Contents : Lesebuch für die katholischen Volksschulen des Regierungsbezirks Düsseldorf. Zweiter Teil: Mittelstufe. (2)

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7.  Wie  dann  sich  wohl  die  Neger  freun
und  alles  tanzt  und  springt,
wenn  übermorgen  um  halb  neun
er  dort  heruntersinkt!

54.  EAch,  wer  das  doch  könntel  von  Viktor  Blüthgen.

Gemaht  sind  die  Felder,  der  Stoppelwind  weht;
hoch  droben  in  Lüften  mein  Drache  nun  steht,
die  Rippen  von  Holze,  der  Leib  von  Hapier,
zwei  Ohren,  ein  Schwänzlein  sind  all  seine  Gier,
und  ich  denk'’:  So  drauf  liegen  im  sonmigen  Strahl,
ach,  wer  das  doch  könnte  nur  ein  einziges  Mall

2.  Da  guckt’  ich  dem  Storch  in  das  Sommernest  dort:
Guten  Morgen,  Frau  Störchin,  geht  die  Reise  bald  fort  d
Ich  blickt'  in  die  Häuser  zum  Schornstein  hinein:
Dapachen,  Mamachen,  wie  seid  ihr  so  klein!

Tief  unter  mir  säh  ich  Fluß,  Hügel  und  Tal  —

ach,  wer  das  doch  könnte  nur  ein  einziges  Mall

5.  Und  droben,  gehoben,  auf  schwindelnder  Bahn,
da  faßt'  ich  die  Wolken,  die  segelnden,  an,
ich  ließ'  mich  besuchen  von  Schwalben  und  Kräh'n,
ich  könnte  die  Lerchen,  die  singenden,  sehn,

die  Englein  belauscht’  ich  im  himmlischen  Saal  —

ach,  wer  das  doch  könnte  nur  ein  einziges  Mall

55.  Sommerfäden.  Von  Hermann  Wagner.

Die  kleinen  Spinnen  haben  den  ganzen  Sommer  hindurch  auf  der
Wiese  gewohnt.  Sie  haben  viele  von  den  schlimmen  Mücken
gefangen,  die  Gesicht  und  Hände  der  Kinder  zerstachen.  Im  Winter
wird  die  Wiese  vom  Flusse  überschwemmt,  und  was  von  dem  kleinen
Getier  nicht  im  Wasser  zu  leben  vermag,  muß  ertrinken.

Der  kleinen  Spinne  ergeht's  am  Ende  des  Sommers  gerade
wie  den  Zugvögeln,  die  Reiselust  überkommt  sie.  Zu  Fuß  würde
sie  aber  nimmer  weit  kommen;  schon  am  nächsten  Wassergraben
müßte  sie  haltmachen.  Die  kleine  Spinne  weiß  sich  aber  trefflich
zu  helfen.  Sie  achtet  auf  Wetter  und  Wind  wie  ein  erfahrener
Schiffer.  —  „Heute  ist  schöner  Sonnenschein",  meint  sie;  „heute  ist