt
eine Fläche von 2000 qkm oder 36 Quadratmeilen und zählt 28 fast
erloschene Vulkane. Vereint mit dem ebenfalls vulkanischen Clarence
Pik auf der vorliegenden Insel Fernando Po, 2580 m, ist er die vornehmste
Landmarke der gesamten afrikanischen Küste. Diese riesige
vulkanische Basalterhebung findet in den nördlichen noch unerforschten
Rumbibergen und in den vorliegenden Inseln ihre Fortsetzung. Alle
Klimate sind auf diesen Gipfeln fast unterm Aquator vereinigt, und dazu
kommt der vorzügliche Hafen der Kamerunmündung, so daß hier die
tropenmüden Menschen eine gleich gute Zuslucht haben wie die Seefahrer.
Die erste Besteigung des Kamerungipfels fand 1861 durch den
berühmten Engländer Kapitän Burton und den deutschen Botaniker
Gustav Mann statt. Sie fanden das höchste Dorf Mapampa auf