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war auf die Tagesordnung gesetzt; der Reichstag von
St. Margarethen sollte :ur den Abschluss des Reichstags
vom Winter 1522—23 bilden. Um so jämmerlicher
erscheint die Reichstagsp v"odie, welche sich im Juli
1523 in Nürnberg abspielte.
Verschiedene Umstände wirkten zusammen sehr uneünstig
für den Reichstag. Die kaiserliche Bestätigung
der letzten Reichstagsbeschlüsse war noch nicht einge.
troffen; Erzherzog Ferdinand, in seinen Erblanden mit
grossen V:crfassungsänderungen beschäftigt, war nicht
am Regimente; endlich tobte um Nürnberg der fränkische
Krieg des schwäbischen Bundes. So waren denn
„um Reichstage nur die Gesandten der sechs Kurfürsten
anwesend; ') von andern Ständen waren nur wenige vertreten;
Georg von Sachsen ?) war der einzige, der per.
sönlich gekommen war, — es ist sehr fraglich, ob wegen
des Reichstages. Die Haltung der Städte war sehr trotzig:
auf dem Reichstage zu Esslingen, 21. Juni (Sonntag
nach Vitus), beschlossen sie, ?) weil ihnen die Sendung
von Abgeordneten mit unbeschränkter Vollmacht unleidlich
sei, und weil sie zu den Reichstagen nicht bei Geldstrafe,
sondern bei der Pflicht ihrer Reichsverwandtschaft
gefordert werden müssten — den Reichstag nur durch
eine Commission von 4 Städten, Köln, Strassburg, Ulm
und Ueberlingen und zwar mit einer Instruction zu
besenden.
Die Bedcutungslosigkeit des in Rede stehenden Reichs-N)
So sagt das Ausschreiben des nächsten Reichstages.
2) Nach Spalatins Annalen, Mencke, Scriptores rer. Germ,
II (1722) p. 623 kam er am 7 Juli nach Nürnberg. Er hatte
nach dem Wunsche des Regiments seine Landstände am 17 Juni
in Leipzig versammelt und von ihnen ein der Türkenhilte
günstiges Votum erreicht. (Instructicn für Pack).
?) Jacob Fels, Zweyter Beytrag zu der deutschen Reichstagsgeschichte
(1769) p. 30. — Dies Buch, das manches enthält,
was manjetzt wie neu aus Archiven gräbt, scheint vollkommen
verschollen zu sein.
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