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gehandelt hätte. Nach einem heftigen Gefecht um das Dorf Grand Torey,
welches, eine kurze Strecke oberhalb Arcis gelegen, den Zugang zu der Aubebrücke
deckte, fand der Fürst Schwarzenberg Bedenken, seine Reserven einzusetzen.
So blieb die Schlacht für den 20. März ohne eine bestimmte Entscheidung.
Die Franzosen hatten sich zwar gegen die wiederholten Angriffe des
bayrischen Corps Wrede im Besitz von Grand Torcy behauptet, doch war es
ihnen nicht gelungen, die österreichisch-bayrische Linie zurückzudrängen.
Napoleon befand sich in einer änßerst kritischen Lage. Er stand einem
dreimal stärkeren Feinde gegenüber und hatte hinter sich im Rücken einen Fluß
mit nur einem Ubergange. Wenn Fürst Schwarzenberg am 21. März mit
allen Kräften gegen ihn vorging und sich über Grand Torcy des Uberganges
über die Aube bemächtigte, so konnte Napoleon mit seiner kleinen Heerschar
(30000 gegen 90000 Mann) der Vernichtung kanm entgehen. Nur ein schleuniger
Rückzug über die Aube in der Nacht (zum 21. März) schien ihn retten zu können.
Vergebens rieten alle seine Generale dazu. Was Schwarzenberg an Energie
fehlte, das besaß Napoleon zu viel. Er glaubte nach wie vor, daß die Hauptarmee
bereits auf dem Rückzuge begriffen sei und denselben, nachdem sie am
20. März ohne Entscheidung gekämpft habe, am 21. eiligst fortsetzen, daß er
daher am 21. an der Aube nur noch auf schwachen Widerstand stoßen werde.
Fürst Schwarzenberg hatte nach dem entscheidungslosen Kampfe am 20.
alle Angriffsgedanken fallen lassen und beschränkte sich darauf, einem etwaigen
Angriffe des Feindes am 21. in einer Stellung auf den Uferhöhen der Anbe von
Chaudrey bis St. Remy, gegenüber Arcis fur Aube, begegnen zu wollen. Als
die französischen Kolonnen am 21. März um 11 Uhr vormittags die nächste Anhöhe
südlich Arcis erstiegen hatten, sahen sie zu ihrem Erstaunen die ausgedehnte
Schlachtordnung des dreimal stärkeren Feindes vor sich. Ein Angriff
auf dieselbe wäre eine Vermessenheit gewesen, der sich selbst Napoleon nicht
schuldig machen wollte. Während seine Kavallerie die Osterreicher beschäftigte,
traf er die Anstalten zum Rückzuge über die Aube. Schwarzenberg störte ihn
nicht darin. Erst nachdem der größte Teil von Napoleons Heer die Aube
überschritten hatte, entschloß sich Schwarzenberg zum Angriff. Nur um das
Städtchen Arcis, welches Oudinot besetzt hielt und tapfer verteidigte, entspann
sich noch ein heißer Kampf, welcher bis in die Dunkelheit fortdauerte. Nachdem
die Osterreicher das Schloß erstürmt hatten und von hier die Brücke unmittelbar
bedrohten, räumte Oudinot die Stadt.
Mit einem Verluste von 4200 Mann und vier Geschützen war Napoleon
durch den „lähmenden Zauber,“ den der Schrecken seines Namens auf den
Gegner übte, noch einmal der drohenden Vernichtung entgangen. Aber die
Katastrophe war nur aufgeschoben, nicht abgewendet. Das natürlichste wäre es
wohl gewesen, wenn Napoleon jetzt alle verfügbare Streitmacht vor Paris zum
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