Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1811. (6)

Nro.  14.  1811.
Koͤniglich-Wuͤrttembergisches

Staats-  und  Regierungs-Blatt.

&  Sanstag,  23.  März.

 

 

Königl.  Württembergisch-Baierischer  Staats-Vertrag  vom  18.  Mai  1870.

Seine  Majestät  der  Kdnig  von  Württemberg  und  Seine  Majestät  der
Kbnig  oon  Balern,  von  gleichem  Wunsche  beseelt,  sowohl  dle  bieher  unberschtigt  gebllebenen
  Gre-  Differenzien  und  sonstige  gegenseirige  Ansprüche  mit  einemmale  und  auf  eine
dauerhafte  Weise  zu  beendigen,  als  auch  diejenigen  Stipulationen,  welche  in  den  beiderseltigen
  mit  Frankreich  neuerdings  abgeschlossenen  Traktaten  festgesetzt  worden  sind,  durch  einen
ebzuschließenden  Verkrag  in  Erfüllung  zu  bringen,  haben  zu  Erreichung  dieses  Zweckes  zu
Ihren  Bevollmächtigten  ernannt,  nemlich  Se.  Majestät  der  Könlg  von  Württemberg:
  Ihren  Staaks=  und  Cabinets-Minister  der  auswärtigen  Angelegenheiten,  Kammerherrn
  Ludwig  Carl  August  Grafen  von  Taube,  Groß=  Kanzler  der  Kdnigl.  Orden  und
Großkreuz  des  Kdnigl.  Hellindischen  Ordens  de  I'Union,  und

Se.  Majestätr  der  König  von  Baiern:  Ihren  ersten  Staats=  und  Conferenz-Mlnlster
  Marimilian  Joseph  Grafen  von  Montgelas,  Groß  Kanzler  des  Eiil.  Vere,
Ordens  der  Balerischen  Krone,  Ritter  des  St.  Hubertl-Ordens,  Großkreuz  der  Ehren,
bLegion,  Großkreuz  des  Kdnigl.  Sächsischen  Ordens  der  grünen  Krone,  und  Großkreuz  des
Maltheser-Ordens,  welche  nach  vorhergegangener  Auswechslung  ihrer  Vollmäachten  über
solgende  Punkte  äbereingekommen  sind:  ·

Asrt.1.-Dieneue«Gc-enzlinlezwischendenStaatenGnMajestötdestnigs
von  Wuͤrttemberg  und  Sr.  Majestaͤt  bes  Koͤnigs  von  Balern  wird  folgenderma—
ßen  festgesetzt:.

Der  Grenzzug  nlmmt  sefne  Richtung  von  Süden  nach  Nerden,  und  den  Anfong  am
Bodensee,  da,  wo  sich  die  Landgerichte  Tettnong  und  bindau  schelden.  «

Zwischen  diesen  belden:  Landgerichten  zieht  sie  sich  fort,  das  Landgericht  Tettnang
westlich  fuͤr  Wuͤrttemberg,  das  Landgericht  kindau  mit  Wasserburg  bstlich  fuͤr  Baiern
belassend.  Sie  folgt  der  Grenze  des  Landgerichts  Lind  eu,  die  Herrschaft  Neuravensburg
  für  Wärttemberg  ausschließend;  zwischen  der  Württembergischen  Herrschaft  Meunavensburg
  westlich,  und  dem.  Balerisch  bleibenden.  Landgerichte  Weller  dstlich  lauft  die